Fußball: 2. Bundesliga
Joost van Aken neuer Innenverteidiger beim VfL Osnabrück

Osnabrück -

Der VfL Osnabrück hat Joost van Aken verpflichtet. Der 25-jährige Niederländer wird für ein Jahr vom englischen Zweitligisten Sheffield Wednesday ausgeliehen. Im Testspiel gegen SC Wiedenbrück am Mittwochabend (5:1) gab er bereits sein Debüt.

Donnerstag, 15.08.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 16.08.2019, 18:28 Uhr
Neu beim VfL Osnabrück und im kurzfristig anberaumten Testspiel gegen den SC Wiedenbrück gleich im Einsatz: Joost van Aken.
Neu beim VfL Osnabrück und im kurzfristig anberaumten Testspiel gegen den SC Wiedenbrück gleich im Einsatz: Joost van Aken. Foto: Helmut Kemme

Zweieinhalb Wochen vor Ende der Wechselfrist hat der VfL Osnabrück wieder auf dem Transfermarkt zugeschlagen – und ein weiteres Leihgeschäft getätigt: Vom englischen Zweitligisten Sheffield Wednesday kommt Abwehrspieler Joost van Aken für ein Jahr.

1,94 Meter Körpergröße bringt der schlanke Niederländer mit – und erfüllt damit eine Anforderung von Sportdirektor Benjamin Schmedes , der explizit nach großen Spielern für zentrale Positionen gesucht hatte. Als Linksfuß ist van Aken auf der linken Innenverteidiger-Position optimal aufgestellt – dort, wo Maurice Trapp vor seinem Ausfall wegen Rückenbeschwerden so überzeugend agiert hatte.

„Seine Körpergröße, seine fußballerischen Fähigkeiten und sein linker Fuß waren wichtige Komponenten bei dieser Verpflichtung“, bestätigt VfL-Sportdirektor Benjamin Schmedes, der schon vor Jahren in seiner Zeit beim Hamburger SV van Aken beobachtet hat: Dieser hatte beim SC Heerenveen in der Eredivisie mit Jeremiah St. Juste ein starkes Innenverteidiger-Duo gebildet – jenem St. Juste, den Mainz 05 vor ein paar Tagen für acht Millionen Euro von Feyenoord Rotterdam verpflichtet hat.

Zwischen 2013 und 2017 spielte van Aken regelmäßig für Heerenveen in der ersten Liga der Niederlande. Dann kaufte ihn Sheffield Wednesday für kolportierte drei Millionen Euro. In der zweiten Liga Englands spielte er zu Beginn regelmäßig, bevor ihn eine langwierige Oberschenkelverletzung aus der Bahn warf. In der vergangenen Saison stand er im ersten Ligaspiel wieder auf dem Platz, ehe er sich bei einer Grätsche so schwer verletzte, dass er an der Ferse operiert werden musste.

Van Aken ist in Haarlem geboren, der Osnabrücker Partnerstadt etwa zehn Kilometer westlich von Amsterdam. „Das wusste ich gar nicht – aber passt ja gut“, sagt der 25-Jährige, der bescheiden sagt, er müsse nach fünf Jahren in der Schule die deutsche Sprache erst wieder lernen, aber sich schon gut verständigen kann. Seit drei Wochen steht er mit Schmedes in Kontakt, am Sonntag hat er das DFB-Pokalspiel gegen RB Leipzig (2:3) vor Ort im Stadion erlebt. „Ich war beeindruckt: Von der Atmosphäre im Stadion und auch vom Niveau des Spiels. Danach wollte ich zum VfL – es freut mich, dass es jetzt geklappt hat“, sagt van Aken.

Von Akens Vertrag in Sheffield läuft bis Sommer 2021. Nun soll er eine Saison in der 2. Bundesliga Spielpraxis sammeln. Sheffield Wednesday hatte zuvor aus der 2. Bundesliga als Innenverteidiger Julian Börner (28) von Arminia Bielefeld verpflichtet und jüngst den Schotten David Bates (22) vom Hamburger SV ausgeliehen: So ergaben sich jene Marktbewegungen, die Schmedes im Sinn hatte, als er sagte, man werde notfalls bis Ende August mit weiteren Verpflichtungen warten. „Unsere Aktivitäten sind nun nicht abgeschlossen – wobei wir von einem Spieler überzeugt sein müssen. Die nächsten zweieinhalb Wochen bleibe ich jedenfalls sehr auf Empfang geschaltet“, sagte Schmedes mit Blick auf das am 2. September schließende Transferfenster.

„In Holland wird mehr auf Technik Wert gelegt, in der Championship in England hat die Physis eine große Rolle gespielt. Mein Eindruck ist: Die 2. Bundesliga ist eine Mischung aus beidem. Daher hoffe ich, dass ich dem VfL helfen kann“, sagt van Aken. Beim VfL ergänzt er das aktuell verfügbare potenzielle Innenverteidiger-Quartett aus Lukas Gugganig, Moritz Heyer, Adam Susac und Thomas Konrad. Die Langzeitverletzten Konstantin Engel, Simon Haubrock und Maurice Trapp stehen bis auf weiteres bekanntlich nicht zur Verfügung.

VfL siegt im Testspiel gegen SC Wiedenbrück mit 5:1

-hech- Osnabrück. Mit einem langen Trainingstag hat Fußball-Zweitligist VfL Osnabrück am Mittwoch die Vorbereitung auf das Heimspiel am kommenden Montag (20.30 Uhr) gegen den SV Darmstadt 98 aufgenommen. Nach den Trainingseinheiten am Vor- und Nachmittag schlossen die Lila-Weißen den Tag mit einem kurzfristig anberaumten Testspiel gegen den SC Wiedenbrück ab. Die Elf von Trainer Daniel Thioune gewann die Partie gegen den Oberligisten mit 5:1.

In der ersten Elf beim VfL stand auch Neuzugang Joost van Aken. Nur wenige Stunden nachdem der Wechsel des Innenverteidigers auf Leihbasis zum Zweitligisten perfekt war, durfte der 25-Jährige in der Dreierabwehrkette den linken Part übernehmen. „Der erste Eindruck ist okay. Er hat nicht so viel falsch gemacht, dass er wieder nach Hause geschickt werden muss“, schmunzelte der VfL-Coach. Der Trainer war auch mit der Leistung und dem Engagement der anderen Akteure zufrieden. In der ersten Halbzeit trafen Marcos Alvarez (18.), und Kevin Friesenbichler (39.) vom Elfmeterpunkt sowie Manuel Farrona Pulido (37.). Das 1:3 kurz vor der Pause erzielte Daniel Brinkmann. Benjamin Girth (58.), und erneut Alfavrez (74.), trafen im zweiten Durchgang.

VfL Osnabrück: Kühn (68. Beckemeyer) – Taffertshofer (46. Duhme), Gugganig (46. Heyer), van Aken (68. Ghassan) – Granatowski, Klaas, Köhler, Farrona Pulido – Alvarez (Baya Baya) – Friesenbichler, Girth.

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