Fußball: Oberliga Westfalen
Leg dich nicht mit Cihan an: RW Ahlen empfängt Eintracht Rheine

Ahlen -

In Herne hat Cihan Yilmaz jüngst seinen Wert für RW Ahlen unter Beweis gestellt. Gegen Eintracht Rheine dürfte der Leitwolf daher wieder in der Startelf stehen. Und es dürfte weitere Änderungen in der Anfangsformation geben.

Freitag, 26.04.2019, 16:10 Uhr aktualisiert: 30.04.2019, 16:21 Uhr
Oldie but Goldie: Trotz seiner fast 36 Jahre hat Cihan Yilmaz seinen Wert für RW Ahlen unlängst gegen Herne wieder unter Beweis gestellt. Ob der Leitwolf auch in der neuen Saison bleibt, ist aber noch nicht entschieden.
Oldie but Goldie: Trotz seiner fast 36 Jahre hat Cihan Yilmaz seinen Wert für RW Ahlen unlängst gegen Herne wieder unter Beweis gestellt. Ob der Leitwolf auch in der neuen Saison bleibt, ist aber noch nicht entschieden. Foto: Marc Kreisel

Ob Cihan Yilmaz in der nächsten Saison noch das Trikot von Rot-Weiß Ahlen, hat der Oberligist noch nicht bekanntgegeben. Dass er immer noch einen unschätzbaren Wert hat, hat der bald 36-Jährige allerdings jüngst beim 4:3-Erfolg bei Westfalia Herne einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Als Yilmaz nach einer Stunde eingewechselt wurde, lag RWA mit 2:3 am Schloss Strünkede zurück. Gerade mal zwei Minuten später hatte Ahlens türkischer Leitwolf den Ausgleich erzielt, und in der 84. Minute ohne Nerven vom Elfmeterpunkt dann noch den Siegtreffer oben drauf gesetzt.

Mit dem Leitwolf im Gespräch

Nicht umsonst adelte Trainer Christian Britscho seine Offensivkraft als Schlüsselspieler. „Cihan hat gezeigt, dass er gewillt und bereit ist und wie wichtig er für uns ist. Wir sind mit ihm in Gesprächen“, so Britscho. Offenbar hat der Verein seine Vorstellungen, die mit einer Gehaltsreduzierung einhergehen dürften , bereits vorgelegt. „Jetzt ist Cihan am Zug.“

Die Duell-Bilanz der beiden Teams.

Die Duell-Bilanz der beiden Teams.

Das dürfte auch für Sonntag (15 Uhr) das Motto sein. Denn in Anlehnung an eine bekannte Hollywood-Komödie mit Ben Stiller soll das auch im Wersestadion für die Gäste von Eintracht Rheine gelten: „Leg dich nicht mit Cihan an.“ Yilmaz, den Britscho in Herne zunächst eine Stunde auf der Bank Platz nehmen ließ, ist mit zwölf Treffern neben Marko Onucka Toptorschütze der Ahlener.

Leidenschaftliche Defensivarbeit

Er dürfte gegen den FCE vermutlich von Beginn an das Mandat erhalten. Womöglich kommt er aber auch wieder als Joker. „Beides ist für mich denkbar und hängt von vielen Faktoren ab. Es wird personell auf jeden Fall eine große Strickerei“, sagt Christian Britscho.

Schließlich fehlt Rene Lindner gelbgesperrt, zudem liegt Mehmet Kara flach. Also muss Britscho seine Elf umbauen. Daher dürften Peter Rios und eben Yilmaz wieder in der Anfangsformation stehen. Die erhält gegen Rheine den Auftrag, selbst das Geschehen zu bestimmen.

„Wir möchten mal wieder in einem Spiel in Führung gehen und wir müssen die Zahl der Gegentore reduzieren. Obwohl wir in Herne davon drei Stück bekommen haben, kann man nicht sagen, dass wir schlecht verteidigt hätten“, stellt Britscho klar. Genauso leidenschaftlich müsse sein Personal im Duell mit dem FCE gegen den Ball arbeiten. „Wir müssen diese aggressive Verbissenheit wieder an den Tag legen und hinten alles sauber halten“, so Britscho.

Es steht viel auf dem Spiel

Denn trotz des auch für das Selbstbewusstsein ungemein wertvollen Auswärtssiegs in Herne hat sich die Ausgangslage für die Rot-Weißen noch nicht entscheidend verbessert. Nach wie vor trennen sie nur fünf Punkte vom Abstiegsplatz. Direkt vor dem Abgrund stehen die Gäste aus Rheine mit 31 Punkten. Gewinnen sie am Sonntag an der August-Kirchner-Straße, rücken sie den Ahlenern wieder gehörig auf den Leib.

Ein Szenario, dass sie an der Werse unter allen Umständen vermeiden möchten. Bei einem Sieg hätten die Ahlener einen Konkurrenten im Abstiegskampf wiederum bereits auf sieben Zähler distanziert. Es steht also viel auf dem Spiel.

Beim ersten Aufeinandertreffen in der Hinserie gab es einen 5:1-Triumph für RWA . Daraus möchte Trainer Britscho aber nicht allzu viel ableiten. In die Karten dürften den Hausherren aber spielen, dass bei der Eintracht mit Colin van den Berg und Omar Guetat zwei Leistungsträger verletzungsbedingt ausfallen.  

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