Fußball: Aufstiegsspiel 1994
BSV Ostbevern gegen SC Hoetmar: „Gefühlt viel mehr als Kreisliga“

Ostbevern -

Der BSV Ostbevern gewann am 1. Juni 1994 in Warendorf vor 1800 Zuschauern das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga gegen den SC Hoetmar mit 4:1 nach Verlängerung. Wer dabei war, schwärmt heute noch von diesem Abend – von dem spannenden Match, aber auch von der Feier danach.

Samstag, 06.07.2019, 05:16 Uhr aktualisiert: 10.07.2019, 15:06 Uhr
Libero Bernd Schnittkamp (r.) traf Mitte der ersten Halbzeit mit einem 25-Meter-Freistoß zur 1:0-Führung für den BSV. Alle packen mit an: Vor der Verlängerung ließen sich die BSV-Spieler (von unten) Thomas Dombrowsky, Hansi Winges und Gerd Busch die Muskeln lockern.
Libero Bernd Schnittkamp (r.) traf Mitte der ersten Halbzeit mit einem 25-Meter-Freistoß zur 1:0-Führung für den BSV. Alle packen mit an: Vor der Verlängerung ließen sich die BSV-Spieler (von unten) Thomas Dombrowsky, Hansi Winges und Gerd Busch die Muskeln lockern. Foto: Markus Höppener

Alles schien gelaufen, die Fußballer des BSV Ostbevern wähnten sich nach Ablauf der regulären 90 Minuten als Kreisliga-Meister. Da zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Elfmeter für den SC Hoetmar, Ausgleich zum 1:1, Verlängerung. Das kann eine Mannschaft fertig machen, gerade bei der Hitze, wie sie am 1. Juni 1994 herrschte, einem Mittwochabend vor Fronleichnam. „Die Verlängerung war das Sahnehäubchen einer unglaublichen Saison, ohne dass wir das zu diesem Zeitpunkt schon wussten“, sagt Bernd Schnittkamp , damals Libero der Blau-Weißen, 25 Jahre nach dem Entscheidungsspiel vor offiziell 1800 Zuschauern im Warendorfer Stadtstadion.

Die Ostbeverner standen wieder auf und machten mit einem 4:1-Sieg nach sieben Jahren in der Kreisliga die Rückkehr in die Bezirksliga perfekt. „Das zeigt die Moral der Mannschaft. Wir hatten eine echte Truppe auf dem Platz“, nennt Reinhard Tidde, seinerzeit Kapitän, einen Grund dafür, dass der BSV nach dem Ausgleich nicht zusammenbrach. Drei Mal in Folge war der Verein vorher Vizemeister geworden.

Fußball: Aufstieg des BSV Ostbevern 1994

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  • Der BSV Ostbevern gewinnt am 1. Juni 1994 in Warendorf vor 1800 Zuschauern das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga gegen den SC Hoetmar mit 4:1 nach Verlängerung. Foto: Markus Höppener
  • Der BSV Ostbevern gewinnt am 1. Juni 1994 in Warendorf vor 1800 Zuschauern das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga gegen den SC Hoetmar mit 4:1 nach Verlängerung. Foto: Markus Höppener
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  • Der BSV Ostbevern gewinnt am 1. Juni 1994 in Warendorf vor 1800 Zuschauern das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga gegen den SC Hoetmar mit 4:1 nach Verlängerung. Foto: Markus Höppener
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  • Der BSV Ostbevern gewinnt am 1. Juni 1994 in Warendorf vor 1800 Zuschauern das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga gegen den SC Hoetmar mit 4:1 nach Verlängerung. Foto: Markus Höppener
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  • Der BSV Ostbevern gewinnt am 1. Juni 1994 in Warendorf vor 1800 Zuschauern das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga gegen den SC Hoetmar mit 4:1 nach Verlängerung. Foto: Markus Höppener
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  • Der BSV Ostbevern gewinnt am 1. Juni 1994 in Warendorf vor 1800 Zuschauern das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga gegen den SC Hoetmar mit 4:1 nach Verlängerung. Foto: Markus Höppener
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  • Der BSV Ostbevern gewinnt am 1. Juni 1994 in Warendorf vor 1800 Zuschauern das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga gegen den SC Hoetmar mit 4:1 nach Verlängerung. Foto: Markus Höppener
  • Der BSV Ostbevern gewinnt am 1. Juni 1994 in Warendorf vor 1800 Zuschauern das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga gegen den SC Hoetmar mit 4:1 nach Verlängerung. Foto: Markus Höppener
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  • Der BSV Ostbevern gewinnt am 1. Juni 1994 in Warendorf vor 1800 Zuschauern das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga gegen den SC Hoetmar mit 4:1 nach Verlängerung. Foto: Markus Höppener
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  • Der BSV Ostbevern gewinnt am 1. Juni 1994 in Warendorf vor 1800 Zuschauern das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga gegen den SC Hoetmar mit 4:1 nach Verlängerung. Foto: Markus Höppener
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  • Der BSV Ostbevern gewinnt am 1. Juni 1994 in Warendorf vor 1800 Zuschauern das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga gegen den SC Hoetmar mit 4:1 nach Verlängerung. Foto: Markus Höppener
  • Der BSV Ostbevern gewinnt am 1. Juni 1994 in Warendorf vor 1800 Zuschauern das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga gegen den SC Hoetmar mit 4:1 nach Verlängerung. Foto: Markus Höppener
  • Der BSV Ostbevern gewinnt am 1. Juni 1994 in Warendorf vor 1800 Zuschauern das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga gegen den SC Hoetmar mit 4:1 nach Verlängerung. Foto: Markus Höppener

