Fußball: Oberliga Westfalen
Peter Rios bittet RW Ahlen um vorzeitige Vertragsauflösung

Ahlen -

Peter Rios und RW Ahlen gehen in diesem Sommer getrennte Wege. Der 27-jährige Mittelfeldspieler hat um Vertragsauflösung gebeten. Rios wird nicht der letzte Abgang bleiben, vermutet der Sportliche Leiter Joachim Krug.

Mittwoch, 15.05.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 15.05.2019, 13:20 Uhr
Bald heißt es Abschied nehmen: Peter Rios umarmt seinen Trainer Christian Britscho.
Bald heißt es Abschied nehmen: Peter Rios umarmt seinen Trainer Christian Britscho. Foto: Marc Kreisel

Bei der Formulierung von Zielen lässt Joachim Krug für gewöhnlich eher Vorsicht als Nachsicht walten. „Ich neige zu leichtem Pessimismus“, räumt RW Ahlens Sportlicher Leiter ein. Doch nach dem wichtigen 1:0-Erfolg gegen die Sportfreunde Siegen , der das Punktekonto auf 41 hochschraubte, und dem mehr als respektablen Auftritt bei der 1:2-Niederlage gegen Schalkes Zweite rechnet Krug nicht mehr ernsthaft mit dem Abstieg.

Außerdem wird es nur dann drei Absteiger geben, wenn Wattenscheid 09 noch aus der Regionalliga absteigt, denn dann würden neben dem 1. FC Kaan-Marienborn und dem SC Wiedenbrück drei Vereine den Gang in die Oberliga Westfalen antreten.

Noch drei offene Baustellen

Daher hat Rot-Weiß Ahlen nun ein gewisses Maß an Planungssicherheit – und kann die Personalplanungen vorantreiben. Ein Nachfolger für Rechtsverteidiger Justin Perschmann, der den Verein am Saisonende aus privaten Gründen verlässt , ist gefunden, wird aber noch nicht bekanntgegeben. „Wir sind noch auf der Suche nach einem Innenverteidiger, einem Linksverteidiger und einem Sechser“, zählt Krug die drei noch offenen Baustellen auf.

Trennen wird sich RWA indes von Peter Rios . „Er hat um Vertragsauflösung gebeten, weil er sich beruflich umorientieren muss“, erläutert Krug. Diesem Wunsch kommt der Club nach, obwohl Rios noch einen gültigen Vertrag bis 2020 besitzt.

Krug rechnet nicht mit Yilmaz-Verbleib

„Bei Sebastian Mützel und Mehmet Kara steht ein klärendes Gespräch noch aus“, sagt der RWA-Manager. Klar ist: Beide liegen im internen Gehaltsgefüge im oberen Drittel, was eine Weiterverpflichtung erschwert. Denn: „Unsere Einnahmesituation war nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Das betrifft das Sponsoring und die Zuschauereinnahmen. Das hat ein Loch in die Kasse gerissen und das müssen wir berücksichtigen“, so Krug. Deshalb hat der Verein auch Cihan Yilmaz ein Angebot zu verminderten Bezügen vorgelegt.

„Ich gehe davon aus, dass er sich verändern wird. Denn Cihan möchte ins Trainergeschäft einsteigen und diese Möglichkeit können wir ihm im Moment nicht bieten. Aber wenn er uns verlassen sollte, ist die Tür für ihn in Zukunft nicht zu. Was er für den Verein geleistet hat, ist vorbildlich. Wenn er geht, geht er auf eigenen Wunsch“, betont Krug.

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