Fußball: 3. Liga
Wollitz kommt als „Freigänger“ nach Lotte

Lotte -

Das Innenraumverbot ist abgekaufen. „Pele“ Wollitz, Trainer des FC Energie Cottbus darf seine Mannschaft am Ostersonntag in Lotte (14 Uhr Frimo-Stadion) wieder coachen. Wollitz kommt somit als „Freigänger“ ans Autobahnkreuz (aktualisiert).

Mittwoch, 17.04.2019, 20:21 Uhr aktualisiert: 18.04.2019, 18:05 Uhr
Claus Dieter Wollitz, Trainer des FC Energie Cottbus, hat gerade eine Innenraumsperre abgesessen und darf am Sonntag in Lotte seine Elf wieder coachen.
Claus Dieter Wollitz, Trainer des FC Energie Cottbus, hat gerade eine Innenraumsperre abgesessen und darf am Sonntag in Lotte seine Elf wieder coachen. Foto: Mrugalla

Wollitz war nach dem Spiel gegen Zwickau, wo er eine Plexiglasscheibe zertrümmert hatte, von DFB für das Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am vergangenen Wochenende mit einem Innenraumverbot bestraft worden. Das brachte den impulsiven Trainer so richtig auf die Palme. In der Pressekonferenz vor dem Spiel („Die Handschellen sind mir gerade abgenommen worden, ich bin als Freigänger gekommen!“) beklagte Wollitz, dass er sich ungerecht behandelt fühle. „Ich fühle mich wie ein Schwerverbrecher. Weil wir mal Emotionen zeigen und dabei vielleicht auch über das Ziel hinaus schießen“, wird Wollitz von liga3-online zitiert.

Ob Wollitz am Sonntag in Lotte seine Emotionen wieder im Griff hat, wird vor Ort zu beobachten sein. Bei seinem ersten Besuch in Lotte als Trainer einer Gastmannschaft – damals in der Regionalliga mit Viktoria Köln – kam es zu einem handfesten Eklat, ausgelöst durch Fans des VfL Osnabrück. Nach dem 0:3 der Sportfreunde gegen die Kölner Anfang 2014 wurde die damals noch öffentliche abgehaltene Pressekonferenz nach dem Spiel von VfL-Anhänger massiv gestört und musste deshalb abgebrochen werden. „Wir sind Osnabrücker und Du nicht“, waren noch Beschimpfungen der harmloseren Art. die der Ex-VfL-Coach über sich ergehen lassen musste.

Mittlerweile haben sich die Gemüter vor allem in Osnabrück aber wohl wieder eindeutig beruhigt, wie auch das Gastspiel der Cottbuser vor Weihnachten in Osnabrück zeigte. Auch wenn es da noch vereinzelte Rufe gegen Wollitz gegeben hatte.

Der FCE Cottbus verpasste am vergangenen Wochenende den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz. Die 1:0-Führung durch Gjasula (80.) glichen die Gäste in der 89. Minute durch Löhmannsröben zum 1:1-Endstand aus. Cottbus verblieb auf Rang 18 und liegt vier Punkte hinter den Sportfreunden.

Nicht nur wegen des Abstiegskampfs steckt die Begegnung am Osterwochenende voller Brisanz. Die Sportfreunde sind heiß auf Revanche, glitt ihnen im Hinspiel doch noch eine 2:0-Führung aus den Händen. Oesterhelweg per Foulelfmeter und Wegkamp hatten die Blau-Weißen mit 2:0 in Führung gebracht. Freitas brachte Cottbus wieder ins Spiel, ehe Geissler in der 88. Minute sogar noch das 2:2 gelang. Zwei wichtige Punkte hatten die Sportfreunde, damals noch mit Nils Drube als Trainer, liegen gelassen.

Nach dem 2:1-Sieg am vergangenen Samstag, bei dem zum ersten Mal nach seiner Rückkehr Ismail Atalan die Mannschaft coacht, wollen die Sportfreunde diesen Erfolg Ostern möglichst mit dem zweiten Dreier in Folge vergolden. „Das wäre sehr wichtig“, sagte Atalan kurz nach dem Spiel in Aalen. „Es wird aber ein mental sehr anstrengendes Spiel“, erwartet der neue Trainer. Wie schon in Aalen liegt auch diesmal aber der größere Druck beim Gegner der Sportfreunde. Ein Niederlage wäre für die Gäste fatal, der Klassenerhalt würde für den Aufsteiger in weite Ferne rücken. Auf der anderen Seite könnte sich Lotte im ersten Heimspiel unter Rückkehrer Atalan sich gehörig Luft verschaffen.

Ob Hinspiel-Torschütze Gerrit Wegkamp dabei sein kann, ist noch fraglich. Wegkamp hatte sich in Aalen eine Gehirnerschütterung zugezogen und dazu noch einen Schlag auf den Fuß bekommen. Ab wann Michael Schulze wieder zur Verfügung steht, ist auch noch ungewiss. Ansonsten dürften Atalan alle Akteure bis auf die bekannten Langzeitverletzten zur Verfügung stehen.

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