Fußball: Oberliga Westfalen
Achtbares Ergebnis: RW Ahlen verliert knapp gegen Meister Schalke

Ahlen -

Was ist gegen Meister Schalke drin? Die Antwort gab Rot-Weiß Ahlen auf dem Platz: ein munteres Spiel, eine achtbare Leistung und eine knappe Niederlage. Damit ließ sich gut leben. Das Tor des Tages schossen die Ahlener überdies. Mit dem Klassenerhalt wird es aber nun doch noch mal eng.

Sonntag, 12.05.2019, 17:06 Uhr aktualisiert: 14.05.2019, 16:04 Uhr
Freistoßhammer: Altmeister Cihan Yilmaz (Mitte) erzielte kurz vor Ende den Anschlusstreffer. An der Niederlage gegen Schalke änderte das nichts. Sehenswert war es aber allemal.
Freistoßhammer: Altmeister Cihan Yilmaz (Mitte) erzielte kurz vor Ende den Anschlusstreffer. An der Niederlage gegen Schalke änderte das nichts. Sehenswert war es aber allemal. Foto: Marc Kreisel

1:2 (0:0) hieß es am Ende. Nach 90 durchaus munteren Minuten waren sich eigentlich alle Protagonisten einig: Der Meister hätte im Wersestadion durchaus höher gewinnen können. Weil aber die Leistung auf beiden Seiten stimmte, konnten auch beide Seiten mit dem Ergebnis leben. Für die Schalker hatten Benedikt Zahn (64.) und Sandro Plechaty (68.) getroffen. Cihan Yilmaz stellte mit einem sehenswerten Freistoß (84.) noch auf 1:2.

Damit dürften die Zuschauer und auch die Akteure auf dem Feld zufrieden gewesen sein. Denn Hand aufs Herz: Wer spielt schon gerne gegen den souveränen Meister? Gemeinhin ist das schließlich eine höchst unangenehme Aufgabe. Erst recht im Falle von Schalkes U23, die mit „schlappen“ zwölf Punkten Vorsprung auf den Zweiten aus Haltern schon seit Wochen in anderen Sphären weilt.

Christian Britscho schien sich trotzdem drauf zu freuen. „Endlich wieder ein normales Spiel“, hatte der RWA-Trainer im Vorfeld gesagt und wohl recht damit. Denn nach dem eigentlich (dazu später mehr) quasi sicheren Klassenerhalt und gegen den haushohen Favoriten durfte seine Elf tatsächlich zum ersten Mal seit Wochen wieder relativ entspannt in ein Duell gehen.

Fußball-Oberliga: RW Ahlen - FC Schalke 04 U23

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Schalke macht gleich mächtig Druck

Zu viel Entspannung - das war ja zu erwarten gewesen - gönnten die Gäste den Wersestädtern dann aber doch nicht. Das Duell lief gerade mal zwei Minuten, da gab Schalkes Sandro Plechaty dem für Ahlen rechts in der Viererkette stehenden A-Jugendlichen Lukas Berger eine kleine Lehrstunde in gutem Stellungsspiel. Denn Berger unterlief eine Flanke aus dem Halbfeld, Plechaty nicht und stand dementsprechend fast blank vor Ahlens Keeper Tim Oberwahrenbrock. Der konnte den Schuss aus spitzem Winkel aber noch entschärfen.

Die erste Duftnote war gesetzt. Und mindestens in der ersten Viertelstunde machte Schalke so weiter, schnürte die Hausherren tief in der eigenen Hälfte ein. Plechaty mit einem gefährlichen Fernschuss (3.) und Berkan Firat per Kopf nach einer Ecke (8.) hatten die nächsten guten Möglichkeiten für die Gäste.

RWA befreit sich mit Mühe aus der eigenen Hälfte

Erst in der 13. Minute kamen die Rot-Weißen mal gefährlich nah ans gegnerische Tor. Der Fernschuss von Sebastian Mai, der noch recht deutlich daneben ging, bekam prompt Szenenapplaus. Nur Sekunden später kam Martin Fuhsy nach einer Hereingabe von Sebastian Mützel um Zentimeter zu spät.

