Fußball: Bezirksliga 8
Union Lüdinghausen verliert Derby, Öztürk die Beherrschung

Nordkirchen -

Die Rollen waren vor dem Nachbarschaftsduell klar verteilt: Hier der betuchte Tabellenzweite und klare Favorit FC Nordkirchen, dort Union Lüdinghausen, Kellerkind und Underdog. Doch davon war nach sechs Minuten nichts zu spüren. Was in den ersten fünf passierte . . .

Sonntag, 10.03.2019, 18:38 Uhr aktualisiert: 10.03.2019, 18:44 Uhr
Simon Homann (r.) stellt in dieser Szene den Ex-Herberner Dominick Lünemann.
Simon Homann (r.) stellt in dieser Szene den Ex-Herberner Dominick Lünemann. Foto: flo

So ein Ende hatte das Derby aus Sicht des SC Union Lüdinghausen wahrlich nicht verdient. Einen Zähler – mindestens – wäre der couragierte Auftritt des Kellerkindes beim Tabellenzweiten FC Nordkirchen wert gewesen. Noch unnötiger als die 1:2 (0:2)-Niederlage war indes der Tritt, mit dem Union-Auswechselspieler Fehmi Öztürk kurz nach dem Abpfiff Nordkirchens Dominick Lünemann niederstreckte. Und der das sportliche Geschehen – wie sooft in diesen hitzigen Nachbarschaftsduellen – ein Stück weit in den Hintergrund rückte.

Ausraster „asozial“

„Asozial“ nannte Issam Jaber den späten Ausraster des Lüdinghausers. Wirklich zufrieden war der FCN-Coach aber auch mit dem Spiel nicht: „Die drei Punkte sind das Einzige, was zählt. Leider ließ der Sturm kein vernünftiges Fußballspiel zu. Das war heute die reinste Lotterie.“

Wobei es vor allem die Hausherren waren, die von dem unlauteren Glücksspiel profitierten. Nach fünf Minuten fand ein Abstoß von Nordkirchens Keeper Philipp Sandhowe direkt den Weg ins Gästetor. Kurz vor dem Sechzehner wurde der Ball von einer kräftigen Böe erfasst, und Mirco Fabry hatte das Nachsehen. „Mirco trifft keine Schuld, der Ball ist ganz blöd geflogen“, nahm Union-Trainer Tobias Tumbrink seine Nummer eins in Schutz. Es war bereits das 2:0. Denn nach nur drei Zeigerumdrehungen war Lucas Roters beim Versuch, Joachim Mrowiecs Schuss von der Linie zu kratzen, ein Eigentor unterlaufen. Allerdings habe Nordkirchens Stürmer zuvor „klar im Abseits gestanden“, schimpfte Tumbrink.

Union macht fast alles richtig

Klammere man die fatalen ersten Minuten aus, „haben meine Jungs praktisch alles richtig gemacht“. Die Gäste liefen beherzt an und machten mit drei Innenverteidigern sowie vier Mittelfeldleuten die Räume eng. Den Hausherren, exzellente Fußballer alle miteinander, fiel so gut wie gar nichts ein. Stattdessen machten nach der Pause die Gäste, windunterstützt, das Spiel. Niklas Hüser, nach einer halben Stunde für den verletzten Sören Hellkuhl gekommen, zwang Sandhowe zu einer Glanztat (60.). Kurz vor dem Ende das überfällige 2:1 durch Marius Grewe, zuvor hatte Nils Husken per Kopf den Pfosten getroffen. Und in der Nachspielzeit setzte Simon Homann einen Distanzschuss knapp neben das FCN-Gehäuse.

Union: Fabry – Schürmann, Placzek, Homann – Roters, Hellkuhl (32. N. Hüser), Neumann, Krüger – Grewe, Camara (89. Schmidt), Husken. Tore: 1:0 Roters (3./ET), 2:0 Sandhowe (5.), 2:1 Grewe (88.). Beste Spieler: Placzek, Homann, N. Hüser.

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