Fußball: Bezirksliga
Frisches Piggenblut

Borghorst -

In der vergangenen Saison mischte der SV Wilmsberg lange um Meisterschaft und Aufstieg mit. Am Saisonende ging den Piggen jedoch ein wenig die Luft aus. Damit das in der bevorstehenden Serie nicht noch einmal passiert, rüstete der SVW seinen Kader auf – vornehmlich mit jungen Akteuren, die allesamt eine „Piggen-DNA“ in sich tragen. Eine spannendes Experiment, das eine prickelnde Saison verspricht.

Montag, 15.07.2019, 17:08 Uhr aktualisiert: 15.07.2019, 17:16 Uhr
Fußballerische Jungforscher: SV Wilmsbergs Trainer Christof Brüggemann (stehend, re.) und Marius Wies (stehend, li.), die am Samstag die Neuzugänge (stehend von li.) Mirko Pöhlker, Tobias Buck, Alexander Pöpping sowie (hockend von li.) Benedict Starp, Simon Scharlau und Moritz Gedenk präsentierten.
Fußballerische Jungforscher: SV Wilmsbergs Trainer Christof Brüggemann (stehend, re.) und Marius Wies (stehend, li.), die am Samstag die Neuzugänge (stehend von li.) Mirko Pöhlker, Tobias Buck, Alexander Pöpping sowie (hockend von li.) Benedict Starp, Simon Scharlau und Moritz Gedenk präsentierten. Foto: Heiner Gerull

Geht es um Fußball, dann reicht es nicht, nur dabei zu sein. Auch beim SV Wilmsberg wissen sie das, und deshalb gaben die Jungs zum Ende der ersten Trainingswoche am Samstag noch einmal richtig Gas.

Mittendrin: die sechs Neulinge, die sich dem SVW angeschlossen haben. Fünf der sechs Zugänge haben eine Wilmsberger Vergangenheit. Denn sie sind beim heimischen Bezirksligisten groß geworden, erlernten im Waldstadion das Fußball-Einmaleins. Worüber sich Trainer Christof Brüggemann ganz besonders freut: „Bei uns fließt jetzt noch mehr Piggenblut – eine Mannschaft mit einer echten Wilmsberger DNA.“

Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass der Wilmsberger Kader gegenüber der vergangenen Saison breiter aufgestellt „und auch ausgeglichener besetzt ist“, wie Brüggemann sagt. Mit Diogo Maia Rego (zum FC Galaxy Steinfurt) und Cedric Eisfeld (zurück zum SC Nienberge) verließen zwei Akteure den Verein. Dafür rückt gleich ein halbes Dutzend geballter fußballerischer Jungforscher nach, die allesamt mehr als die gewünschte Wilmsberger DNA mit sich bringen.

Mirko Pöhlker und Alex­ander Pöpping hatten sich schon vor Beginn ihres zweiten Jahres bei den Wilmsberger C-Junioren in Richtung Borussia Emsdetten verabschiedet, wo sie fortan in überkreislichen Ligen Erfahrungen sammelten. Simon Scharlau hatte in seinem ersten A-Junioren-Jahr bei der Jugend-Spielgemeinschaft (JSG) Wilmsberg/Borghorst als 27-facher Torschütze die Kreisliga förmlich in Grund und Boden geballert, was auch in Emsdetten wahrgenommen wurde. Fortan verbrachte Scharlau sein zweites Jahr in der A-Jugend der Borussia, wo der Wilmsberger unter Trainer Reinhard Kloppenborg in der Landesliga zum Einsatz gekommen war.

Nun zieht es alle drei zurück ins Piggenland. Sie sind überzeugt davon, dass der SVW die passende Kragenweite sein könnte, um den nächsten Schritt in der Entwicklung zu tätigen. Diesen erhofft sich auch Moritz Gedenk, der von den eigenen A-Junioren in die „Erste“ nachrückt. Und dass auch Benedict Starp zum Kreis jener gehört, die sich um einen Stammplatz im Wilmsberger Bezirksliga-Kader bewerben, registriert Brüggemann mit spürbarer Zufriedenheit. „Es wird höchste Zeit, dass mal wieder ein Spieler aus unserer Zweiten nachrückt.“ Womit der Coach zum Ausdruck bringen will, dass die Grenze zwischen erster und zweiter Mannschaft durchaus fließend und keineswegs in Stein gemeißelt ist.

Selbst Tobias Buck, sechster Neuzugang im Bunde, kann man familienbedingt eine gewisse Piggen-Affinität bescheinigen, auch wenn er zuletzt das Trikot des TuS Germania Horstmar und davor das des TuS Laer getragen hat. Insider werden sich daran erinnern, dass Bucks Onkel Anfang der 1980er Jahre einmal den SV Wilmsberg gecoacht hat.

Trainiert wird in der Vorbereitungsphase überwiegend fünf Mal pro Woche (Testspiele inklusive). Bisweilen geht es dabei auch an die Schmerzgrenze, denn ein bisschen „Willensschulung“, so Brüggemann, müsse schließlich sein. „Grundsätzlich aber“, so der Trainer weiter, „machen wir alles mit Ball. Wir sind schließlich Fußballer und keine Leichtathleten“.

Einem, dem das – notgedrungen – erspart bleibt, ist Marcel Thoms. Der hatte sich schon am zweiten Trainingstag einen Bänderriss im Fußgelenk zugezogen und fällt voraussichtlich vier bis sechs Wochen aus.

►  Testspiele: heute gegen SpVgg Langenhorst/Welbergen; im Rahmen der Stadtmeisterschaft gegen Preußen Borghorst und 1. FC Nordwalde am 17. Juli (Mittwoch); Finalrunde Stadtmeisterschaft am 20. Juli (Samstag); gegen SuS Neuenkirchen II am 2. August (Freitag); beim SC Südlohn am 6. August; Kreispokalspiel bei Matellia Metelen am 4. August (Sonntag).

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