Vorwärts Epe hat das Training aufgenommen
Jung, talentiert und unerfahren

Epe -

Jugend forscht. Dieses Projekt wird am Eper Wolbertshof fortgesetzt. Nach Platz drei in der Saison 18/19 darf von einer Erfolgsgeschichte gesprochen und geschrieben werden. Jetzt haben die Grün-Weißen ihre 1. Mannschaft sogar nochmals verjüngt.

Donnerstag, 04.07.2019, 09:46 Uhr
Ein Teil der jungen Spieler, die bei Vorwärts Epe in die 1. Mannschaft drängen (v.l.): Leon Kernebeck, Nick van Wezel, Stefan Peters Kottig, Florian Heying und Konstantin Gleis.
Ein Teil der jungen Spieler, die bei Vorwärts Epe in die 1. Mannschaft drängen (v.l.): Leon Kernebeck, Nick van Wezel, Stefan Peters Kottig, Florian Heying und Konstantin Gleis. Foto: Birgit Hüsing-Hackfort

Zudem findet sich im Kader ein früherer Vorwärtsler wieder, der auch in der Landesliga wusste, wo das Tor steht. Ist Vorwärts Epe nun ein Titelanwärter? Mit Trainer Dirk Bültbrun hat sich WN-Redakteur Stefan Hoof über das kommende Spieljahr unterhalten. Der erfahrene Coach sagt, was er erwartet.

Fast fünf Wochen ohne Fußball. Ist das eher eine Leidenszeit für einen Vollblutfußballer wie dich oder eine willkommene Abwechslung und schöne Zeit für die Familie?

Dirk Bültbrun: Die Pausen im Sommer und Winter sind sinnvoll, um den Akku wieder aufzuladen und neue Motivation zu schöpfen. Das gilt für Spieler und Trainer gleichermaßen. Tatsächlich habe ich die Zeit intensiv mit der Familie genutzt und genossen.

Mit Frauenfußball-WM und U21-EM konntest du die Zeit aber gut überbrücken?

Bültbrun: Die U21-Spiele der deutschen Mannschaft habe ich mit großem Interesse verfolgt. Trotz der Finalniederlage wurde man bestens unterhalten. Die Mannschaft hat offensiv gespielt, mit viel Tempo und hoher Intensität. Dieser Spielstil gefällt natürlich auch uns.

Das Training habt ihr am Freitag in Angriff genommen. Wie baut sich dein Vorbereitungsplan auf, damit die Mannschaft zum Saisonstart topfit ist?

Bültbrun: Unsere Vorbereitung dauert sechs Wochen. Das ist vielleicht ungewöhnlich, hat uns aber in den Vorjahren Vorteile verschafft. Wir wollen uns spielerisch weiter verbessern. Das wird wie immer ein Schwerpunkt der Trainingsarbeit sein. Am 11. August werden wir dann topfit in die Saison gehen.

Was hat sich personell in der Sommerpause getan?

Bültbrun: Nach den Abgängen von Saffet Semer, Julius Wieland und Jan Beverborg haben wir zusammen mit dem Vorstand die Lücken geschlossen und sind jetzt noch breiter aufgestellt. Als externe Neuzugänge kommen Konne Gleis, Kevin Husha und Aleks Temelkov hinzu. Aus der A-Jugend rücken Stefan Peters-Kottig, Florian Heying, Andreas Fontein, Nick van Wezel und Leon Kernebeck hoch. Von diesen acht Neuzugängen kommen sieben aus der A-Jugend, Husha und Kerne­beck dürften sogar noch A-Jugend spielen. Sieben Spieler spielen aktuell im Verein oder haben bereits in früheren Jahren für Vorwärts Epe die Schuhe geschnürt. Kurz­um: Der Kader wurde weiter verjüngt mit Spielern, die sich mit Vorwärts Epe und dem Umfeld identifizieren. Ein großes Plus für Verein und Mannschaft.

Von welchen Spielern erwartest du, dass sie im Training, aber auch in der Meisterschaft vorangehen und die Jüngeren führen?

Bültbrun: Die Führungsspieler Flo Albers , Matze Naber, Marcel Deelen und Justin Bauer müssen als Vorbilder vorangehen und die jungen Spieler immer wieder antreiben. Und die jungen Spieler müssen auch berechtigte und konstruktive Kritik annehmen. Nur so ist eine Weiterentwicklung möglich.

Wer wird die Mannschaft als Kapitän auf das Feld führen? Entscheidet darüber der Trainer oder die Mannschaft?

Bültbrun: Als Kapitän bleibt Flo Albers im Amt. Eine Abstimmung würde am Ergebnis nichts ändern.

Wie charakterisierst du dein Team der Saison 19/20?

Bültbrun : Jung, talentiert und unerfahren, oft ehrgeizig und ambitioniert, manchmal aber auch unprofessionell und gleichgültig.

Meister Eintracht Coesfeld ist (freiwillig) abgestiegen, Vizemeister RW Deuten aufgestiegen. Dann ist jetzt der Dritte der letzten Saison, nämlich Vorwärts Epe, die kommende Nummer eins der Bezirksliga ?

Bültbrun: Die Liga ist um zwei Vereine auf nunmehr 18 Vereine aufgestockt worden. Das muss man nicht verstehen, ist aber Fakt. Wir müssen uns auf eine lange und intensive Saison einstellen. Die Breite im Kader wird uns dabei helfen. Neben der Reserve des TuS Haltern, Landesligaabsteiger SuS Stadtlohn und TSG Dülmen sehe ich Nordkirchen als weiteres Topteam der Liga. Direkt dahinter auf den Plätzen ist vieles möglich. Wenn wir uns dort wiederfinden, hätten wir unser Saisonziel erreicht.

Der Spielplan liegt noch nicht vor. Hättest du Wünsche? Letztes Jahr gab es gleich zu Beginn das Eper Derby. Das konnten dann aber viele Fans wegen ihres Urlaubs nicht sehen.

Bültbrun: Was den Spielplan angeht, gilt der alte Grundsatz: Wir nehmen es wie es kommt.

Der VfB Alstätte ist zurück in der Bezirksliga. Die Fußballfans in der Region freuen sich darüber.

Bültbrun: Gerade für die Vereine aus der näheren Umgebung ist der Aufstieg von Alstätte eine tolle Sache. Für uns sind die Spiele zwar keine Ortsderbys, haben aber durchaus Derbycharakter. Wir freuen uns darauf.

Die ersten Einheiten liegen hinter euch. Dein erster Eindruck?

Bültbrun: Die ersten Einheiten waren durchwachsen. Einige Spieler müssen für sich noch entscheiden, ob sie die Herausforderung 1. Mannschaft und damit Bezirksliga wirklich annehmen wollen.

Bald stehen die Stadtmeisterschaften an? In diesem Jahr mit fünf Spielen für euch. Passt das in dein Vorbereitungskonzept?

Bültbrun: Aufgrund von fünf Mannschaften musste der Spielplan ausgeweitet werden. Wir haben mit dem Pokalspiel sechs Spiele in elf Tagen zu bestreiten. Ein Riesenpensum. Nichtsdestotrotz haben die Stadtmeisterschaften einen hohen Stellenwert für uns. Gerade auf der heimischen Anlage wollen wir die Spiele nutzen, uns einzuspielen und fit für die Meisterschaft zu machen.

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