Fußball: 3. Liga
Macht es SF Lotte wie im Hinspiel beim Karlsruher SC?

Lotte -

Im Hinspiel haben die Sportfreunde Lotte den Karlsruher SC mit dem 3:1-Sieg, der erst Saisonerfolg überhaupt, kräftig geärgert. Gelingt ihnen das auch im Rückspiel am Samstag. Mit einem Sieg über die Badener, derzeit Tabellenzweiter, würde Lotte auch dem VfL Osnabrück einen Gefallen tun.

Freitag, 22.02.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 22.02.2019, 17:50 Uhr
Im Hinspiel in Karlsruhe absolvierte Gerrit Wegkamp (links) seinen ersten Einsatz für Lotte, nachdem er erst zwei Tage zuvor verpflichtet worden war. Ähnlich wie Anfang September würde er sich auch heute einen Sieg wünschen.
Im Hinspiel in Karlsruhe absolvierte Gerrit Wegkamp (links) seinen ersten Einsatz für Lotte, nachdem er erst zwei Tage zuvor verpflichtet worden war. Ähnlich wie Anfang September würde er sich auch heute einen Sieg wünschen. Foto: Mrugalla

Anton Fink ist sich sicher: „Die Sportfreunde Lotte werden nicht absteigen.“ SFL-Trainer Nils Drube hört´s gerne, will sich ansonsten mit derlei Sprüchen wie dem des Torjägers des Karlsruher SC nicht weiter beschäftigen. „Wir müssen uns auf uns besinnen. Wenn wir unsere Stärken einbringen, haben wir immer gute Karten. Wir haben eine gute Entwicklung genommen, keiner spielt gerne gegen uns. Es wird ein enges Spiel werden. Ich will drei Punkte.“ Die Vorgabe Drubes vor dem heutigen Spiel der Sportfreunde gegen den KSC (14 Uhr Frimo-Stadion) ist also klar.

Blenden lassen will der Coach sich dabei überhaupt nicht von der vermeintlichen Schwächephase der Badener, die nach elf Spielen ohne Niederlage zuletzt zwei Mal Remis spielten und vergangene Woche gegen Kaiserslautern verloren. „Ich halte von irgendwelchen Serien nichts. Die Liga ist so ausgeglichen. Da hat es überhaupt nichts zu bedeuten, wenn man dreimal nicht gewinnst. Solche Tendenzen spielen für mich keine Rolle. Der KSC ist eine Mannschaft mit einer unglaublichen Qualität. Das wird richtig schwer für uns“, ist sich Drube sicher.

Auch KSC-Trainer Aloys Schwarz ist überzeugt, dass sich seine Mannschaft in Lotte anders präsentieren wird als zuletzt: „Wir haben am Samstag nicht das Gesicht zeigt, das wir sonst zeigen. Gemeinsam haben wir das Spiel gegen Kaiserslautern aufgearbeitet. Die Mannschaft hat eine gute Einsicht gezeigt.“ Sollte es jedoch auch heute in Lotte schief gehen, könnte der aktuelle Tabellenzweite, je nachdem wie es auf den anderen Schauplätzen ausgeht, aus den Aufstiegsrängen herausfallen. Um das zu verhindern, denkt Schwarz über eine andere taktische Ausrichtung und neues Personal nach. So könnte unter anderem Mittelfeld-Regisseur Alexander Groiß in die Startelf rücken.

Vieles spricht auch dafür, dass heute im Frimo-Stadion zwei Akteure mit Bundesliga-Erfahrung ihr Debüt geben. Beim KSC drängt Winterneuzugang Sercan Sararer in die

Justin Eilers

Justin Eilers Foto: Mrugalla

Mannschaft. Zum ersten Mal vor heimischem Publikum könnte Justin Eilers auflaufen, der vor einer Woche in Halle eine einminütige Premiere im blau-weißen Dress feierte. Der Vollblutstürmer wird nicht von Beginn an dabei sein, dürfte aber mehr Minuten absolvieren als vor einer Woche.

Zur Verfügung steht Nils Drube der gleiche Kader wie in Halle. Während er im Hinspiel, es war sein erster Auftritt als Lotte-Trainer, den KSC mit neuer Taktik und neuem Personal überraschte, will er heute auf alte Tugenden setzen. „Wir dürfen Karlsruhe nicht in Spielfluss kommen lassen“, weiß er. „Diese Mannschaft ist so ausgebufft, bewahrt immer die Ruhe und lässt sich nicht nervös machen. Deshalb müssen wir sie in verschiedenen Pressinghöhen aggressiv bearbeiten und das 90 Minuten lang.“

Was auch für Lotte sprechen könnte? In der Hinrunde zog sich Matthias Rahn gegen Halle eine Kopfwunde zu und traf eine Woche später beim 3:1-Sieg in Karlsruhe. Auch heute läuft ein „getackerte Rahn auf und ist sich sicher: „Ja, wir können wieder überraschen.“

SF Lotte: Kroll - Langlitz, M. Rahn, Straith, Al-Hazaimeh - F. Drinkuth, M. Schulze, Chato, Oesterhelweg - Wegkamp, Jovic.

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Stiefler, Groiß, Wanitzek, M. Lorenz - Pourié, A. Fink.

Anstoß: Samstag, 14 Uhr, Frimo-Stadion

Schiedsrichter: Dr. Henrik Bramlage (32, Vechta)

SFL-Gelbsperren drohen: Langlitz (4), Chato (4), Karweina (4), Oesterhelweg (4).

Zuschauer: Erwartet werden 2500 (darunter 500 aus Karlsruhe)

Nächstes SFL-Spiel : Samstag, 2. März (14 Uhr, Stadion Zwickau), beim FSV Zwickau

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