Fußball: Elf des Jahres
Die glorreichen Sieben – nur vier Veränderungen zur WN-Elf der Hinrunde

Lüdinghausen -

Wir haben wieder die Berufungen in die WN-Elf des Tages zusammengezählt – und so die elf besten Fußballer der Saison 2018/19 im Altkreis ermittelt. Unser Spieler des Jahres hat eine erstaunliche Entwicklung genommen.

Dienstag, 04.06.2019, 19:30 Uhr
Die elf Auserwählten der Spielzeit 2018/19
Die elf Auserwählten der Spielzeit 2018/19 Foto: Grafik Ann-Kathrin Schriever

Mitte Dezember hatten wir an der Stelle noch über die vielen neuen Gesichter in der WN-Elf der Hinrunde gestaunt. Im zweiten Saisonteil hat sich dagegen nur wenig verändert. Sieben Spieler, die in der ersten Hälfte geglänzt hatten (Andreas Stilling/ Davaria Davensberg , Johannes Richter, Whitson/beide SV Herbern, Simon Homann/Union Lüdinghausen, Joshua Dabrowski , Hendrik Heubrock, Rabah Abed/alle VfL Senden) haben es auch in unsere Auswahl des Jahres geschafft. Vier Mann – Philipp Dubicki (SVH), Jonathan Krüger, Nils Husken und Niklas Hüser (alle Union) – standen von Mitte März bis Ende Mai so häufig in der Spieltags-Elf, dass sie ebenfalls zu den Jahresbesten zählen. Dazu waren mindestens fünf Nominierungen nötig.

Davaren im Pech

Weil dies 13 hiesigen Fußballern glückte, mussten wir zwei aussortieren. Erwischt hat es die beiden Davaren Mehdi Dirani und Maurice Tia. Den Vorzug auf dem linken Flügel erhielt aufgrund der höheren Klassenzugehörigkeit Hüser, den im Sturmzentrum Abed.

Findige Leser könnten einwenden, dass SVH-Kapitän Dubicki außen in der Kette eine Fehlbesetzung ist. Weil aber kein Rechtsverteidiger annähernd so oft in die WN-Elf des Tages berufen wurde (und Herbern regelmäßig drei Zentrumsleute in der Abwehr aufbietet), haben wir das ein bisschen passend gemacht. Der SVH-Kapitän steht übrigens zum dritten Mal nach 2016 und 2017 in der Elf des Jahres. Gleiches gilt für Dabrowski (2016, 2018, 2019). Hüser und Husken zählten bereits vor zwölf Monaten zu den Auserwählten, Stilling vor drei Jahren. Der Davaren-Keeper stand überdies wie Dabrowski und Whitson acht Mal in der Spieltagself – Bestwert.

Whitson – vom Einzelkönner zum Teamplayer

Brasilianern sagt man ja nach, dass für sie nur das „Jogo Bonito“ zähle, das besonders schön anzuschauende Spiel. Zweikampfwerte? Laufstatistiken? Was für die Malocher auf dem Platz, aber doch bitte nicht für südamerikanische Ballkünstler. Spieler wie Whitson Ferreira Dos Santos Filho (allein der Name!). Wobei der Mann vom SV Herbern inzwischen beides ist: Feinfuß Grasfresser. Was ein wesentlicher Grund für die acht Berufungen in die Elf des Tages ist, die den 30-Jährigen zum WN-Spieler des Jahres machen.Gut kicken konnte Whitson bereits, als er vor zwei Jahren zu den Blau-Gelben stieß. Was ihm den Start an der Werner Straße indes nicht einfacher gemacht habe, glaubt Holger Möllers: „Da waren halt unsere Platzhirsche. Die wussten, dass da einer mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten kommt, wollten aber natürlich das Feld nicht kampflos räumen.“ Den Respekt der Mitspieler habe er sich erst erarbeiten müssen, so Herberns Coach. Indem er eben nicht nur den Ball streichelte, sondern weite Wege ging, Mann-gegen-Mann-Duelle annahm, kein Training ausließ.Er sei heute „viel teamfähiger als früher“, sagt Whitson selbst. Seine individuelle Klasse ist deshalb ja nicht auf der Strecke geblieben. 19 Mal hat der Südamerikaner in der abgelaufenen Landesliga-Saison getroffen, nur vier Spieler waren noch treffsicherer. Für 2019/20 bekommt der Angreifer von Möllers einen Spezialauftrag zugeteilt: „Er soll unseren ähnlich begabten Rohdiamanten Daniel Dellwig-Jerez an die Hand nehmen.“ Das werde auch Whitson wieder ein Stück reifer machen.

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