Fußball: 3. Liga
1:3 gegen KFC Uerdingen: Sportfreunde Lotte nicht drittligareif

Lotte -

Das war enttäuschend, das war schwach, das war einfach nicht drittligareif. Mit 1:3 (0:3) mussten sich die Sportfreunde Lotte am Samstagnachmittag dem KFC Uerdingen geschlagen geben und kassierten damit die vierte Heimniederlage in Folge. Und die war nach einer schwachen Leistung absolut verdient.

Samstag, 06.04.2019, 15:47 Uhr aktualisiert: 06.04.2019, 16:03 Uhr
Jaroslaw Lindner (am Ball), der sich hier gegen Uerdingens Manuel Konrad durchsetzt, erzielte zwar das 1:3, zu mehr reichte es für die Sportfreunde aber nicht.
Jaroslaw Lindner (am Ball), der sich hier gegen Uerdingens Manuel Konrad durchsetzt, erzielte zwar das 1:3, zu mehr reichte es für die Sportfreunde aber nicht. Foto: Frank Diederich

Quo vadis, Sportfreunde Lotte ? Der neutrale Zuschauer würde wohl antworten, auf direktem Weg Richtung Regionalliga. Eine Leistung wie sie die Blau-Weißen am Samstagnachmittag gegen den KFC Uerdingen boten, lässt in der Tat auch keinen anderen Schluss zu. Mit 1:3 (0:3) ließen sie sich von einem Gegner abkochen, der in diesem Jahr noch nichts Produktives zustande brachte und zuvor zwölfmal sieglos geblieben war. Das Tragische dabei: Auch am Samstag bot Uerdingen keine überragende Leistung, sondern wurde von harmlosen und Fehler produzierenden Sportfreunden regelrecht eingeladen. Die kassierten damit die vierte Heimneiderlage in Serie.

Allen drei Gegentreffern im ersten Durchgang gingen dicke Abwehrpatzer voraus. Zudem ließen die Hausherren den unbedingten Willen vermissen, den sie noch in Osnabrück an den Tag gelegt hatten. Am Samstag gab es in allen Mannschaftsteilen zu viel Leerlauf. Sicher waren die vielen durch Sperren und Verletzungen erzwungenen Änderungen ein Grund, die dürfen aber nicht ursächlich sein für den insgesamt enttäuschenden Auftritt der Hausherren. Erst nach dem Anschlusstreffer von Jaroslaw Lindner versuchten sie so etwas wie Druck aufzubauen. Doch dar war es schon zu spät.

SFL-Coach Nils Drube hatte vier Änderungen vorgenommen und wartete mit einigen Überraschungen in der Startelf auf. Die größte: Gerrit Wegkamp saß erstmals seit seinem Wechsel nach Lotte auf der Bank. Sascha Härtel (Muskelverletzung), Lars Dieetz (Gelb-Rot) und Matthias Rahn (10. Gelbe) mussten passen. Dafür spielten Thomas Blomeyer in der Innenverteidigung, Patterson Chato im defensiven Mittelfeld, Jaroslaw Lindner auf dem Flügel und Toni Jovic im Angriff von Beginn an.

Bei den Gästen verzichtete Trainer Frank Heinemann zunächst auf Sturmtank Adriano Grimaldi. Der KFC hatte in diesem Jahr noch kein Spiel gewonnen, in den zwölf Spielen zuvor gerade einmal vier Pünktchen geholt (vier Unentschieden).

Von Verunsicherung war bei den Blau-Roten aber nichts zu spüren. Sie nahmen von Beginn an das Heft in die Hand und lagen schon nach sechs Minuten vorne – mit Unterstützung der Sportfreunde. Nach einem Einwurf in Höhe des eigenen Strafraums rutscht der für Matthias Rahn gekommen Blomeyer aus. Maximilian Beister bedankt sich, nimmt den Ball und vollendet zur frühen Führung der Gäste. Fortan liefen die Sportfreunde, wie so oft zuletzt, einem Rückstand hinterher. In der 20. Minute hätte es fast 0:2 gestanden. Stefan Aigner spazierte, ohne angegriffen zu werden, durch die SFL-Deckung. Per Fußabwehr klärte Keeper Steve Kroll, der am Donnerstag Vater eines Sohnes geworden war, in höchster Not. In der 27. Minute war er dann machtlos. Woieder ging dem Gegentreffer ein dicker Patzer voraus. diesmal war es Adam Straith, der unbedrängt enen Kopfball direkt vor die Füße von Connor Krempicki setzte. Der nahm Maß und vollendete aus 18 Metern zum 0:2. Nur vier Minuten später hätte es eigentlich 0:3 heißen müssen. Nach einem Konter und einem erneuten Abwehrfehler tauchte Rodriguez Araya frei vor Kroll auf, der wieder auf dem Posten war. Das fiel dann in der 40. Minute Nach einer Ecke von Beister kam Mario Arb umringt von vier Sportfreunden frei zum Kopfball und vollendete zum 0:3.

Und die Sportfreunde? Von der in Osnabrück an den Tag gelegten Leidenschaft war nicht viel spüren. Stattdessen machte sich große Verunsicherung bereit. Keine Frage, in der ersten halben Stunde standen die Hausherren völlig neben den Schuhen. Für halbwegs Gefahr sorgten sie höchstens durch Freistöße von Maximilian Oesterhelweg. Das gellende Pfeifkonzert der Zuschauer beim Gang in die Kabinen, es war verständlich.

Auch die zweite Halbzeit bot zunächst keine Besserung. Erst mit dem Anschlusstreffer von Jaroslaw Lindner (56.) wurden die Sportfreunde wacher. Vielversprechend waren die Angriffsbemühungen aber nicht. Im Gegenteil, ein 1:4 war letztlich realistischer als der 2:3-Anschlusstreffer. Unter dem Strich war diese Leistung der Sportfreunde nicht drittligareif.

SF Lotte : Kroll - Langlitz (74. Drinkuth), Blomeyer, Straith, Al-Hazaimeh - Wendel (80. Karweina), Chato - Oesterhelweg (42. Wegkamp), Hofmann, Lindner - Jovic.

KFC Uerdingen : Benz - Großkreutz (76. Bittroff), Erb, Lukimya, Dorda - Konrad, Krempicki, Matuschyk (23. Pflücke) - Beister, Aigner, Rodriguez (65. Grimaldi).

Tore : 0:1 Beister (6.), 0:2 Krempicki (27.), 0:3 (40. Erb), 1:3 Lindner (56.). - Schiedsrichter: Michael Bacher (28, Amerang-Kirchensur). - Gelbe Karten : Langlitz, Hofmann, Straith - Erb, Krempicki, Aigner, Beister - Zuschauer : 1633.

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