Fußball: 3. Liga
Das Unternehmen Klassenerhalt beginnt für SF Lotte und Atalan

Lotte -

„Auf geht‘s Isi!“ dürfte manch ein Fan der Sportfreunde Lotte dem neuen Trainer Ismail Atalan bei seiner ersten Station am Samstag in Aalen kräftig die Daumen drücken. Der neue Trainer hat vor dem Spiel vor allem viele Einzelgespräche geführt.

Freitag, 12.04.2019, 18:45 Uhr aktualisiert: 12.04.2019, 19:36 Uhr
Jaroslaw Lindner, der beim 1:1 im Hinspiel zu überzeugen wusste, spielt in den Planungen von Ismail Atalan eine wichtige Rolle.
Jaroslaw Lindner, der beim 1:1 im Hinspiel zu überzeugen wusste, spielt in den Planungen von Ismail Atalan eine wichtige Rolle. Foto: Mrugalla

Es ist ein „Sechs-Punkte-Spiel“. Ohne Wenn und Aber. Zwar wäre bei einer Niederlage noch nicht alles verloren und bei einem Sieg noch nicht wirklich etwas gewonnen, doch egal wie es ausgeht, die Partie am Samstagnachmittag beim VfR Aalen wird für die Sportfreunde Lotte ein deutlicher Fingerzeig sein, in welche Richtung es geht. Beim Club vom Autobahnkreuz setzt man natürlich darauf, dass der neue Trainer Ismail Atalan für zusätzlichen Schub sorgt.

„Den Klassenerhalt zu schaffen wird eine knallharte Aufgabe für uns. Schon am Samstag wird es richtig schwer werden“, will Atalan die Erwartungen nicht zu hoch wachsen lassen. Er kann ohnehin nicht verstehen, warum VfR Aalen so große Probleme hat. „Die Mannschaft hat individuell unheimlich starke Spieler in ihren Reihen mit einer sehr hohen Qualität. Die gehören definitiv nicht da unten hin.“ Zwar hat der Club aus Baden Württemberg die rote Laterne inne, sich aber noch nicht aufgegeben, wie der Erfolg vergangene Woche auf dem Betzenberg in Kaiserslautern zeigt.

Bei einem weiteren Sieg am Samstag wären es nur noch drei Punkte bis zu den Sportfreunden Lotte. Dann wäre wieder alles möglich. „Wenn ich in die Gesichter der Spieler schaue, ist mir klar, dass der Wille da ist, es unbedingt schaffen zu wollen“, sagt Präsidiumsmitglied Hermann Olschewski. Merkwürdig ist allerdings, dass der VfR seine drei einzigen Siege in diesem Jahr allesamt gegen Spitzenmannschaften erzielt, gegen Teams aus dem Tabellenkeller aber höchstens einfach gepunktet hat. Dennoch, in der Ostalb glaubt man wieder an sich.

Ich muss die Kabine verstehen.

Ismail Atalan

Das macht die Aufgabe für die Sportfreunde nicht leichter. Die haben sich nach einer Trainingseinheit gestern Vormittag auf den Weg gen Süden gemacht. Bis dahin hatten Chefcoach Ismail Atalan und sein Co. Joe Laumann damit zu tun, Mannschaft und Spieler kennenzulernen. „Ich muss die Kabine verstehen“, erklärt Atalan, „dann kann ich auch die Qualität eines jeden einzelnen Spielers besser einordnen.“ Deshalb standen zuletzt Einzelgespräche im Vordergrund. „Wir haben ausgiebig mit jedem einzelnen Spieler gesprochen“, versichert Atalan.

Der 39-Jährige bevorzugt das Offensivspiel und hohes Pressing. Seine Spielidee muss aber zum vorhandenen Kader passen. „In so einer Situation bestimmt nicht unbedingt der Trainer das System, sondern die Spieler“, sagt der 39-Jährige.

Von den Langzeitverletzten abgesehen muss nur Michael Schulze (muskuläre Probleme) weiterhin passen. Toni Jovic (Pferdekuss), Noah Awassi und Thomas Blomeyer (beide muskuläre Probleme) trainierten zuletzt nur eingeschränkt, dürften aber auflaufen können. Einen Stamm von sieben, acht Akteuren hat Atalan im Kopf. Dazu dürften sicherlich Steve Kroll, Alexander Langlitz, Matthias Rahn, Adam Straith, Lars Dietz, Tim Wendel und Jaroslaw Lindner gehören. „Die anderen Positionen entscheiden sich jeweils von Spiel zu Spiel“, sagt Atalan.

Die Mannschaft ist willig.

Ismail Atalan

In jedem Fall stellt er sich vor seine neue Truppe: „Der erste Eindruck, den ich gewonnen habe, ist sehr positiv. Die Mannschaft ist willig.“ Zudem ist er überzeugt, dass der Klassenerhalt möglich ist: „Dass die Jungs es können, haben sie bewiesen. Sie haben bisher 36 Punkte geholt, haben alles in eigener Hand. Was zuletzt fehlte, war die Torgefährlichkeit. Daran haben wir intensiv gearbeitet, schnell ins letzte Drittel zu kommen. Dabei müssen wir immer alle Zonen besetzen, dürfen die Räume nicht zu groß werden lassen.“ In Aalen wird sich heute bereits zeigen, inwieweit die Mannschaft imstande ist, das umzusetzen.

VfR Aalen: Bernhardt - Ristl, Schoppenhauer, Rehfeldt, P. Funk - Fennell, Geyer - Bühler, Morys - Sliskovic, Schnellbacher.

SF Lotte: Kroll - Langlitz, Blomeyer, Straith, Al-Hazaimeh - Karweina, Chato, J. Hofmann, Oesterhelweg - Jovic, Wegkamp.

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