Fußball: Oberliga Westfalen
Da kommen reichlich Kilometer zusammen

Ahlen -

Am Freitag wird die 38. Oberliga-Saison mit einem Derby eröffnet. Regionalliga-Absteiger SC Wiedenbrück muss beim FC Gütersloh antreten. Gerade einmal zehn Kilometer liegen zwischen beiden Orten, aber es ist nicht die kürzeste Distanz zweier Oberligateams, wie die Entfernungsmatrix zeigt.

Mittwoch, 07.08.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 09.08.2019, 15:52 Uhr
Von Rheine bis Siegen, von Schermbeck bis Paderborn reicht die Oberliga Westfalen. Da kommen auf fast alle Teams reichlich Kilometer zusammen. RW Ahlen muss gleich fünf Mal Strecken von über 100 Kilometern zurücklegen.
Von Rheine bis Siegen, von Schermbeck bis Paderborn reicht die Oberliga Westfalen. Da kommen auf fast alle Teams reichlich Kilometer zusammen. RW Ahlen muss gleich fünf Mal Strecken von über 100 Kilometern zurücklegen. Foto: Manfred Krieg

Zwischen dem ASC Dortmund und dem Holzwickeder SC sind sogar nur sechs Kilometer zurückzulegen. Auch Absteiger Kaan-Marienborn und die Sportfreunde Siegen liegen bei sieben Kilometern fast in Sichtweite.

Die Rot-Weißen aus Ahlen starten indes am Sonntag zunächst mit einem Heimspiel gegen die Nordspitze der Liga, den FC Eintracht Rheine, der sich am letzten Spieltag gerade noch so retten konnte. Ansonsten werden die heimischen Fuß-baller auf viele alte Bekannte treffen. Lediglich Überflieger FC Schalke 04 2 und der TuS Haltern verließen die Staffel Richtung Regionalliga West. Von dort kehrten der SC Wiedenbrück und der 1. FC Kaan-Marienborn zurück.

Fünf Auswärtsspiele in über 100 Kilometern Entfernung

In die Verbandsliga mussten der FC Brünninghausen und der 1. FC Gievenbeck. Dabei wurde ein Team aus Münster gegen das andere getauscht, denn zum ersten Mal stieg die Drittliga-Reserve des SC Preußen Münster in die Oberliga auf. Der zweite Neuling dürfte den Ahlenern zumindest rein fahrttechnisch nicht so sehr schmecken: Der RSV Meinerzhagen ist ebenfalls Oberliga-Novize, aber 104 Kilometer entfernt. Zu fünf der 17 Aufwärtsspiele müssen die Ahlener mehr als 100 Kilometer zurücklegen.

Durch den Aufstieg von Meinerzhagen und den Abstieg von Kaan-Marienborn hat sich eine neue „Siegerland-Connection“ gebildet, wobei Meinerzhagen eigentlich zum Märkischen Kreis gehört. Diese vier Teams liegen geballt zusammen und bilden zum Leidwesen der restlichen Teams die Südspitze der Oberliga Westfalen, denn das bedeutet weite Fahrten und bei ungünstigen Witterungsbedingungen im Winter das erhöhte Ausfallrisiko von Partien wegen der geografischen Lage.

Timon Schmitz und Rot-Weiß Ahlen müssen in der am Freitag beginnenden Oberliga-Saison 2019/2020 zum Teil weite Anreisen in Kauf nehmen.

Timon Schmitz und Rot-Weiß Ahlen müssen in der am Freitag beginnenden Oberliga-Saison 2019/2020 zum Teil weite Anreisen in Kauf nehmen. Foto: Marco Stiemke

Reichlich Bewegung in den Kadern

Während die Zusammensetzung der Oberliga relativ stabil blieb, haben sich die Kader der 18 Teams kräftig durchgemischt. 125 Spieler verließen ihren Klub, 122 kamen neu hinzu. In Wiedenbrück war es nach dem Abstieg ein Kommen und Gehen. 14 Spieler gingen, zehn kamen neu, vier davon aus der eigenen Jugend oder Reserve, die in der Bezirksliga spielt. Bei den Aufsteigern passierte wenig. Meinerzhagen verlor nur einen Spieler und holte drei – zwei vom Absteiger Brünninghausen. Preußen Münster 2 tauschte drei Spieler aus. Auch beim SV Schermbeck tat sich wenig: Zwei gingen, drei kamen.

In Ahlen wurde ebenfalls mal wieder kräftig am Kader gearbeitet. Zehn Abgängen stehen zwölf Zugänge gegenüber, wobei allein drei Akteure aus der eigenen Jugend kommen. Die Rot-Weißen bedienten sich besonders gerne beim Aufsteiger TuS Haltern, nämlich gleich dreifach (Stephan Tantow, Bennet Eickhoff und Luca Steinfeld). Auch vom Nachbarn Hammer SpVg kamen zwei Spieler (Mike Pihl und Pascal Schmidt). Dort wurde indes der Kader kräftig ausgedünnt. 13 Spieler verließen Hamm, bislang stehen aber nur acht auf der Liste der Zugänge.

Holzwickeder SC landet Königstransfer

Den Königstransfer landete wohl der Holzwickeder SC. Das Team aus Dortmund holte sich Mittelstürmer Marcel Reichwein, der im letzten halben Jahr beim TSV Steinbach-Haiger in der Regionalliga Südwest kickte. In Ahlen ist er noch bestens bekannt, absolvierte er doch in der Saison 2009/10 in der 2. Bundesliga 14 Partien für die Rot-Weißen. In der heimischen Region wurde er zuletzt durch sein zweijähriges Engagement beim Drittligisten Preußen Münster bekannt, für den er in 66 Spielen 18 Ligatore erzielte.

Entfernungsmatrix Oberliga Westfalen Saison 2019/2020

Entfernungsmatrix Oberliga Westfalen Saison 2019/2020 Foto: Manfred Krieg

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