Fußball: Westfalenliga
Hiltrup fehlt bei überraschender Pleite gegen Beckum der Wille

Münster -

Von der Meisterschaft oder zumindest vom Relegationsrang muss der TuS Hiltrup nicht mehr träumen. Das 1:2 gegen die SpVg Beckum, die tief im Abstiegskampf steckt, offenbarte erneut einige Defizite in Willensfragen.

Sonntag, 31.03.2019, 19:28 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 11:44 Uhr
Hiltrups Kai Kleine-Wilke im Duell mit Beckums Rouven Tünte (r./früher Preußen)
Hiltrups Kai Kleine-Wilke im Duell mit Beckums Rouven Tünte (r./früher Preußen) Foto: Heimspiel/Andreas Teipel

Wer nicht will, obwohl er kann, der ist selbst schuld. Und wer’s nicht so gut kann, aber unbedingt will, der zeigt Moral. „Spielerisch waren wir eine Klasse besser, kämpferisch eine Klasse schlechter.“ Umso ärgerlicher für Rolf Neuhaus, den Vorsitzenden der Fußball-Abteilung beim TuS Hiltrup , dass sich der Gastgeber eine 1:2 (1:0)-Heimniederlage gegen die SpVg Beckum erlaubte. „Absolut unnötig, aber verdient.“ Dabei schaute er auf sein Handy und wollte sich gar nicht ausmalen, was im Falle eines Sieges noch möglich gewesen wäre. „Immerhin haben wir in diesem Punkt Klarheit. Nach oben geht nichts mehr.“

Im Nachhinein war es gar nicht gut, dass Manuel Beyer den TuS Hiltrup bereits nach vier Minuten in Führung geköpft hat. Denn mit dem raschen 1:0 im Rücken dachte so mancher der „Blauen“, der Gegner lasse sich quasi im Spaziergang besiegen. Was in der ersten Halbzeit noch nach Sieg aussah, wurde nach dem Wechsel immer unansehnlicher. Die Hiltruper hatten im Mittelfeld das Kommando dem Gast überlassen, bekamen keinen Zugriff mehr, ließen die Ordnung und erst recht die Souveränität vermissen und sahen sich plötzlich mit 1:2 im Hintertreffen.

Daniel Jaspert (58.) und Armin Mehovic (67.) waren die Herren, die dem TuS den Zahn zogen. Zuerst per Kopf, dann mit dem Fuß. Dabei musste das noch gar nicht die endgültige Entscheidung sein. Dachten sich auch die Hiltruper, die ihrerseits ihr Glück vor dem gegnerischen Kasten versuchten, aber nicht bekamen. Guglielmo Maddente und Patrick Gockel trafen den Pfosten, Janik Bohnen die Latte. David Lauretta und Bohnen fanden ihren Meister im Beckumer Schlussmann Christos Tarambuskas, und erneut Bohnen ließ eine „Hundertprozentige“ liegen. „Vor einer Woche hatten wir Glück, das uns jetzt gefehlt hat. Aber wir haben es auch nicht verdient“, kam es gewohnt ehrlich von TuS-Trainer Carsten Winkler. „Beckum steckt im Abstiegskampf. Und das Wort sagt doch alles. Leider haben wir den Kampf nicht angenommen. Solche Gegner liegen uns ja offensichtlich nicht.“

Weil eben nicht jeder den letzten Schritt tat, so manchen Zweikampf mied, eher zurückzog als hinhielt und insgesamt nicht aussah wie jemand, der unbedingt gewinnen will. Den Beckumern war es nur recht. Sie lagen sich nach dem Abpfiff in den Armen und freuten sich über wichtige Punkte. Und sie ließen sich von dem Häuflein der letzten Anhänger feiern. Zwei Fans waren sogar in voller Montur erschienen: mit Teamjacke, Kappe und Schal, einen sogar am Handgelenk. TuS: D. Wiethölter – Kleine-Wilke (59. Lauretta), J. Wiethölter, Lambert, Finkelmann – Gockel (75. Castro), Blesz – Maddente, Fromme (75. Ahmer) – Bohnen, Beyer

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