Die Partie lief nun ausgeglichener, allerdings weiter mit deutlich höheren Spielanteilen des Meisters, der auch die besseren Chancen kreierte. So in der 34. Minute mit einer weiten Flanke auf Philip Fontein, der frei stehend aus sieben Metern nur das Außennetz traf. Weil es dabei blieb, stand zur Pause ein Punktgewinn für die Ahlener in Aussicht. Und den hätten sie, zwar durchaus mit etwas Glück, aber wegen der weitgehenden Stabilität in der Defensive auch nicht komplett unverdient gehabt.

Türöffner durch Einzelaktion

Das kann man so auch für den Beginn der zweiten Hälfte unterschreiben. Glasklare Chancen hatten beide Mannschaften zunächst nicht. Die Ahlener durften sich das als besonderen Verdienst ans Revers heften.

Es war fast klar, dass ein Türöffner eher durch einen Standard oder eine Einzelaktion zu Stande kommen würde. Und so war es dann auch: In der 64. Minute holte sich Schalkes Sturmspitze Benedikt Zahn den Ball an der Grundlinie zurück, marschierte damit ein paar Schritte zurück und zimmerte das Spielgerät dann aus spitzem Winkel ins lange Eck zum 0:1.

Nur vier Minuten nach dem ersten fällt das zweite Tor

Da war nichts zu machen für Tim Oberwahrenbrock. Anders als vier Minuten später. Der zweite Gegentreffer ging nämlich halb auf seine Kappe. Einen Freistoß von Sandro Plechaty aufs kurze Eck schien er klar zu haben. Doch irgendwie glitt ihm der Ball doch noch durch die Finger und schlug zum 0:2 ein.

Das zog den Ahlenern endgültig den Stecker. Zu echten Chancen kamen die Hausherren nicht mehr, aber immerhin: Alle Dämme brachen nun auch nicht. Schalke passte sich mit der sicheren Führung im Rücken noch ein ums andere Mal in die gefährliche Zone, tat aber auch nicht viel mehr als nötig. In Summe ging das 0:2 schon in Ordnung.

Cihan Yilmaz hat noch einen in petto – und was für einen

Und dabei wäre es auch geblieben, hätte der eingewechselte Cihan Yilmaz nicht noch einmal sein Zauberfüßchen ausgepackt. In der 84. trat er aus halblinker Position aus rund 20, 25 Metern zum Freistoß an. Eine wunderbare Bogenlampe über die Mauer und über Schalkes Keeper Sören Ahlers schlug genau oben rechts ein. Kann man mal so machen…

Ganz gerettet sind die Ahlener nun immer noch nicht. Denn nun ist klar, dass drei Teams aus der Oberliga absteigen, weil von oben aus der Regionalliga wohl auch der SC Wiedenbrück runterkommt. Rein rechnerisch ist der Abstieg also immer noch möglich. Zum derzeitigen Drittletzten FC Brünninghausen sind es fünf Punkte Vorsprung. Vermutlich werden der Hammer SpVg noch drei Zähler abgezogen wegen eines fehlerhaften Spielereinsatzes. Die bekäme der FC Eintracht Rheine, der dann 37 hätte und sich damit auf den Viertletzten Platz vorschieben könnte.

Statistik

RWA (4-2-3-1): Oberwahrenbrock - Berger (50. Güney), Witt, Nieddu, Stroemer, Perschmann, Rios - Kara (77. Scholdei), Mai, Mützel (72. Yilmaz) - Fuhsy.

Schalke 04 U23 (4-2-3-1): Ahlers - Liebnau, Schley, Timotheou, Carls - Fontein, Langer - Firat (70. Grinbergs), Ceka, Plechaty (74. Eggert) - Zahn (84. Wiemann).

Gelbe Karte: Perschmann, Ceka, Eggert

Tore: 0:1 (64.) Zahn, 0:2 (68.) Plechaty, 1:2 (87.) Yilmaz

Beste: Ceka, Perschmann

Zuschauer: 401

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