Fußball: 2. Bundesliga
Kaderplanung des VfL Osnabrück: Größe ist gefragt – vorne wie hinten

Osnabrück -

Die heiße Phase der Vorbereitung beim VfL Osnabrück hat begonnen – bereits spürbar im Testspiel beim FC Eintracht Rheine. Nach 120 schweißtreibenden Minuten stand ein 6:0-Erfolg bei einem wehrhaften Oberligisten – aber auch die Erkenntnis, dass die Detailarbeit beim VfL jetzt erst richtig beginnt.

Montag, 01.07.2019, 18:10 Uhr aktualisiert: 01.07.2019, 18:20 Uhr
Neuzugang Kevin Wolze (rechts) und seinen Kollegen beim VfL Osnabrück steht nach dem Testspiel-Marathon eine intensive Woche bevor, ehe es dann ins Trainingslager geht.
Neuzugang Kevin Wolze (rechts) und seinen Kollegen beim VfL Osnabrück steht nach dem Testspiel-Marathon eine intensive Woche bevor, ehe es dann ins Trainingslager geht. Foto: Sven Rapreger

Nicht nur, weil in den nächsten Tagen und Wochen noch einige Veränderungen im Kader anstehen. Sondern auch, weil nach der zurückliegenden, körperlich fordernden Woche nun an der Struktur des Offensivspiels gearbeitet werden soll. „Wir haben bisher den Fokus auf die Arbeit gegen den Ball und das Verhalten in den Räumen gelegt. Ab Mittwoch folgen dann die Umschaltmomente und generell das Spiel mit dem Ball“, erklärte Trainer Daniel Thioune den weiteren geplanten Ablauf.

Eine Woche vor Beginn des Trainingslagers erreicht beim Zweitlig-Aufsteiger die Vorbereitung das nächste Level. Im Hintergrund steht die Optimierung des Kaders im Fokus - hier bestehen einige Baustellen.

Rechnet man Testspieler Gerrit Nauber sowie die Kurzeinsätze der drei A-Jugendlichen heraus, kamen beim 120-Minuten-Testspiel beim Oberligisten FC Eintracht Rheine 21 Spieler für den VfL Osnabrück zum Einsatz – aktuell der komplette verfügbare Kader abseits der Torhüter David Buchholz und Laurenz Beckemeyer sowie der Langzeitverletzten. 21 Fußballer ist nicht besonders viel für das Abenteuer 2. Bundesliga, weshalb Sportdirektor Benjamin Schmedes weiter im Hintergrund daran arbeitet, die Größe bezüglich des Kaders zu erhöhen.

Was durchaus im doppelten Sinne zu verstehen ist – nicht nur numerisch bezüglich der Kaderplätze, sondern auch bezüglich der Körperlänge der Fußballer. Mit Steffen Tigges, Luca Pfeiffer und Tim Danneberg haben den VfL groß gewachsene Spieler verlassen. Von den bisherigen Neuzugängen sticht aber keiner durch Gardemaß heraus. Körperlichkeit und Kopfballstärke sind aber wichtige Faktoren im Wettbewerb der 2. Bundesliga – der Ausfall von Maurice Trapp trägt hier nicht zur Problemlösung bei.

Der in der letzten Saison überragende Innenverteidiger reist jetzt zu einer Reha nach Donaustauf – ein neuer Therapieansatz soll die latenten Rückenschmerzen beim 1,91 Meter großen Trapp endlich lindern. Aktuell erscheint es alles andere als gesichert, dass der 27-Jährige sein Ziel, zum Trainingslager in Venlo/Niederlande wieder einzusteigen, erreicht.

So macht es Sinn, dass mit Gerrit Nauber ein zwar kopfballstarker Innenverteidiger im Probetraining steht – mit 1,85 Metern Körperlänge überragt er aber auch nicht alle gegnerischen Stürmer, sodass sich der VfL nach weiteren Spielern umsieht. Die Idealvorstellung sind mehrere neue, robuste Optionen für den Defensivbereich und eine weitere ganz vorn.

Damit dann aber der Kader nicht aus allen Nähten platzt, liegt es nahe, dass es beim VfL in den nächsten Tagen und Wochen auch noch Abgänge geben wird. Einer davon könnte Alexander Riemann sein. Ihm hat die sportliche Leitung des VfL signalisiert, dass er angesichts der großen und guten Konkurrenz auf seinen Positionen nur auf wenig Einsatzzeit in der 2. Bundesliga hoffen kann. Aktuell kämpft der Außenbahnspieler noch mit kleineren Knieproblemen – grundsätzlich brennt der 27-Jährige aber darauf, sich mehr zu zeigen als schon in der vergangenen Saison.

► Nach dem zwei Mal 60-Minuten-Hitze-Test am Sonntag beim FCE Rheine geht es für den VfL unvermindert weiter mit sieben Trainingseinheiten, zwei Tests und einem Golfturnier in dieser Woche. Nach einer lockeren Einheit am Montag, ist am Dienstag frei. Es folgen je zwei Einheiten am Mittwoch und Donnerstag, ehe nach dem Vormittagstraining am Freitag, am Abend ab 18.30 Uhr ein Testspiel beim FC Oberneuland (Bremen-Liga) ansteht. Am Samstag, 6. Juli steht ab 13 Uhr in Kalkriese ein Vorbereitungsspiel gegen den West-Regionalligisten SV Rödinghausen an, ehe sich die Osnabrücker Profis am Nachmittag beim Tag der offenen Tür des Golfclubs Dütetel in Lotte Wersen versuchen. Zum Abschluss wartet am Sonntagvormittag wieder eine Trainingseinheit.

Vom 8. bis 13. Juli steht dann das Trainingslager im niederländischen Venlo mit Testspielen gegen Union Nettetal (10. Juli) und Twente Enschede (13. Juli) an.

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