Fußball: Bezirksliga
Saisonfinale mit Thriller-Charakter

Steinfurt / Horstmar -

Der Kampf um Aufstieg und Klassenerhalt verspricht ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu werden, das wohl erst am letzten Spieltag entschieden wird. Die drei heimischen Vertreter SV Burgsteinfurt, SV Wilmsberg und Germania Horstmar sind verfolgen im Endspurt unterschiedliche Ziele.

Freitag, 10.05.2019, 15:58 Uhr aktualisiert: 12.05.2019, 14:42 Uhr

Unterschiedliche Ziele, unterschiedliche Befindlichkeiten – der Saisonendspurt in der Bezirksliga elektrisiert die Fußballanhänger in der Region. Entscheidet im Kampf um die Meisterschaft am Ende gar das Torverhältnis? Wer steigt aus der Liga ab? In nicht unbeträchtlichem Maße sind die heimischen Vertreter SV Burgsteinfurt , SV Wilmsberg und Germania Horstmar beteiligt, wenn es darum geht, Antworten auf diese Fragen zu finden.

Teuto Riesenbeck –

SV Burgsteinfurt

Das Punktspiel bei den bereits als Absteiger feststehenden Riesenbeckern vor der Brust, das Fernduell mit dem SC Altenrheine im Sinn – jedes der drei noch ausstehenden Saisonspiele gewinnt an Bedeutung. Ein Fehltritt könnte schon das Aus im Titelkampf bedeuten.

Altenrheine hat am Donnerstag mit dem 5:0 bei Preußen Lengerich vorgelegt, die Tabellenführung erobert und die Stemmerter damit unter Zugzwang gesetzt. Ein Plus von vier Toren gegenüber dem SVB spricht derzeit für Rheiner Club.

„Dass wir in Riesenbeck gewinnen müssen, steht außer Frage“, verrät SVB-Trainer Christoph Klein-Reesink nichts wirklich Überraschendes. Der Aufstiegskampf wird zum Thriller. Jetzt geht es auch darum, klaren Kopf zu bewahren. Für das Spiel der Stemmerter in Riesenbeck gilt das in besonderen Maße, denn im Hinspiel kassierte der SVB eine überraschende 1:3-Niederlage gegen Teuto. „Allein deshalb haben wir etwas gutzumachen“, betont Klein-Reesink.

Grundsätzlich sieht er sein Team für das Fotofinish gerüstet. Allerdings beklagt der Trainer, dass er in dieser entscheidenden Saisonphase im Training des Öfteren improvisieren müsse, weil Spieler entweder verletzt seien oder beruflich nicht immer zur Verfügung stünden. In Riesenbeck fallen Kapitän Thomas Artmann (Schienbeinprellung) und Daniel Brake definitiv aus. Zudem steht der Einsatz von Lucas Bahlmann auf der Kippe. Das ändert aber nichts an der grundsätzlichen Vorgabe. „Es gilt, die bevorstehenden Aufgaben anzunehmen und Spiele zu gewinnen – möglichst alle drei.“

 

SV Wilmsberg –

VfL Wolbeck

Mit dem 3:1-Sieg im Nachholspiel bei der DJK Arminia Ibbenbüren eroberten die Piggen Donnerstagabend den dritten Tabellenplatz. Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf den SC Altenrheine und den SV Burgsteinfurt. Es ist sicherlich eine schöne Momentaufnahme – mehr aber wohl nicht. Denn die Bilanz wird kaum reichen, um noch einmal ganz oben anzugreifen. Allein schon deshalb nicht, weil der SVW im Gegensatz zur Konkurrenz an den drei noch ausstehenden Spieltagen einmal frei hat.

Dennoch wollen die Piggen den Eindruck einer an sich gelungenen Saison mit einer guten Leistung im letzten Heimspiel gegen den VfL Wolbeck bestätigen. „Das haben wir uns fest vorgenommen. Das sind wir auch unserem Publikum schuldig“, bestätigt Trainer Christof Brüggemann.

Der kündigte an, Cedric Eisfeldt (zurück zum SC Nienberge) und Jan Kröning (hört berufsbedingt auf) Spielanteile zu vermitteln. Verletzungsbedingt werden Ben Hermeling, Alex Wehrmann und Ricardo Bredeck definitiv fehlen. Gegner VfL Wolbeck ist rechnerisch noch nicht auf der sicheren Seite und muss punkten.

 

Germania Horstmar –

SC Altenrheine

Mit 37 bislang erreichten Punkten ist der TuS Germania Horstmar auf bestem Wege, den Klassenerhalt zu bewerkstelligen. Überlagert wird der sportliche Überlebenskampf jedoch von der nach wie vor im Raum stehenden, bislang nicht beantworteten Frage, ob es in der kommenden Saison in der Bezirksliga weitergeht. „Ich bin mir sicher, dass der Verein eine vernünftige Lösung finden wird“, sagt Trainer André Rodine . „Intern haben wir beschlossen, es so anzugehen, dass wir am Saisonende den Klassenerhalt sportlich geschafft haben.“

Viel fehlt nicht mehr, das große Ziel zu erreichen. Ob es gelingt, die vielleicht noch fehlenden Punkte ausgerechnet gegen den SC Altenrheine einzufahren, bleibt abzuwarten. „Wir treffen auf die kompletteste Mannschaft der Bezirksliga“, weiß Rodine um die ausgeprägten Qualitäten des neuen Liga-Primus. Germanias Coach schwärmt vor allem von der „Wucht des Altenrheiner Angriffs“ und von dessen ausgeprägter Torgefährlichkeit. „Wir werden Wege und Mittel finden müssen, den Spielfluss des Gegners zu unterbinden“, zeigt der Coach auf, wo seine Mannschaft die Hebel anzusetzen hat. Auf jeden Fall sollte sie es besser machen als im Hinspiel, das Altenrheine mit 5:2 gewann.

Dass Germania nebenbei dem SV Burgsteinfurt Schrittmacherdienste leisten könnte, registriert Rodine allenfalls beiläufig: „Das mag sein. Aber in erster Linie geht es um uns und um unsere sportlichen Ziele.“ Verzichten müssen die Horstmarer auf Steffen Exner (Bluterguss), ansonsten schöpft der Trainer aus dem Vollen.

 

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