Fußball: Westfalenliga
Fünferpack des TuS Hiltrup und Frustaktion des SC Herford

Münster -

Dem TuS Hiltrup steht im Sommer ein Umbruch bevor. Das letzte Heimspiel war da schon ein besonderes. Die Spieler füllten es mit Leben. 5:0 hieß es am Ende gegen den SC Herford, da blieben (fast) keine Wünsche offen. Auch wenn das Ende skurril wurde.

Sonntag, 19.05.2019, 19:30 Uhr aktualisiert: 20.05.2019, 12:41 Uhr
Guglielmo Maddente (r.) diskutiert mit dem gerade des Feldes verwiesenen Herforder Christopher Heermann (l.).
Guglielmo Maddente (r.) diskutiert mit dem gerade des Feldes verwiesenen Herforder Christopher Heermann (l.). Foto: Peter Leßmann

Da half kein Bitten und kein Betteln. Schiedsrichter David Ciha ließ nicht mit sich reden, schon gar nicht Gnade vor Recht ergehen, sondern blieb konsequent. Rote Karte für Christopher Heermann vom SC Herford , weil dieser verbal entgleist war. Ob nun gegen den Referee oder einen Mitspieler, das blieb unklar, war letztlich aber auch nicht wichtig. Daraufhin hatten die Gäste keinen Bock mehr. Die Spieler des SCH verweigerten das Fußballspiel. Jeder stand auf seinem Platz und rührte sich nicht. Und der starke Gastgeber TuS Hiltrup ließ den Ball laufen, in der eigenen Hälfte, in den eigenen Reihen.

Ein seltsames Spielchen, das allerdings nur 60 Sekunden dauerte. Mit dem pünktlichen Abpfiff nahm der Unparteiische dieser Westfalenliga-Partie das Skurrile. Und entließ die Akteure des Gastgebers in die Feierlichkeiten. 5:0 (3:0) gewonnen, die Zuschauer unterhalten, den Trainer begeistert, sich selbst belohnt. Ein Abschied im letzten Heimspiel nach Maß – vor allem für alle, die den TuS verlassen.

„Ich bin super zufrieden. Die Jungs haben alles gegeben und bis zum Schluss nicht nachgelassen. das hat mir besonders gefallen.“ Für Trainer Carsten Winkler war es ein lockerer Nachmittag, er durfte nur nicht vergessen, seine überschaubare Reservebank einzuwechseln.

Mit Lars Finkelmann und Michael Fromme saßen dort die zwei letzten Aufrechten, die der TuS noch aufzubieten hatte. Und Fromme war es, der mit seinem Tor zum 5:0 in der 86. Minute den Endstand besorgte.

Vorausgegangen war eine Begegnung, die der Gastgeber zu 100 Prozent im Griff hatte. Manuel Beyer per Kopf (4.), Guglielmo Maddente mit direktem Freistoß (34.) und tollem Solo (77.) sowie Eric Rottstegge (37.) trugen sich ebenfalls in die Torschützenliste ein. Das weckte Begehrlichkeiten, so dass auch die Defensive mobil machte, um vorne zu treffen. Letztlich aber blieb es bei Kai Kleine-Wilke, Jonas Wiethölter und Finkelmann beim Versuch.

Was soll’s? Fünf Tore waren auch genug. Denn der Gast hatte zwar keine großen Torchancen, konnte lange Zeit aber gut mitspielen. Schade und auch schmerzhaft für drei Hiltruper, dass die Gäste am Ende ihrem Frust freien Lauf ließen und zu rustikalen Methoden griffen. Bei einem klaren Rückstand und wenige Minuten vor dem Ende war das vollkommen unverständlich. Winkler sagte dazu nur lapidar: „Man kann sich auch anders verabschieden. Aber das ist zum Glück nicht meine Baustelle.“ TuS: D. Wiethölter – Kleine-Wilke, J. Wiethölter, Bothen, Blesz (55. Finkelmann) – Rottstegge, Gockel – Lauretta, Hübener – Maddente, Beyer (60. Fromme)

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