Fußball: Oberliga Westfalen
Den Sturmlauf überstehen: RW Ahlen beim Zweiten TuS Haltern

Ahlen -

Zum Saisonende muss Rot-Weiß Ahlen ganz schön schwere Brocken aus dem Weg räumen. Nur eine Woche nach dem Duell mit Meister Schalke (1:2) geht es nun zum Tabellenzweiten TuS Haltern, wo Trainer Christian Britscho zu Beginn mächtig Druck erwartet. Derweil schreiten die Kaderplanungen weiter voran.

Freitag, 17.05.2019, 17:14 Uhr aktualisiert: 22.05.2019, 17:30 Uhr
Mächtig Druck auf die Ahlener Defensive hat vergangene Woche schon Meister Schalke gemacht. Nun müssen die Rot-Weißen zum Zweiten TuS Haltern, der noch mehr zu verlieren hat. Peter Rios (Bild) wird RWA dabei verletzt fehlen.
Mächtig Druck auf die Ahlener Defensive hat vergangene Woche schon Meister Schalke gemacht. Nun müssen die Rot-Weißen zum Zweiten TuS Haltern, der noch mehr zu verlieren hat. Peter Rios (Bild) wird RWA dabei verletzt fehlen. Foto: Marc Kreisel

Um den Klassenerhalt müssen sich die Rot-Weißen höchstwahrscheinlich keine Sorgen mehr machen. Das Thema sollte eigentlich durch sein (siehe auch Infokasten). Jetzt geht der Blick wieder zaghaft nach oben und auf das letzte lohnende Ziel: die Teilnahme am Westfalenpokal in der kommenden Spielzeit.

Westfalenpokal-Teilnahme als letztes Saisonziel

Platz acht müssten die Rot-Weißen dafür in der Endabrechnung der laufenden Saison belegen. Derzeit sind sie Neunter mit einem Zähler Rückstand auf den SV Schermbeck. Hinter den Rot-Weißen lauern gleich vier Teams mit ebenfalls 41 (TuS Ennepetal, FC Gütersloh, Sportfreunde Siegen) oder 39 Punkten (Holzwickede).

Gegen den TuS Ennepetal (10.) spielen die Ahlener kommende Woche noch im Wersestadion. Vorher aber geht es am morgigen Sonntag zum Tabellenzweiten TuS Haltern . Und auch da dürfen die Ahlener eigentlich nicht leer ausgehen. „Drei bis vier Punkte brauchen wir noch, um Achter zu werden. Wenn wir noch Achter werden wollen, sollten wir auch in Haltern einen Punkt mitnehmen“, sagt Ahlens Sportlicher Leiter Joachim Krug.

A-Junior Marvin Mika wahrscheinlich zu Preußen

Im Vergleich zum noch vor Kurzem drohenden Absturz in die Westfalenliga sei das aber ein „Luxus­problem“. Krug ist eher froh, dass es „nach der turbulenten Saison mit dem Klassenerhalt gut aussieht“. Nun kann er zudem die Oberliga weiter als Argument für Neuverpflichtungen und Vertragsverlängerungen anführen und die Kaderplanung besser vorantreiben.

Die bezieht als Unterbau natürlich auch die eigene A-Jugend mit ein, wo es aber wohl zu einem Abgang kommen wird, der durchaus schmerzt. Stürmer Marvin Mika ist wahrscheinlich nicht zu halten. „Wir müssen damit rechnen, dass er zu Preußen Münster wechselt. Wenn er gehen würde, wäre das verständlich. Dort kann er nächste Saison in der Bundesliga spielen, bei uns nur Westfalenliga“, so Krug. Bei A-Junior Akil Cömcü, der lange verletzt war, ist noch nicht ganz klar, ob dieser trotzdem in den Oberliga-Kader übernommen werden soll: „Bevor wir solch ein Talent wegschicken, würden wir ihn trotz seiner langwierigen Verletzung eher behalten“, sagt Krug.

Britscho erwartet in Haltern Sturmlauf des Gegners

Für Trainer Christian Britscho richtet sich der Blick dagegen erstmal auf die nahe Zukunft. Und da wartet nur eine Woche nach dem Vergleich mit Meister Schalke (1:2-Niederlage) mit dem Auswärtsspiel beim Zweiten TuS Haltern der nächste dicke Brocken. „Das ist ein Endspiel für beide Mannschaften. Für uns ist es die letzte Chance auf den Westfalenpokal, für Haltern geht es um alles“, sagt Britscho und meint damit natürlich das Ziel des TuS, in die Regionalliga aufzusteigen.

Duellgrafik

Duellgrafik Foto: Manfred Krieg

TuS Haltern steht unter Druck des Gewinnenmüssens

Nach nur zwei Punkten aus den letzten vier Spielen droht dieses Ziel gerade zu entgleiten. Allzu großen Hoffnungen auf ein Formtief der Halterner sollte sich aber niemand hingeben. „Man muss sich nur anschauen, gegen wen und wie sie gespielt haben“, so Britscho. Und in der Tat: Gegen Meister Schalke (1:2) und den Tabellendritten ASC Dortmund (0:1) gab es knappe Niederlagen. Gegen Dortmund fiel das entscheidende Tor gar erst in der Nachspielzeit durch den Ex-Ahlener Daniel Schaffer. Hinzu kommen Unentschieden gegen den Holzwickeder SC (1:1), der das auch gegen Schalke geschafft hatte, und gegen den FC Gütersloh (1:1).

Einen Effekt hat die jüngste Ergebniskrise womöglich: „Je länger die für das erste Tor gegen uns brauchen, desto eher geht das Köpfchen an“, hofft Britscho. Genau deshalb erwartet in den ersten 15, 20 Minuten einen echten Sturmlauf. „Die werden versuchen, uns zu überrennen. Wenn wir diese Phase überstehen, können wir die Partie danach vielleicht ausgeglichen gestalten.“

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr

Urteil gegen Hammer SpVg gesprochen

Am Freitagnachmittag gab der FLVW das lange erwartete Urteil gegen die Hammer SpVg bekannt. Im Kampf um den Klassenerhalt in der Oberliga Westfalen werden dem Konkurrenten drei Punkte abgezogen. Das Meisterschaftsspiel zwischen der HSV und dem SV Schermbeck (3:0) vom 5. Mai wird mit drei Punkten und 2:0 Toren für den SVS gewertet. Das gab der Vorsitzende des Verbandssportgerichts, Georg Schierholz, bekannt. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Die Hammer SpVg hatte in der Rückrunde mehrfach Damir Kurtovic eingesetzt. Trotz gültiger Spielerlaubnis hätte Kurtovic aber nicht für die HSV antreten dürfen, da er in der laufenden Saison bereits Pflichtspiele für gleich zwei weitere Vereine bestritten hatte. Die Einsprüche des FC Eintracht Rheine und des FC Gütersloh wurden als verfristet verworfen.

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