Fußball: Bezirksliga
Gievenbecker Speckmann holt sich den Titel „Kacktor des Monats“

Münster -

Der Titel „Kacktor des Monats“ geht schon wieder nach Münster. Kolja Speckmann gewann die Abstimmung in der WDR-Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“. Der Abwehrspieler des 1. FC Gievenbeck hatte ein Billard-Eigentor gegen Emsdetten 05 fabriziert.

Montag, 18.03.2019, 11:24 Uhr aktualisiert: 18.03.2019, 15:53 Uhr
Pechvogel Kolja Speckmann (r.) 
Pechvogel Kolja Speckmann (r.)  Foto: Vera Szybalski

Nach drei Triumphen des SC Preußen in den vergangenen zwölf Monaten (Jeron Al-Hazaimeh, Fabian Menig, Benjamin Schwarz) hat jetzt der Nachbar 1. FC Gievenbeck zugeschlagen. Der kuriose Treffer ins eigene Netz von Kolja Speckmann – in Kombination mit Constantin Rieger – erhielt am Sonntagabend die zweifelhafte Auszeichnung „Kacktor des Monats“ in der WDR-Sendung „ Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“.

Es war das 0:1 beim 0:4 gegen Emsdetten 05, als dem Verteidiger der U 23 dieses Missgeschick im Bezirksliga-Heimspiel unterlief. Der Vater eines Mitspielers zeichnete wie immer die Partie auf und stellte das Video auch ins Netz. Wer allerdings den Beitrag an die Redaktion des TV-Formats geschickt hatte, blieb bis zuletzt ungeklärt.

Die Übergabe der obligatorischen Kloschüssel erfolgte schon in der vergangenen Woche im Training, ein paar schlaue Sprüche gab’s mit viel Augenzwinkern obendrauf. Und Preußen-Kapitän Simon Scherder ließ es sich auch nicht nehmen, eine kurze Sequenz für den Stadtrivalen aufzunehmen, in der er die Gievenbecker zu weiteren „Kacktoren“ auffordert. Moderator Arnd Zeigler vermutete angesichts der Häufung solcher Kuriositäten in Münster, da sei doch „was im Trinkwasser“ in der Stadt.


Interview mit Kolja Speckmann 

Wie haben Sie von Ihrer Nominierung erfahren?

Speckmann: Ich war ziemlich überrascht. Ich saß mit meiner Freundin vor dem Fernseher, als ich in diversen Gruppen Nachrichten von Freunden bekommen habe, die mir gratuliert und das Video geschickt haben. Ich habe das dann auf dem Handy gesehen.

Wer hat Ihr Spiel denn gefilmt und vor allem: Wer hat das Video beim WDR eingereicht?

Speckmann: Ich weiß bis heute nicht, wie das Video zum WDR kam. Ich habe es nicht eingeschickt. Gefilmt hat das Spiel ein Familienmitglied von einem meiner Mannschaftskollegen.

Haben Sie bereits im Spiel geahnt, dass das Tor solch einen Ruhm erlangt?

Speckmann: Dass das so ein Ausmaß annimmt, hätte ich nicht gedacht. Das ist ja schon ein ziemlich bescheuertes Tor. Die Nominierung hat ziemlich schnell die Runde gemacht. Als Ruhm sehe ich das nicht. Die Nominierung ist nichts, worauf ich besonders stolz bin. Ich habe ja nichts Besonderes dafür geleistet. Das ist eine lustige Sache.

von Vera Szybalski

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