Fußball: 3. Liga
Sportfreunde-Kapitän Adam Straith: „Lotte bleibt in der 3. Liga“

Lotte -

Adam Straith ist fest vom Klassenerhalt der Sportfreunde Lotte überzeugt. Der Kapitän und Abwehrchef droht jedoch auszufallen. Er hat sich einen Bruch der Kiefernhöhle zugezogen und wurde am Dienstag operiert. Dennoch möchte er wie in Osnabrück am Samstag mit eine Maske auflaufen.

Mittwoch, 03.04.2019, 15:22 Uhr aktualisiert: 04.04.2019, 15:06 Uhr
Adam Straith hat sich gegen Braunschweig einen Bruch der Kiefernhöhle zugezogen. Gegen Osnabrück spielte er mit einer Maske, am Dienstag wurde er operiert. Fraglich ist, ob Straith am Samstag gegen Uerdingen wird auflaufen können.
Adam Straith hat sich gegen Braunschweig einen Bruch der Kiefernhöhle zugezogen. Gegen Osnabrück spielte er mit einer Maske, am Dienstag wurde er operiert. Fraglich ist, ob Straith am Samstag gegen Uerdingen wird auflaufen können. Foto: Mrugalla

Er ist einer konstantesten Spieler der Sportfreunde Lotte , Kapitän und Abwehrchef. Eigentlich ist Adam Straith nicht zu ersetzen. Gegen Eintracht Braunschweig zog er sich nach einem Zusammenprall einen Bruch der Kiefernhöhle zu. In Osnabrück spielte er mit einer Maske. Am Dienstag wurde er operiert. Dennoch möchte der Kanadier am Samstag gegen den KFC Uerdingen wieder auflaufen. Ist das möglich. Über die OP, die aktuelle Lage der Sportfreunde und seine Zukunftspläne sprach Sportredakteur Alfred Stegemann mit Adam Straith.

Hallo Herr Straith, zu allererst, wie ist die Operation am Dienstag verlaufen?

Adam Straith: Erfolgreich. Der Arzt sagte, dass es keine Komplikationen gab.

Was wurde denn genau gemacht?

Straith: Es gibt zwei verschiedene Brüche, ein Nerv ist auch betroffen. Es wurde geschraubt, zudem hat man mir eine Platte eingesetzt. Damit muss ich jetzt ein Jahr leben. Dann wird geschaut, wie es weitergeht.

Wann können Sie wieder spielen oder sind Sie gar am Samstag gegen Uerdingen schon wieder dabei?

Straith: Das ist mein Ziel. Problem ist allerdings, dass mein Gesicht stark geschwollen ist. Diese Schwellung muss abklingen, sonst passt die Maske nicht. Ohne Maske kann ich nicht spielen. Ich hoffe, dass alles gutgeht. Tragen werde ich die Maske aber ohnehin bis zum Saisonende.

Sie und Matthias Rahn haben zuletzt mehrfach mit Kopfverband gespielt. Ist diese Saison härter als die vergangenen oder hängen Sie sich einfach mehr rein?

Straith: Härter nicht, aber unglücklicher. Ich glaube, wir beide haben bereits drei Mal einen gegnerischen Ellenbogen ins Gesicht bekommen. In der 3. Liga werden eben häufig hohe Bälle geschlagen. Und gerade wir als Innenverteidiger gehen besonders oft hoch zum Kopfball. Natürlich knien wir uns auch immer richtig rein.

Sie sind also durchaus als harte Hunde zu bezeichnen.

Straith: Das ist doch unser Job. Eine kämpferische Mentalität sollte bei jedem Abwehrspieler vorhanden sein. Ich glaube, dass jeder Innenverteidiger in seiner Karriere schon mal mit einem Turban oder einer Maske gespielt hat.

Sie sind eine der konstantesten Spieler von Lotte, sind 28 Jahre alt. Welche Ziele haben Sie noch im Fußball, träumen Sie von der 2. Liga?

