Fußball: Kreisliga A Beckum – der 24. Spieltag
Westfalia Vorhelm macht gegen Wadersloh großen Schritt in falsche Richtung

Ahlen -

Trainer Oliver Glöden sprach von einem klaren Rückschritt. Westfalia Vorhelm hat daheim gegen TuS Wadersloh eine klare Niederlage bezogen. Die Liste der Defizite war nicht gerade kurz.

Sonntag, 07.04.2019, 18:28 Uhr aktualisiert: 07.04.2019, 19:22 Uhr
Bedient: Westfalia Vorhelms Christian Schmidt war ebenso wie seine Mannschaftskollegen nicht gerade von der 2:4-Heimpleite gegen den TuS Wadersloh angetan.
Bedient: Westfalia Vorhelms Christian Schmidt war ebenso wie seine Mannschaftskollegen nicht gerade von der 2:4-Heimpleite gegen den TuS Wadersloh angetan. Foto: Lars Gummich

Auf den ersten Schritt zurück Richtung Top vier aus der Vorwoche sollte für die A-Liga-Fußballer von Westfalia Vorhelm der Zweite folgen. Doch anstatt weiter Plätze gut zu machen, fehlte es dem Tabellensiebten im tabellarischen Nachbarschaftsduell mit dem TuS Wadersloh einfach am nötigen Willen. Das verdiente Endresultat: 4:2 (2:2) für die hart arbeitenden Gäste und damit ein Dämpfer für die Vorhelmer, die auf Platz acht abgerutscht sind.

„Wir sind zu keinem Zeitpunkt im Spiel gewesen. Wir haben nie stattgefunden“, bemängelte Trainer Oliver Glöden . „Wadersloh hat dagegen eine viel höhere Laufbereitschaft an den Tag gelegt und eine bessere Zweikampfführung gehabt. Da war nicht mehr drin für uns“, schob der Westfalia-Übungsleiter anerkennend hinterher.

Eigentor verursacht Rückstand

Das machte sich auch sofort zu Beginn bemerkbar, als die Gäste durch Daniel Bücker nach 13 Minuten in Führung gingen. Mit viel Glück gelang den Gastgebern 20 Zeigerumdrehungen später der Ausgleich: Ein lang von der Mittelinie getretener Freistoß fand im Gäste-Strafraum zuerst keinen Abnehmer, rutschte durch und landete dann bei Tristan Paul , der das Spielgerät gekonnt im gegnerischen Gehäuse zum 1:1 versenkte (33.).

Fußball-Kreisliga-A-Beckum: Westfalia Vorhelm – TuS Wadersloh 2:4

1/37
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich
  • Foto: Lars Gummich

Vier Minuten später gingen die Vorhelmer sogar in Führung, als eine eigentlich harmlose Flanke von Tristan Paul von Wadersloh-Akteur Simon Große Wienker beim unbedrängten Klärungsversuch in die eigenen Maschen verfrachtet wurde. „Der haut klassisch über den Ball. Eigentlich war das keine Torchance“, kommentierte Glöden das glückliche 2:1 für seine Mannschaft.

Läuferisch klar unterlegen

Im direkten Gegenzug fiel allerdings der abermalige Ausgleich für die Gäste. Dieses Mal war Vorhelms Johannes Kraskes der Pechvogel, der den Ball beim Versuch, das Gegentor zu verhindern, unter die Latte drosch. Von dort sprang die Kugel in den eigenen Kasten (39.).

„Im zweiten Durchgang waren wir etwas besser im Spiel drin als noch vor der Pause. Läuferisch waren wir aber immer noch deutlich unterlegen“, berichtete Glöden. Bei Wadersloh hätten am Ende mehrere Spieler Krämpfe gehabt. „Die hatten einfach mehr Biss.“ Das schlug sich nach dem Seitenwechsel auch schnell in Toren nieder. Einen Konter schloss Felix Große Wienker zum 3:2 für den Tabellensechsten ab (56.). Daniel Bücker erhöhte wenig später auf 4:2 (72.). Davin Wöstmann und Simon Brehe hatten danach noch Möglichkeiten zum Anschlusstreffer, scheiterten aber beide.

Zwei Spiele binnen vier Tagen

„Für uns war das ein Rückschritt. Die Einstellung und Einsatzbereitschaft haben einfach nicht gepasst. Wir haben jetzt nicht viel Zeit und müssen uns strecken, um zurück in die Erfolgsspur zu kommen“, befand Oliver Glöden. Am Donnerstag gastieren die Vorhelmer zum Nachholspiel in Benteler, am Sonntag steht das Derby in Enniger an.

Vorhelm: Reinke – Kraskes, Schmitz (69. Lüning), Schmidt, Brehe (73. Pörschke), Müller, Braun, Paul, Gerdhenrich, Wöstmann, Bergedieck

Die weiteren Partien des 24. Spieltags im Überblick

SV Neubeckum – SV Benteler 3:0

Eine Halbzeit lang taten sich die Gastgeber, die in der Vorwoche nach der 2:3-Pleite gegen Walstedde auf den dritten Rang abgerutscht waren, gegen den Tabellenvorletzten schwer. Kurz nach dem Wiederanpfiff schoss Luis Einhoff seine Farben aber in Front (46.). Daniel Schaschkewitz per Strafstoß (81.) und Leon Schmidt (90.+2) machten mit ihren beiden Treffern dann alles klar für den SVN. Benteler beendete die Partie nach einem Platzverweis (80.) nur zu zehnt.

