Fußball: Landesliga
Obacht – die „langen Kerls“ kommen

Altenberge -

Mit dem 2:0-Sieg beim VfL Senden hat der TuS Altenberge wieder in die Spur gefunden. Jetzt gilt es gegen die SG Borken nachzulegen. Die Altenberger stellen sich darauf ein, in anderer Weise als eine Woche zuvor in Senden gefordert zu werden.

Freitag, 29.03.2019, 15:24 Uhr aktualisiert: 29.03.2019, 16:18 Uhr
Körperlich dagegenhalten muss Altenberges Felix Risau (grünes Trikot) auch gegen die SG Borken, die vom ehemaligen Zweitligaprofi Ralf Bugla (kl. Foto) trainiert wird.
Körperlich dagegenhalten muss Altenberges Felix Risau (grünes Trikot) auch gegen die SG Borken. Foto: Thomas Strack

Der preußische König Friedrich Wilhelm I. hätte seine helle Freude an dieser Mannschaft gehabt, die am Sonntag im Altenberger Sportpark „Großer Berg“ aufkreuzt. Gespickt mit „langen Kerls“, die mit einem Gardemaß von 1,90 Meter oder mehr aufwarten, will die SG Borken auch den TuS in Angst und Schrecken versetzen.

Angesichts dieser Umstände überrascht es kaum, dass TuS-Trainer Florian Reckels von seinen Akteuren Robustheit einfordert. „Wir müssen von Anfang an dagegenhalten und das über die gesamten 90 Minuten.“

Die zuletzt beim 2:0 in Senden gezeigte Leistung gilt für den Altenberger Coach nur bedingt als Gradmesser. Nach einer Top-Leistung in der ersten Halbzeit, die mit zwei Treffern garniert wurde, schlichen sich im zweiten Durchgang einige Unachtsamkeiten ein, die abgestellt werden sollten. „Gegen Borken müssen wir uns steigern, den Gegner beschäftigen und rasch zu unserem Spiel finden“, appelliert Reckels.

Mit Felix Risau kehrt eine zuvor verletzte Stammkraft in die Abwehrkette zurück. Dafür fehlen verletzungs- oder krankheitsbedingt nach wie vor Patrick Rockoff, David Marx und Felix Kemper. Zudem ist Jakob Schlatt privat verhindert.

Die SG Borken erwies sich im bisherigen Saisonverlauf als durchaus torhungrig. Mit 42 Treffern ist die Bilanz nur unwesentlich schlechter als die des Spitzenreiters DJK GW Nottuln (44). Maßgeblich verantwortlich für die hohe Quote sind die beiden Top-Angreifer Bastian Bone (15 Tore) und Daniel Ebbing (9), die mehr als die Hälfte der Borkener Treffer erzielten. Das zeigt, wo die Altenberger die Hebel anzusetzen haben.

Mit Ralf Bugla sitzt ein Trainer am Borkener Regiepult, der vielen älteren Fußballkennern durchaus noch ein Begriff sein dürfte. Der ehemalige Zweitligaprofi erzielte zwischen 1980 und 1983 in 72 Begegnungen sieben Tore für Rot-Weiss Essen. Später spielte er noch im gehobenen Amateurbereich für den VfL Rhede, den 1. FC Bocholt sowie den SC Südlohn. Auch als Trainer ist Bugla im westlichen Münsterland bekannt wie ein bunter Hund, coachte er doch schon den SC Südlohn, die SpVgg. Vreden, Westfalia Gemen, den VfL Rhede und den 1. FC Bocholt.

Die SG Borken übernahm er 2016. Im Sommer vergangenen Jahres verabschiedete er sich in den Ruhestand. Doch als es unter Buglas Nachfolger Wolfgang Korb nicht mehr lief, ließ sich der inzwischen 60-Jährige im Dezember für ein Comeback breitschlagen. Bis zum Saisonende fungiert Bugla als Trainer, dann folgt ihm Sven Elsbeck.

 

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