Straith: Natürlich habe ich noch Ziele. Mein Traum ist es, auf bestem Niveau so hoch wie möglich zu spielen. Das kann in Lotte sein, dass kann aber auch in der 2. Liga sein. Käme ein Angebot aus der 2. Liga, würde ich mich sicherlich damit beschäftigen. Derzeit kümmere ich mich aber nicht darum, sondern denke nur an SF Lotte.

Wie steht es um Ihre Karriere in der Nationalmannschaft von Kanada?

Straith: Ich war jahrelang dabei, habe 43 Länderspiele. Seit dem Trainerwechsel vor eineinhalb Jahren wurde ich nicht mehr eingeladen. Aber, auch das ist ein Ziel, hoffe ich, wieder nominiert zu werden. Ich freue mich immer darüber, für mein Land spielen zu können.

Kommen wir zu den Sportfreunden: Anfang März hatten Sie acht Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Jetzt sind es nach vier Niederlagen und einem Remis in den zurückliegenden fünf Spielen nur noch zwei. Steckt die Mannschaft in einer Krise?

Straith: Die Ergebnisse passen nicht, das stimmt. Von einer Krise würde ich nicht sprechen. Wir waren nie hoffnungslos unterlegen, haben immer mitgehalten, waren auf Augenhöhe. Auch am Montag in Osnabrück. Wir sind Anfang März nicht abgehoben und geraten jetzt nicht in Panik. Wir haben immer gesagt, dass es bis zum letzten Spieltag eine enge Kiste bleiben wird.

Was müssen Sie tun, um wieder bessere Ergebnisse abzuliefern?

Straith: Die letzten Spiele gab es immer Momente und Kleinigkeiten, die entscheidend waren und zu unseren ungunsten ausgefallen sind. Ob es die Platzverweise waren oder der Elfmeter für Fortuna Köln in der 97. Minute. Viele Entscheidungen waren ungünstig. Ich will aber nichts auf die Schiedsrichter schieben. Wir müssen es einfach hinkriegen, cleverer zu agieren. Man bekommt in dieser Liga nichts geschenkt. Da liegt es an uns, immer und bis zur letzten Minute die Konzentration hochzuhalten. Das müssen wir schaffen, dann sprechen die beschriebenen Kleinigkeiten auch mal für uns.

Das wird schwer werden. Am Samstag gegen KFC Uerdingen fallen Lars Dietz, Matze Rahn, Michael Schulze, und vielleicht Tim Wendel und Sie aus. Wie wollen Sie ihr da hinten dicht halten?

Straith: Wir haben es ja schon mehrfach geschafft, Ausfälle zu kompensieren. Wir haben ja noch Alternativen. Thomas Blomeyer wurde gegen Jena ins kalte Wasser geworfen und hat es sehr gut gemacht. Auch andere Spieler können jederzeit einspringen.

Sie haben 36 Punkte und noch sieben Spiele. Was glauben Sie, wie viele Punkte benötigen Sie noch?

Straith: Das kann ich nicht sagen. Es ändert sich ja jede Saison. Darüber machen wir uns auch keinen Kopf, sondern konzentrieren uns nur auf Samstag. Wenn wir dann so spielen wie in Osnabrück, werden wir wieder punkten.

In welcher Liga spielt Lotte kommende Saison?

Straith: Wir stehen immer noch über dem Strich. Vor der Saison galten wir als Abstiegskandidat Nummer eins. Und wir haben es selbst in der Hand, den Klassenerhalt zu schaffen. Deshalb, ja, Lotte spielt auch nächste Saison in der 3. Liga.

Ist Adam Straith dann noch dabei, ihr Vertrag läuft ja am Saisonende aus?

Straith: Das kann ich nicht beantworten. Es gab noch keine Gespräche. Das ist auch nicht schlimm. Wir haben derzeit andere Baustellen. Wir werden uns später unterhalten. Ich fühle mich wohl in Lotte. Die Sportfreunde sind mein erster Ansprechpartner.

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