Ostbevern hatte sich 1993/94 in der Kreisliga A ein spannendes Rennen mit den spielstarken und topbesetzten Hoetmarern geliefert. Verrückt: Mit 4:3 und 5:4 gewannen die Blau-Weißen die beiden direkten Duelle. „Glückwunsch an Ostbevern. Wer uns drei Mal schlägt, ist verdienter Meister“, sagte SCH-Trainer Ralf Koßmann nach dem Entscheidungsspiel. „Hoetmar hat zwar mächtig Druck gemacht, doch wir waren einfach cleverer“, bilanzierte BSV-Coach Erwin Braun nach den denkwürdigen 120 Minuten in der Kreisstadt.

Es war nicht unser bestes Spiel.

Bernd Schnittkamp

„Es war nicht unser bestes Spiel“, erinnert sich Schnittkamp. Die Hoetmarer gaben zunächst den Ton an, Peter Haverkamp verdiente sich Bestnoten. „Ach, vorher beim 5:4 hatte ich mir zwei Kirschen gefangen, deshalb war das dann wieder ausgeglichen“, kommentiert der BSV-Keeper seine Leistung an jenem Abend ganz uneitel. Schnittkamp brachte den BSV Mitte der ersten Halbzeit mit einem Freistoß aus 25 Metern in Führung. Er war für seinen Hammer bekannt, den hatte er in dieser Szene aber gar nicht ausgepackt. „So viel Wucht war da nicht drin. Ich glaube, der Torwart hat sich verschätzt. Ich war selbst überrascht.“

34 Tore von Earl Deverall

Hoetmar musste kommen, doch mit zunehmender Spieldauer ging dem Team die Puste aus. „Ein Elfmetergeschenk“, so schrieben 1994 sowohl die Westfälischen Nachrichten als auch die Münstersche Zeitung, brachte den SCH zurück ins Match. „Klar unberechtigt“, betont Marc Große Stetzkamp. Der Stürmer hatte den Strafstoß verschuldet, sorgte aber schon in der dritten Minute der Verlängerung für die 2:1-Führung. „Die Hoetmarer waren danach fertig“, erinnert er sich. Sturmpartner Earl Deverall erhöhte mit einem Doppelpack auf 4:1. In der Meisterschaft hatte er 34 Mal getroffen und Große Stetzkamp 23 Mal. „Wir hatten ein unglaubliches Sturmduo. Das war vielleicht das Entscheidende in dieser Saison“, meint Reinhard Tidde.

Als wir in Ostbevern ankamen, standen die Leute schon auf der Hauptstraße.

Peter Haverkamp

Was danach in Warendorf, auf der Rückfahrt mit dem Bus und vor allem in der Vereinsgaststätte Finke abging, hat keiner der Beteiligten vergessen. „Als wir in Ostbevern ankamen, standen die Leute schon auf der Hauptstraße. Keiner hätte gedacht, dass es so voll wird“, erinnert sich Peter Haverkamp. „Das war legendär“, schwärmt Bernd Schnittkamp. „Bei Finke fing das Spektakel ja schon auf dem Parkplatz an. Gefühlt war das viel mehr als Kreisliga.“

BSV: Haverkamp – Schnittkamp – Winges, Tidde – Busch, Cappenberg (73. Wennemann), Dombrowsky, Pahgenkemper, Wiegmann (26. Mattews) – Große Stetzkamp, Deverall.

Tore: 1:0 Schnittkamp (25.), 1:1 Meller (90./Foulelfmeter), 2:1 Große Stetzkamp (93.), 3:1 und 4:1 Deverall (100./114.).

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