Kreisspruchkammer-Urteil
Vier Monate Sperre

Epe -

Für Umut Berke ist die Saison fast gelaufen. Vorwärts Epe kann den schnellen Offensivspieler erst an den letzten beiden Spieltagen am 19. und 26. Mai wieder einsetzen.

Donnerstag, 07.03.2019, 03:00 Uhr
Für Umut Berke ist die Saison fast beendet. Die Kreisspruchkammer sperrte den Spieler von Vorwärts Epe bis zum 12. Mai.
Für Umut Berke ist die Saison fast beendet. Die Kreisspruchkammer sperrte den Spieler von Vorwärts Epe bis zum 12. Mai. Foto: Stefan Hoof

So will es das Kreissportgericht des Fußballkreises Ahaus Coesfeld. Nach mündlicher Verhandlung in Coesfeld erkannte die Spruchkammer unter Vorsitz von Berni Langener (SV Brukteria Rorup) auf Schiedsrichterbeleidigung und grobe Unsportlichkeit und sperrte Berke bis zum 12. Mai. Darüber hinaus wurde Vorwärts Epe wegen unsportlichen Verhaltens seiner Zuschauer während des Turniers zu einer Geldstrafe in Höhe von 150 Euro verurteilt, hinzu kommen anteilige Verfahrenskosten.

Vorwärts Epe hadert mit diesem Urteil, das nicht anfechtbar ist. Geschäftsführer André Bügener zeigte sich von der Verhandlung und dem Strafmaß ebenso enttäuscht wie der sportliche Leiter des Vereins, Hakan Zopirli, der Berke zur Verhandlung begleitet hatte: „Dass unser Spieler nicht unschuldig ist, wissen wir. Aber vier Monate Sperre sind viel für einen angeblichen Vorfall, der nur durch die beiden Schiedsrichter, aber sonst niemanden bestätigt wurde.“ Auch die schriftliche Aussage des FC Epe zugunsten von Vorwärts Epe sei nicht entsprechend gewürdigt worden, meinte Zopirli.

Beim FAIR-Cup des FC Epe im Januar soll Berke im Finale den Unparteiischen beleidigt und bedrängt haben. Für die vermeintliche Beleidigung („Du Amateur-Schiedsrichter“) bekam Berke eine vierwöchige Sperre, wegen grober Unsportlichkeit gegen den Schiedsrichter nach zuvor erhaltener Roter Karte wurde der Vorwärtsler zu einer weiteren Sperre von drei Monaten verurteilt. Beide Sperren werden zu einer Gesamtsperre von 4 Monaten bis zum 12. Mai einschließlich zusammengezogen.

„Beide Schiedsrichter haben ausgesagt, dass es zweimal eine Berührung an der Brust gab“, erklärte Bügener. In anderen vorliegenden Zeugenaussagen (davon drei von anderen Vereinen und drei von Vorwärts Epe) sei das, so Bügener, nicht bestätigt worden.

„Aber das interessierte das Sportgericht genauso wenig, wie das bisher korrekte Verhalten von Berke, der nicht einmal auffällig geworden ist in den letzen Jahren“, sagte Bügener.

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