Fußball: Bezirksliga 8
Alles auf Anfang – Union Lüdinghausen empfängt Dorstfelder SC

Lüdinghausen -

Mit Abfuhren kennt sich Union Lüdinghausen aus. Die Horrorvorstellung in Hannibal (1:10) war nur eine von vielen in der laufenden Saison. Coach Tobias Tumbrink sieht vor dem Kellerduell am Sonntag, 15 Uhr, gegen den Dorstfelder SC dennoch nicht schwarz – und begründet seinen vorsichtigen Optimismus.

Freitag, 22.02.2019, 19:34 Uhr aktualisiert: 24.02.2019, 15:12 Uhr
War nach der 1:10-Abfuhr in Hannibal nicht nur als Fußballfachmann gefragt, sondern auch als Psychologe: Tobias Tumbrink (M.).
War nach der 1:10-Abfuhr in Hannibal nicht nur als Fußballfachmann gefragt, sondern auch als Psychologe: Tobias Tumbrink (M.). Foto: flo

Tobias Tumbrink wird heute 30 Jahre jung. Sein sehnlichster Geburtstagswunsch? Klar, Wiedergutmachung nach dem 1:10 bei TuS Hannibal. Unser Redaktionsmitglied Florian Levenig hat vor dem Kellerduell am Sonntag, 15 Uhr, daheim gegen Dorstfeld mit dem Coach des Fußball-Bezirksligisten Union Lüdinghausen gesprochen.

Wie war die Stimmung beim Training?

Tumbrink: Sie war – Gott sei Dank! – gedrückt. Weil die Jungs genau wussten, was schiefgelaufen ist in Hannibal. Trotzdem haben wir uns nicht länger als nötig mit dem 1:10 aufgehalten, sondern das Positive aus der Vorbereitung – die guten Auftritte in Disteln und Coesfeld – in den Fokus gerückt. Insofern beginnt die Rückrunde für uns am Sonntag noch mal bei null.

Trotzdem: Wie kann eine an sich so stabile Deckung zehn Stück bekommen?

Tumbrink: Erstens: Das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft war entscheidend. Insbesondere im Mittelfeld gab es den einen oder anderen Totalausfall. Zweitens: Ja, Spieler wie Jonathan Krüger, Miguel Schürmann oder Simon Homann haben eine erstaunliche Reife. Man darf aber nicht vergessen, dass sie immer noch sehr jung sind. Das zeigt sich gerade in Spielen, in denen es nicht läuft. Mit Anfang 20 stauchst du nicht mal eben den eigenen Sechser zusammen, weil der nichts auf die Reihe kriegt.

Das Gute bei all den deprimierenden Klatschen in dieser Saison: Ihre Elf hat danach fast immer eine Reaktion gezeigt.

Tumbrink: Das ist auch meine Hoffnung. Die Mannschaft ist willens. Und sie ist lernfähig. Zudem sieht es personell wieder besser aus, da Niklas Hüser aus dem Urlaub zurück ist und Lucas Roters genesen.

Wer hütet das Tor?

Tumbrink: Pascal Rudolph und Mirco Fabry, der am Sonntag spielen wird, sind gleichauf. Beide Keeper wünschen sich danach eine Entscheidung, wer bis zum Saisonende die Nummer eins ist. Wobei Mirco aufgrund eines Praktikums eh einige Wochen fehlen wird.

Was kann Dorstfeld?

Tumbrink: Da sind ein paar echte Haudegen dabei, die grundsätzlich übers Kollektiv kommen.

Also eher kein Spiel für Freunde des gepflegten Kurzpasses.

Tumbrink: Jein. Wir wollen schon Fußball spielen. Wenn es aber die Situation erfordert, muss halt auch mal ein Diagonalball über 40, 50 Meter her – so wie es, als Einziger, unser Routinier Sebastian Placzek in Hannibal praktiziert hat.

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