Fußball: Testspiel SV Drensteinfurt - RW Ahlen
Dickes Lob vom Gegner: SV Drensteinfurt zieht sich gut aus der Affäre

Drensteinfurt -

Wer hätte das gedacht? Erst ein Tor in der 85. Minute brachte den haushohen Favoriten aus Ahlen auf die Siegerstraße. Das zeigt: Bezirksligist SV Drensteinfurt machte seine Sache gegen den Oberligisten ziemlich gut. RWA-Coach Christian Britscho hatte dann auch vorwiegend Lob für die Gastgeber.

Freitag, 19.07.2019, 14:00 Uhr
Da staunten auch die rund 200 Besucher: Andre Vieira Carreira (r.) und der SVD hielten gegen RW Ahlen gut mit.
Da staunten auch die rund 200 Besucher: Andre Vieira Carreira (r.) und der SVD hielten gegen RW Ahlen gut mit. Foto: Matthias Kleineindam

Christian Britscho hätte sich beklagen können – über die Leistung seiner Jungs oder das magere Ergebnis von 2:1 (1:1) aus Sicht des Fußball-Oberligisten. Tat er aber nicht. Stattdessen lobte der Trainer von Rot-Weiß Ahlen den Gegner. „Das war eine richtig gute Leistung von Drensteinfurt“, sagte Britscho nach dem knappen Erfolg seiner Jungs im Vorbereitungsspiel beim Bezirksligisten SV Drensteinfurt.

„Das Kompliment nehme ich natürlich gerne an“, sagte SVD-Coach Oliver Logermann, dessen Jungs vor gut 200 Zuschauern im Erlfeld erst kurz vor Schluss das 1:2 kassiert hatten. „Das war ein Schritt nach vorne und gibt eine Menge Selbstbewusstsein.“ Logermann war „sehr zufrieden“. Die Stewwerter hätten „relativ wenig zugelassen“, und auch läuferisch sei das Testspiel eine „gute Einheit“ gewesen.

Trotz RWA-Führung wird Spiel nicht einseitig

Britscho sah ein „sehr intensives Spiel“ mit „viel Ballbesitz“ für die Ahlener. „Allerdings haben wir uns nicht viele Chancen rausgespielt – vor allem in der zweiten Halbzeit.“

Geleitet wurde die Partie auf dem Naturrasen von einem Schiedsrichter-Gespann, zu dem neben dem jungen Unparteiischen Lasse Lütke-Kappenberg der Assistent Malte Stöhr vom SVD an der Linie gehörte. Lütke-Kappenberg entschied in der elften Minute auf Elfmeter für RWA – eine zumindest fragwürdige Entscheidung. Adrian Cieslak bedankte sich und brachte den Favoriten früh in Führung.

Alexander Pankok (rechts), hier gegen Stefan Kaldewey, und der SVD liefen gegen den Oberligisten keineswegs nur nebenher.

Alexander Pankok (rechts), hier gegen Stefan Kaldewey, und der SVD liefen gegen den Oberligisten keineswegs nur nebenher. Foto: Kleineidam

Doch wer gedacht hatte, es würde einseitig, hatte sich getäuscht. Nachdem Akil Cömcü nach einem Fehler der Drensteinfurter knapp links am Tor vorbeigeschossen hatte (20.), scheiterte SVD-Kapitän Daniel Ziegner – der beste Mann auf dem Platz – auf der anderen Seite an Ahlens Keeper Rene Grabowski (22.). Kurz vor der Pause glichen die Gastgeber aus. Nach einem Foul an Dennis Popil gab es erneut Elfmeter. Neuzugang Diogo Castro verwandelte souverän (40.).

Nieddu sorgt in der 85. Minute für die Entscheidung

In Durchgang zwei passierte wenig. Ismail Budak zielte drüber (75.), Marvin Schurig versuchte es per Distanzschuss (82.) Die beste Szene gehörte dem eingewechselten Guiliano Nieddu, der mit links flach und platziert ins rechte Eck traf (85.).

„Wir waren ein guter Gastgeber und sind mehr als zufrieden“, sagte SVD-Senioren-Obmann Alexander Moos zum Ablauf der Veranstaltung und dankte den Helfern. Die Einnahmen, nach Angaben von Moos ein mittlerer dreistelliger Betrag, kommen der Vereinsarbeit zugute.

SVD: Scharbaum, Ziegner, A. Schulze-Geisthövel, Vieira Carreira, Hoeveler, van Elten, Pankok, V. Kröger, De. Popil, Bußmann, Castro (eingewechselt: Kofoth, Ressler, Bisping, Wichmann, Schouwstra)

RWA: Grabowski, Cieslak, Güney, Schmidt, Cömcü, Berger, Stroemer, Mai, Kaldewey, Frede, Sekulic (eingewechselt: Schipmann, Glinka, Lindner, Eickhoff, Pihl, Schmitz, Budak, Nieddu, Schurig)

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