Fußball: Fuchs-Cup
Davaria Davensberg tritt nicht mehr an

Herbern -

Davaria Davensberg hat das erste Spiel beim Vorbereitungsturnier in Herbern gegen Gastgeber SVH mit 0:5 (0:1) verloren. Nur interessierte das hinterher keinen mehr. Über einen sehr emotionalen Abend und seine Konsequenzen.

Dienstag, 23.07.2019, 14:37 Uhr aktualisiert: 23.07.2019, 14:40 Uhr
Davaria-Kapitän Jahja-Raed (am Ball) bekam – unabsichtlich – den Ellbogen eines Herberners ins Gesicht.
Davaria-Kapitän Jahja-Raed (am Ball) bekam – unabsichtlich – den Ellbogen eines Herberners ins Gesicht. Foto: flo

Der erste Auftritt des SV Davaria Davensberg beim Fuchs-Cup war zugleich der letzte. Am Tag nach dem 0:5 (0:1) des A-Ligisten gegen Ausrichter SV Herbern gaben Spielertrainer Masen Mahmoud und Klub-Vize Uwe Mörchen bekannt, dass das Team zu den Gruppenspielen gegen Westfalia Kinderhaus am Mittwoch und den FC Nordkirchen am Freitag (jeweils 18.15 Uhr) nicht antritt.

Personalsituation desolat

Hauptgrund, versichern beide, sei die desolate Personalsituation. Schon am späten Montagabend standen ganze zwölf Mann auf dem Berichtsbogen (von denen einer, Andreas Stilling, üblicherweise das Tor hütet, diesmal aber aus Mangel an Alternativen im Feld aushalf). Da sich zwei weitere Akteure, Umberto Nicosia sowie Jahja Raed, im Verlauf der Begegnung verletzten und ein dritter, Christopher Merten , kurz vor dem Ende wegen Meckerns die Ampelkarte sah, mache ein Spiel gegen die Kinderhauser überhaupt keinen Sinn, so Davensbergs zweiter Vorsitzender: „Die lachen uns doch aus. Wir können gegen eine so starke Truppe ja schlecht die Alten Herren aufbieten.“

Mahmoud, immer noch aufgewühlt von den Vorkommnissen des Vorabends, ergänzt, „dass wir uns aber auch ungern ein zweites Mal von so einem Schiedsrichter hätten vorführen lassen“. Der Unparteiische „hat uns das ganze Spiel über mit einer unfassbaren Arroganz herabgewürdigt“. Der gescholtene Referee seinerseits erklärte dem Portal heimspiel-online.de, das gesamte Gespann habe sich mehrfach respektlose Äußerungen der Davensberger anhören müssen. Daher auch der Merten-Verweis (nebst Sonderbericht).

Konsequenzen im Fall Merten

An der Stelle sind Mahmoud und Mörchen uneins. Während der spielende Coach ein Stück weit Verständnis für den Ausraster seines Innenverteidigers aufbringt („wenn er das Gefühl hat, dass seine Nebenleute in einem fort ungerecht behandelt werden, erwacht sein Beschützerin­stinkt“), kündigt Mörchen „Konsequenzen“ im Fall Merten an. Schon mehrfach hätten die Verantwortlichen den Abwehrspieler ermahnt, seine Emotionen besser im Zaum zu halten.

Was Mahmoud zusätzlich wurmt: „Dass wir 85 Minuten richtig gut dagegengehalten haben, rückt völlig in den Hintergrund.“ Erst spät machte der SVH es durch Tore von Julian Trapp (45./46.), Nika Amoev (85./90.) und Jan Hoenhorst (86./FE) standesgemäß. Im Übrigen hege er, Mahmoud, überhaupt keinen Groll gegen die Herberner. Die hätten seinen Kapitän Raed nach einem – unabsichtlichen – Ellbogenstoß ins Gesicht sogar erstversorgt.

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