SC Roland Beckum II – ASK Ahlen 3:2

Den frühen Rückstand durch Robert Mainka (11.) konnte Ahlens Sinan Okan noch ausgleichen (20.). Danach pennte die von Serkan Aldemir gecoachte Truppe aber gleich zwei Mal und geriet noch vor der Pause mit 1:3 – Hakan Cetinkilic traf doppelt für Roland (28./34.) – in Rückstand. „Nach dem Seitenwechsel spielen wir die beste zweite Halbzeit in dieser Rückrunde“, lobte Aldemir seine Truppe. „Das war einfach weltklasse. Die Jungs haben ein super Spiel gemacht.“ Nur: In Zählbares münzten die Ahlener ihre Überlegenheit nicht um. Ercan Kayacan, Sinan Okan und Engin Bak ließen ihre „500-prozentigen“ Chancen liegen. Lediglich zum 2:3 durch Sinan Okan reichte es für den Tabellenvierten noch (64.). „Schade, dass wir die Leistung nicht krönen konnten“, bemerkte ein dennoch zufriedener Aldemir.

Germania Stromberg – SpVg Oelde 1:0

Lange mussten die Zuschauer dieser Begegnung auf ein Tor warten. Denn erst in der 82. Minute gelang Steven David James der doch etwas überraschende Siegtreffer für die Hausherren. Stromberg macht durch den Erfolg einen Platz gut und belegt nun Rang 13. Oelde bleibt Neunter.

Ahlener SG – Fortuna Walstedde 1:2

Die Ahlener SG war ganz nah an ihrem zweiten Zähler in dieser Spielzeit. Doch ein von Tobias Ophaus direkt verwandelter Freistoß in der zweiten Minute der Nachspielzeit machte alle Hoffnungen der Gastgeber, die nach einer Roten Karte an Kaan Kodas (64.) fast 30 Minuten in Unterzahl agierten, zunichte. Zuvor hatte Thorsten Ernst den Tabellenzweiten in Führung geschossen (21.). Mike Richter glich nach einem Fehlpass der Fortunen noch vor dem Pausentee aus (42.). „Das war haarscharf. Walstedde war zwar feldüberlegen, aber viel zugelassen haben wir nicht“, berichtete Peter Kriesche. „Wir haben uns bis zur 92. Minute den Ar… aufgerissen. Die Jungs haben eine tolle Moral gezeigt“, ergänzte der Sportliche Leiter der ASG. „Nur leider haben wir wieder nichts für die Habenseite verbuchen können.“

Westfalen Liesborn – RW Vellern 8:1

Eine Machtdemonstration zeigte der Tabellenführer auf heimischem Geläuf gegen den Aufsteiger aus Vellern. Bereits zur Pause führten die Liesborner durch Treffer von Frederik Holtmann (25.) und zwei Mal Rene Wessels (31./ 33.) mit 3:0. In der zweiten Halbzeit legten Niclas Schramme (57./60.), Alexander Kampmann (73.), erneut Wessels (78.) und Stefan Henke (90.) weitere fünf Tore nach. Andreas Skurski traf zum zwischenzeitlichen 1:4 für die Gäste (59.).

Vorwärts Ahlen – SuS Enniger 2:1

„Das war eine ganz knappe Kiste. Wir waren grottenschlecht und haben uns an Enniger die Zähne ausgebissen“, kommentierte Vorwärts-Coach Volker Laabs den glücklichen Erfolg. „Meine Mannschaft war gar nicht wiederzuerkennen. Ich dachte schon, die hätten alle ein BVB-Trikot drunter. So vorsichtig wie die gespielt haben“, sparte der Übungsleiter nicht mit Kritik. Die Konsequenz: Das 1:0 für die Gäste durch Marc Jüttemeier (30.). Noch bitterer für die DJK: Die Gelb-Rote Karte für Robert Kroll (32.). Nach der Pause stellte Laabs auf eine Dreierkette um. Das machte sich schnell bemerkbar. Einen Strafstoß verwandelte Björn Weber zum 1:1 (51.). Zuvor sah ein Ennigeraner die Rote Karte (50.). Kurz vor dem Abpfiff gelang Stefanos Dontsis dann der Lucky-Punch für die Vorwärtsler (89.).

Germania Lette – Aramäer Ahlen 2:2

Bis zur Pause keinen Ersatzspieler auf der Bank, ab der 27. Minute mit Recep Tas einen Keeper, der nicht mehr ordentlich laufen konnte und mit Christian Maschinski einen Übungsleiter, der 90 Minuten durchspielen musste: Die Bedingungen für Aramäer Ahlen in Lette waren bescheiden. Doch das machte die Truppe durch eine „überragende kämpferische“ Leistung (Maschinski) wieder wett. „Das war von der Einstellung 110 Prozent – richtig klasse“, honorierte Christian Maschinski. Merter Erduvan besorgte die Führung für die Ahlener (6.), die Nils Meisterernst kurz vor dem Halbzeitpfiff ausglich (43.). Nach dem Wiederanpfiff schoss Alexander Klinnert die Hausherren in Front (55.). Erneut Erduvan setzte mit dem 2:2 den Schlusspunkt (80.). Die Ahlener hätten sogar noch gewinnen können, doch Stefan Wegmann verschoss einen Elfmeter.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6526322?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F192%2F
Grippewelle erreicht Münsterland
Influenza-Fallzahlen sprunghaft gestiegen: Grippewelle erreicht Münsterland
Nachrichten-Ticker