Fußball: 3. Liga
Wird der VfL Osnabrück zum Rekordaufsteiger?

Osnabrück -

Fünf Mal ist der VfL Osnabrück bereits in die 2. Fußball-Bundesliga aufgestiegen. Nun sind die Lila-Weißen drauf und dran, den sechsten Clou zu schaffen. Dann wären sie Rekordinhaber. Das hat zuvor noch nie ein deutsches Team geschafft.

Mittwoch, 27.03.2019, 17:30 Uhr aktualisiert: 28.03.2019, 17:02 Uhr
Groß war der Jubel bei den beiden letzten Aufstiegen wie hier im Jahr 2010.
Groß war der Jubel bei den beiden letzten Aufstiegen wie hier im Jahr 2010. Foto: Mareike Stratmann

Eigentlich sind sie sich ja einig – die Mannschaft des VfL Osnabrück und die lila-weißen Fans. Doch wenn es um den Aufstieg geht, sind die Unterschiede groß. Sie wollen ihn alle – aber reden tun darüber nur die Fans. Seit dem 3:1 in Kaiserslautern laufen die Tabellenrechner der einschlägigen Fußballseiten im Internet heiß. Acht Spieltage vor Saisonschluss ist für viele Zuschauer die Frage nicht mehr, ob der VfL aufsteigt – sondern wann.

Einem Spieler oder Offiziellem darf man damit nicht kommen. Zu Recht, denn die Verrücktheiten der ausgeglichenen 3. Liga verbieten es geradezu, den eigenen Erfolg als selbstverständlich zu betrachten.

Rekord-Aufsteiger VfL Osnabrück

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  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann
  • Ausgiebig feierte der VfL Osnabrück die beiden zurückliegenden Aufstiege 2007 und 2010. Wie wird es 2019? Foto: Mareike Stratmann

„Wir tun gut daran, genauso weiterzumachen wie bisher“, sagt Trainer Daniel Thioune , „wenn wir das tun, wird es ganz schwer, uns zu verdrängen. Wir bleiben demütig und wissen genau, wie wir dahin gekommen sind, wo wir sind. In jedes Spiel gehen wir mit dem Vorsatz, dort oben zu bleiben und alles zu geben.“

Neun Punkte liegt der VfL vor dem Tabellendritten SV Wehen Wiesbaden, die Tordifferenz ist um sechs Treffer besser. Acht Spiele stehen noch aus, in denen 24 Punkte zu vergeben sind. Rechnerisch könnte der VfL schon am 33. Spieltag im Duisburger Wedaustadion am Ziel sein: Mit drei Siegen in den Heimspielen gegen die Sportfreunde Lotte und Eintracht Braunschweig sowie beim KFC Uerdingen – vorausgesetzt, der SV Wehen holt in dieser Zeit nicht mehr als zwei Punkte und der Hallesche FC nicht mehr als fünf.

Wahrscheinlich ist das nicht. Und wohl auch nicht diese Variante: Der VfL gewinnt die fünf nächsten Spiele allesamt und könnte am 3. Mai (Freitag) im Flutlichtspiel gegen Hansa Rostock schon mit einem Unentschieden die Rückkehr in die 2. Bundesliga perfekt machen – das ist der frühestmögliche Termin, an dem der VfL den Aufstieg aus eigener Kraft (also unabhängig von den Ergebnissen der Konkurrenz) schaffen kann. Denkbar ist auch, dass der VfL an diesem 36. Spieltag quasi vor dem Fernseher aufsteigt, weil einen Tag nach dem Rostock-Match der SV Wehen Wiesbaden in Lotte gastiert.

Mancher Fan träumt davon, dass die Aufstiegskerze schon auf dem Kuchen zum Vereinsgeburtstag brennt: Drei Tage nach der Feier des 120-Jährigen Bestehens am 17. April geht es gegen den VfR Aalen – in Trikots einer Sonderedition im Retro-Look, die die Mannschaft nur an diesem Tag trägt und die auch nur in limitierter Auflage in den Verkauf geht.

Oder gibt es eine Art Finale am vorletzten Spieltag in Wiesbaden, wohin die Ultras der Violet Crew in Zusammenarbeit mit der Fanabteilung einen Sonderzug rollen lässt?

Oder entscheidet sich alles am 18. Mai, wenn Marc Heider Geburtstag hat, die Maiwoche tobt und Unterhaching zum letzten Spiel an die Brücke kommt?

Eine solche Konstellation stände in der Tradition fast aller bisherigen Aufstiege in die 2. Bundesliga. Damals wurden den Fans dramatische Achterbahnfahrten abverlangt, deren Happy-End erst im allerletzten Spiel feststand.

Aber: Noch ist nichts entschieden, und das Gerede vom Aufstieg ist verfrüht. Deshalb betonen wir, dass dieser Text reine Gedankenspielerei ist. Wir empfehlen allen VfL-Fans, nur von Spiel zu Spiel zu denken. Halt, eins muss noch gesagt werden: Sollte es tatsächlich klappen, wäre es der sechste Aufstieg Osnabrücks in die 2. Bundesliga. Und damit würde der VfL den alten Rivalen Rot-Weiß Essen überflügeln und wäre der Rekordaufsteiger dieser Liga.

► Nach dem Sieg in Kaiserslautern zieht die Nachfrage für die beiden Heimspiele kräftig an: Für das Derby gegen die Sportfreunde Lotte am 1. April (Montag, 19 Uhr) sind über 12 000 Karten abgesetzt, der Affenfelsen ist ausverkauft, die Sitzplätze werden knapp. Für die Partie am 7. April (14 Uhr) gegen Eintracht Braunschweig sind 10 000 Tickets verkauft.

Fünf Aufstiege

VfL Osnabrück

1985 - 2000 - 2003 - 2007 - 2010

RW Essen

1986 - 1993 - 1996 - 2004 - 2006

Vier Aufstiege

Eintracht Braunschweig

1988 - 2002 - 2005 - 2011

Spvgg. Unterhaching

1989 - 1992 - 1995 - 2003

SC Paderborn

1982 - 2005 - 2009 - 2018.

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