Fußball: Landesliga 4
Sieg von GW Nottuln ist nach Schock nur Nebensache

Nottuln -

Von einem Unfall wurde das Heimspiel von GW Nottuln gegen Westfalia Gemen (1:0) überschattet: Nottulns Torhüter Malte Wilmsen verletzte sich schwer am Rücken.

Sonntag, 10.03.2019, 19:12 Uhr aktualisiert: 10.03.2019, 20:06 Uhr
Der Schock: Nottulns Torhüter Malte Wilmsen liegt verletzt am Boden. Später wird er mit dem Rettungswagen in die Uniklinik nach Münster gebracht.
Der Schock: Nottulns Torhüter Malte Wilmsen liegt verletzt am Boden. Später wird er mit dem Rettungswagen in die Uniklinik nach Münster gebracht. Foto: Johannes Oetz

GW Nottuln hat das Heimspiel gegen Westfalia Gemen mit 1:0 (0:0) gewonnen. Über den Sieg konnten sich die Grün-Weißen am Sonntagabend allerdings nicht freuen. Grund: Nach einer unglücklichen Abwehraktion im Nottulner Strafraum krachte GWN-Torhüter Malte Wilmsen aus großer Höhe auf den Boden. Der Torhüter, der am Vortag seinen 23. Geburtstag gefeiert hatte, blieb schreiend auf dem Kunstrasen liegen. Er hatte sich schwer am Rücken verletzt.

Geschocktes Publikum

Auf dem Platz und auf den Rängen im Baumberge-Stadion waren die Menschen schockiert. Alle dachten an die beiden schweren Unfälle von Nottulns Schlussmann in den Jahren 2015 und 2016. Am 11. Oktober 2015 musste der Keeper nach einer schweren Verletzung in der Nachspielzeit des Westfalenliga-Spiels gegen Viktoria Heiden mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Noch in der gleichen Saison, am 22. Mai 2016, erwischte es ihn im Meisterschaftsspiel gegen den TuS Sinsen erneut. In der 73. Minute war Wilmsen nach einer Flanke in den Nottulner Strafraum mit einem Gegenspieler mit einem laut hörbaren Knall zusammengeprallt. Auch beim zweiten schlimmen Unfall musste er mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden.

Das Unglück vom Sonntag erinnert fatal an den letzten Unfall. „Heute ist die Gesundheit von Malte das Wichtigste. Wir müssen abwarten, was der Junge hat. Wir alle hoffen, dass er schnell wieder auf die Beine kommt“, sagte ein sichtlich mitgenommener Nottulner Trainer Oliver Glaser.

Partie unterbrochen

Nach der Verletzung von Malte Wilmsen hatte Schiedsrichter Benedict Malz die Partie in der 76. Minute unterbrochen und beide Mannschaften in die Kabinen geschickt. In der Zwischenzeit erreichte der Rettungswagen den Fußballplatz, später kam noch ein Notarzt hinzu. Nachdem die Hilfskräfte Wilmsen transportfähig gemacht hatten, wurde das Spiel fortgesetzt.

Nach einem Eckball des eingewechselten Aaron Schölling köpfte Max Wenning das Spielgerät ins Gemener Tor (81.). Es blieb auch beim 1:0. Damit sorgte der Abwehrspieler dafür, dass der Vorsprung der Grün-Weißen auf den ersten Verfolger SC Westfalia Kinderhaus bei fünf Punkten bleibt. Der Tabellenzweite gewann nämlich mit 4:1 beim SuS Stadtlohn. Die Tabelle und der Spielverlauf interessierten die Anwesenden am Sonntag im Baumberge-Stadion aber nicht. Sie hatten nur einen Gedanken: „Malte, komm bitte schnell wieder auf die Beine!“

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