Fußball: 3. Liga
Alles spricht im Nachbarschaftsduell gegen SF Lotte für den VfL Osnabrück

Osnabrück/Lotte -

Auf neun Punkte Vorsprung vor dem Zweiten davonziehen kann der VfL Osnabrück am Montagabend, wenn er das Nachbarschaftsduell gegen die Sportfreunde Lotte gewinnt. Dabei spricht eigentlich ohnehin alles für den Spitzenreiter.

Sonntag, 31.03.2019, 20:40 Uhr aktualisiert: 31.03.2019, 20:52 Uhr
Bashkim Ajdini (links), hier im Hinspiel gegen Jeron Al-Hazaimeh, ist einer der wenigen Osnabrücker, der von einem Derby spricht.
Bashkim Ajdini (links), hier im Hinspiel gegen Jeron Al-Hazaimeh, ist einer der wenigen Osnabrücker, der von einem Derby spricht. Foto: Mrugalla

Nein, es gibt nun wirklich nicht viel, das für die Sportfreunde Lotte spricht. Der VfL Osnabrück spielt erfolgreich, strotzt vor Selbstvertrauen und kann nach der Niederlage des Karlsruher SC den Vorsprung auf neun Zähler vor dem Zweitplatzierten ausbauen. SF Lotte läuft seit einiger Zeit der Normalform hinterher, hat in den zehn Spielen in diesem Jahr erst sieben Mal getroffen und erspielte sich überhaupt keine bis ganz wenige Torchancen heraus. Gegen den VfL gab es zudem noch nie einen Sieg (zwei Remis, drei Niederlagen). Es spricht also alles für Lila-Weiß im Nachbarschaftsduell am Montagabend. Oder doch nicht?

VfL-Verteidiger Bashkim Ajdini ist einer der ganz wenigen Osnabrücker, der von einem „echten Derby“ spricht. Und da würden, um eine bekannte Floskel zu bemühen, eigene Gesetze gelten. Ajdini muss es wissen. Er machte in dieser Saison nicht nur als einziger Osnabrücker alle Punktspiele mit, er war auch in allen bisherigen „Derbys“ dabei. „Wir haben noch lange nicht gewonnen“, warnt der 26-Jährige. „Wir müssen voll fokussiert sein und in dieses Spiel gehen wie in jedes andere auch.“ In jedem Fall zollt er den Sportfreunden Respekt: „Was in Lotte auf die Beine gestellt wurde, hat meine persönliche Anerkennung. Wir haben dieses Spiel noch lange nicht gewonnen.“

Trainer Daniel Thioune weist jeden Ansatz, seine Mannschaft könnte angesichts der aktuellen Lage den Gegner unterschätzen, von sich. „Lotte wird mit einer hohen Intensität ins Spiel gehen“, ist er überzeugt. „Die geben Vollgas. Wenn wir nicht dagegenhalten, wird es schwierig. Wir können die gleiche Intensität einbringen. Dann bin ich überzeugt, dass wir unseren derzeitigen Flow fortsetzen.“

Trotz der Offensivprobleme der Sportfreunde scheint sich ein 0:0 wie im Hinspiel wohl nicht zu wiederholen. Beide Clubs wollen die Flucht nach vorne antreten, um möglichst drei Punkte einzufahren. Lotte tritt allerdings mit einigen personellen Problemen an der Brücke an. Mit Patterson Chato (Gelb-Rot) und Michael Schulze (muskuläre Probleme) fällt das defensive Zen­trum aus. Auch der Einsatz von Adam Straith (Jochbeinbruch) ist nicht sicher. Er wird am Dienstag operiert. Im besten Fall kann er mit einer Maske heute und am Samstag gegen Uerdingen spielen. Das entscheidet sich aber jeweils erst kurzfristig. Nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre ist Matthias Rahn wieder dabei.

Während Daniel Thioune auf dieselbe Startelf bauen kann wie beim 3:1-Sieg in Kaiserslautern, muss SFL-Coach Nils Drube improvisieren. Im Defensivbereich muss er seine Elf ohnehin umbauen. Wahrscheinlich erhalten Jonas Hofmann und Tim Wendel für Schulze und Chato eine Chance. Wechsel dürfte es aber auch auf den Flügelpositionen geben, da gegen Braunschweig von dort keinerlei Gefahr ausgegangen war.

VfL Osnabrück: N.-J. Körber - Ajdini, Susac, Trapp, Engel - Blacha, U. Taffertshofer - Heider, Alvarez, Tigges - Pfeiffer.

SF Lotte : Kroll - Langlitz, Rahn, Straith, Al-Hazaimeh - Reimerink, Wendel, Hofmann, Oesterhelweg - Jovic, Wegkamp

Anstoß : Montag, 19 Uhr, Bremer Brücke

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart). Der 34-Jährige leitete bisher drei Spiele mit VfL-Beteiligung. An keines erinnern sich die Lila-Weißen gern. Gegen Magdeburg (0:2) und Paderborn (0:5) gab es jeweils Niederlagen. Im DFB-Pokalspiel gegen RB Leipzig im August 2015 kam es beim Stand von 1:0 für den VfL nach einem Feuerzeugwurf zum Abbruch. Einmal hatten es die Sportfreunde mit Petersen zu tun. Am 24. September 2016 verloren sie 0:2 in Halle.

VfL-Gelbsperren drohen : Ouahim (4), Taffertshofer (4).

SFL-Gelbsperren drohen : Chato (4), Karweina (4), Oesterhelweg (4), Rahn (9).

Nächstes VfL-Spiel: Sonntag, 7. April (14 Uhr, Bremer Brücke), gegen Eintracht Braunschweig.

Nächstes SFL-Spiel : Samstag, 6. April (14 Uhr Frimo-Stadion), gegen KFC Uerdingen.

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