Fußball: Interview
Matthias Greifenberg: BSV Ostbevern ist reif für den Aufstieg

Ostbevern -

Im Interview spricht Matthias Greifenberg, scheidender Trainer des BSV Ostbevern, über die Entwicklung der Mannschaft, seinen Abschied und seine Zukunft. Der Sendenhorster sagt über den BSV: „In der nächsten, spätestens in der übernächsten Saison muss der Sprung in die A-Liga gelingen.“

Sonntag, 09.06.2019, 06:00 Uhr
Nur ein Jahr dauerte das Engagement von Matthias Greifenberg beim BSV Ostbevern. Was er in Zukunft macht, ist noch offen.
Nur ein Jahr dauerte das Engagement von Matthias Greifenberg beim BSV Ostbevern. Was er in Zukunft macht, ist noch offen. Foto: Aumüller

Nach nur einem Jahr hört Matthias Greifenberg beim BSV Ostbevern auf. Er muss aufhören: Der Vertrag des Fußballtrainers wurde nicht verlängert. Dafür waren, wie berichtet, keine sportlichen Gründe ausschlaggebend. Über die weitere Zusammenarbeit habe es keine Einigkeit gegeben, hieß es beim BSV. Greifenberg hat die neu formierte Mannschaft nach dem Abstieg aus der Kreisliga A auf Platz vier in der B-Liga geführt – vier Punkte hinter einem Aufstiegsrang. WN-Redakteur Ralf Aumüller zieht mit dem 57-jährigen Sendenhorster Bilanz und blickt nach vorne.

Mit etwas Abstand nach dem Saisonende: Sind Sie enttäuscht über die verpasste Aufstiegschance oder zufrieden mit der Entwicklung?

Greifenberg: Mit etwas Abstand kann man festhalten: Das, was wir erreichen konnten, haben wir absolut erreicht. Wir haben einen guten Schritt nach vorne gemacht. Es gibt neue Gesichter in der Mannschaft wie Daniel Horstmann oder Carsten Knoblich und junge Spieler wie Niels Ritter oder Kevin Büst, der für mich eine überragende Saison gespielt hat. Klar, ich bin auch ein bisschen enttäuscht. Mit etwas mehr Fortune hätte der Aufstieg gelingen können. Wir haben die Punkte in der Hinrunde liegen lassen, nicht in der Rückrunde. Das sehe ich auch als Entwicklung. Das Ganze war eigentlich auf zwei bis drei Jahre angelegt – mit mir als Trainer.

Umso ärgerlicher für Sie, dass jetzt schon Schluss ist?

Greifenberg: Klar, daraus mache ich keinen Hehl. Das beruht mit der Mannschaft auf Gegenseitigkeit. Ich glaube, dass sie auch mit mir weitermachen wollte. Es gab aber leider Umstände, die das unmöglich gemacht haben.

Welche Perspektive hat die Truppe?

Greifenberg: Aus meiner Sicht wäre es eine klare Enttäuschung, wenn die Mannschaft nicht ganz oben dabei wäre. Ich bin zuversichtlich, dass das die nächste Entwicklungsstufe ist. Mich freut es, dass ich diesen Weg einleiten konnte.

Damit setzen Sie ihrem Nachfolger Daniel Kimmina aus Westbevern einen ordentlichen Rucksack auf.

Greifenberg: Das möchte ich gar nicht. Ich sehe es eher positiv. Die Mannschaft hat eine tolle Entwicklung gemacht und bringt viel Potenzial mit. Für einen Aufstieg braucht man auch Glück, aber die Jungs sind so weit. In der nächsten, spätestens in der übernächsten Saison muss der Sprung gelingen.

Was machen Sie jetzt im Fußball?

Greifenberg: Ich habe schon einigen Vereinen abgesagt, die wegen eines Trainerjobs angefragt hatten – ärgerlicherweise auch schon bevor ich wusste, dass es beim BSV nicht weitergeht. Ich habe in Ostbevern so viel Energie in den Neustart gesteckt, dass ich mir gesagt habe, das tue ich mir in dieser Intensität nicht noch einmal an. Das kostet mich zu viel Kraft. Erst einmal brauche ich etwas Abstand. Mal abwarten, was dann kommt. Es steht noch eine Anfrage im Raum, bei einem A-Ligisten die sportliche Leitung zu übernehmen. Die Gespräche gehe ich ganz neutral an.

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