Fußball: Landesliga
Fehlstart für Kinderhaus im Favoritenduell gegen Mesum

Münster -

Westfalia Kinderhaus traf gleich zum Auftakt auf einen weiteren Aufstiegsanwärter – und erlitt gleich einen ersten Rückschlag. Beim 0:2 gegen den SV Mesum ließen die Münsteraner sich vom unbequemen Stil der Gäste überraschen und düpieren.

Sonntag, 11.08.2019, 13:06 Uhr aktualisiert: 14.08.2019, 10:10 Uhr
Westfalia-Youngster Jürgen Venikh (r.) sucht den Zweikampf mit Mesums Tobias Göttlich.
Westfalia-Youngster Jürgen Venikh (r.) sucht den Zweikampf mit Mesums Tobias Göttlich. Foto: fotoideen.com

Zwei mutmaßliche Landesliga-Größen warfen unterschiedliche Tugenden ins Duell – mit dem schlechteren Ende für die Ballbesitz-Fußballer von Westfalia Kinderhaus . Die schlichen nach dem 0:2 (0:1) vor 400 Zuschauern gegen den robust-abgezockten Westfalenliga-Absteiger SV Mesum von der Großen Wiese.

Im 4-3-3 und rechts herum mit den beiden bisherigen U-19-Junioren Jürgen Venikh und davor Rui Petro Guimares startete der Gastgeber, der in Jakob Schlatt einen externen Neuzugang aufbot. Die drei Ex-Hiltruper wurden eingewechselt – Trainer Marcel Pielage wählte für die Startelf jene aus, die vollkommen fit waren und gut trainiert hatten. Kinderhaus ließ den Ball laufen und beschäftigte Mesum ordentlich, beschwor aber keine Szenen herauf. Nach Ballverlust von Vorwärtsmarschierer Nick Rensing scheiterte Christopher Strotmann nach Konter an Keeper René Steinke. Der ließ der Klasse-Tat einen Patzer folgen. Er wischte den scharfen Eckball von Tobias Göttlich an den Pfosten – SVM-Neuzugang Ugur Birdir staubte ab (15.).

Gäste-Coach Marcel Langenstroer sah den Plan zweckmäßig aufgehen: Insgesamt kompakt und individuell bissig kaufte seine Elf um den präsenten wie beinharten Kevin Grewe, geschult in 167 Oberliga-Spielen für Rheine, der spielerisch stärkeren Westfalia den Schneid ab. Um die Temponachteile aufzufangen, stand die Viererkette der Gäste tief. Simon Winter per Kopf, Mike Liszka per Heber und der Antreiber Corvin Behrens per Weitschuss sorgten für halbwegs gefährliche Westfalia-Abschlüsse. Im letzten Drittel agierten die Münsteraner hektisch und unpräzise.

In Minute 58 hätte Schlatt die Wende erzwingen können: Der Ex-Altenberger wurde von Winter bestens eingesetzt, zögerte einen Tick zu lange und ließ Mesums Luca Schweder mit langem Bein klären. Pielage brachte Janik Bohnen und Jan Kniesel als neue Schwungräder, aber Steinke war gefordert gegen Versuche von Dominic Schmidt. Dann langte Strotmann zu, der Rensing traf und auch den freien Ball ins Tor bugsierte (70.). Über einen Pfiff hätte sich Mesum kaum beschweren dürfen, aber Referee Marcel Skorupa zog seine seltsam großzügige Zweikampfbewertung durch.

In der Schlussphase drängte Kinderhaus zu schnell nur durchs Zentrum vorwärts. „Das war am Ende fahrig und ohne jede Ordnung“, sagte Pielage, dem Mesums Stil überhaupt nicht gefiel („Nur lang hinten raus ...“), der Zusammenhalt seiner Elf aber auch nicht. „Wir haben viel investiert, aber dabei hat jeder sein Süppchen gekocht.“ Westfalia: Steinke – Venikh, Rensing, Niehues, Alic (70. Brüggemann) – Schlatt (61. Kniesel), Schöneberg, Behrens – Guimares (75. Jungfermann), Winter (61. Bohnen), Liszka

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