Fußball: Kreisliga A
GW Gelmer ruft den Notstand zwischen den Pfosten aus

Münster -

Die Torhüter gehen so langsam aus im Heidestadion. GW Gelmer muss sich eine Notlösung für die nächste Woche suchen, denn Simon Nagel sah bei der 1:3-Niederlage beim FC Münster 05 die Rote Karte. Der Keeper der Zweiten war allerdings kein Einzelfall.

Montag, 18.03.2019, 15:10 Uhr aktualisiert: 18.03.2019, 17:34 Uhr
Wäre übergangsweise ein Kandidat für das GW-Tor, möchte aber im Feld bleiben: Lukas Toboll (r.).
Wäre übergangsweise ein Kandidat für das GW-Tor, möchte aber im Feld bleiben: Lukas Toboll (r.).

Oben mitspielen wollten sie, im Titelrennen angreifen. Kein so abwegiges Vorhaben. Schließlich startete GW Gelmer als Dritter der Vorsaison in die Spielzeit. Und tatsächlich ist das Team irgendwie ganz weit vorne. Allerdings in der falschen Wertung. Jedenfalls aktuell. Denn während die Grün-Weißen im sportlichen Ranking Platz fünf in der Staffel A1 einnehmen, sind sie beim Sammeln von Gelb-Roten und Roten Karten besonders „erfolgreich“. Nur der SC Hoetmar und der SC Everswinkel sind in der Liga „fleißiger“. Drei glatte Hinausstellungen wurden außer gegen Gelmer nur gegen Everswinkel und den TuS Ascheberg (A2) ausgesprochen. Am Sonntag und bei der 1:3-Niederlage als Gast des FC Münster 05 gab es die Roten Karten zwei und drei. Zusammen mit zwei Ampelkarten sorgen die für einen ungeliebten Top-Wert. Erst sah Steffen Hemesath (45.) den roten Karton, dann ­ Simon Nagel (89.). Es waren die einzigen Feldverweise des Spieltags beider A- ­Liga-Staffeln. Bislang sahen 26 Spieler in beiden Staffeln die Rote Karte. Lediglich achtmal erwischte es dabei Akteure von münsterischen Mannschaften.

Nun zwei aus Gelmer. „Es waren Fouls, aber eben zwei Notbremsen. Beide waren im falschen Moment an der falschen Stelle. Vielleicht hat auch die Schnelligkeit gefehlt“, sagt Mohammed Sroub. Als „unfair“ möchte der GW-Trainer seine Elf nicht eingestuft wissen: „Wir sind eine faire Truppe. Der jüngste Eindruck täuscht. Mit Statistiken ist es ja so eine Sache.“ Vor allen Dingen die Hinausstellung von Torhüter Nagel beschert ihm nun aber Probleme. Nach der Knie-Operation von Marcel Schmidt und der Verletzung von Benedikt Burg war Nagel, eigentlich Tor­hüter der Zweiten, Schlussmann Nummer drei. Als Kandidat Nummer vier denkt Sroub nun über Jörg Inkrott nach, der Sonntag gegen BW Greven zwischen den Pfosten stehen soll. Der Keeper der Altherren ist 47 Jahre jung. Eine Alter­native könnte auch Holger Nischk sein. Lukas Toboll, einst Torwart beim SC Münster 08, nicht. „Er hat keine Lust mehr auf das Tor. Zudem ist er im Feld zu wichtig für uns“, sagt der Coach.

Pluspunkte sammelt derweil das Top-Team der A1. Das 3:1 von Borussia Münster gegen die SG Sendenhorst war am Samstagabend d er 18. Saisonsieg des Primus, der damit seit 47 Punktspielen ohne Niederlage ist. Beide Serien stehen am Sonntag (15.30 Uhr) im münsterischen Top-Duell gegen Westfalia Kinderhaus II, der Rang zwei winkt, auf dem Prüfstand.

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