Fußball: 2. Bundesliga
VfL Osnabrück verliert unglücklich mit 0:1 beim 1. FC Nürnberg

Osnabrück -

Sie haben alles gegeben, alles versucht, aber es sollte nicht sein. Nach einer intensiven Partie musste sich der VfL Osnabrück am Sonntag mit 0:1 (0:0) beim 1. FC Nürnberg geschlagen geben.

Sonntag, 25.08.2019, 00:00 Uhr
Der Nürnberger Iuri Medeiros kämpft mit die Osnabrücker Lukas Gugganig (links) und Joost van Aken um den Ball.
Der Nürnberger Iuri Medeiros kämpft mit die Osnabrücker Lukas Gugganig (links) und Joost van Aken um den Ball. Foto: dpa

Das Tor des Tages erzielte Johannes Geis in der 80. Minute. Danach hatten die Lila-Weißen nichts mehr zuzusetzen, zumal sie drei Mal verletzungsbedingt defensiv wechseln mussten. In der Offensive fehlten entsprechend am Ende die Körner. Torhüter Nils Körber (45.+3, Knie), Lukas Gugganig (46., Knöchel) und Jost van Aken (75., benommen nach Sturz auf den Rücken) mussten das Feld verlassen.

Es war ein zähes Spiel mit vielen Unterbrechungen. In beiden Halbzeiten ließ Schiedsrichter Sven Wachitzki aus Essen acht Minuten nachspielen. Unter dem Strich geht der Erfolg der Hausherren, die ein Eckenverhältnis von 15:1 verzeichneten aufgrund der Mehrzahl an Chancen in Ordnung, wenn er auch einem echten Arbeitssieg gegen nie aufsteckende Osnabrück gleichkommt. „Es war gerade nach unserem nicht so guten Start ein wichtiger Triumph. Allen ist viel Ballast abgefallen“, freute sich Siegtorschütze Geis.

Der VfL in gleicher Startformation wie bei der 4:0-Gala gegen Darmstadt am Montag, legte gut los, war mutig, offensiv und ohne Respekt. Doch die Clubberer schwammen sich mit zunehmender Dauer frei und waren in der 17. Minute der Führung nahe. Einen Freistoß von Johannes Geis verlängerte Jost van Aken an den eigenen Pfosten, ehe ihn Nils Körber dingfest machen konnte. Wenig später konnte FCN-Neuzugang Michael Frey in einem Gewühl erst im letzten Moment geblockt werden.

Als die Hausherren die volle Spielkontrolle zu übernehmen schienen, schlug der VfL zu. Anas Ouahim machte sich auf und davon und vollendete nach einer guten halben Stunde zur vermeintlichen Führung der Lila-Weißen. Nach Videobeweis wurde der Treffer wegen Abseits jedoch aberkannt. Eine knappe, aber durchaus richtige Entscheidung.

Und dann stand der bis dahin beste Osnabrücker Nils Körber im Blickpunkt, der bis dahin auch die meisten Ballkontakte verzeichnete. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs parierte Körber zunächst einen 20-Meter-Knaller von Picano Maeiros glänzend, verletzte sich dabei aber am Knie. Nach langer Behandlungspause stand fest, es geht nicht weiter. Für ihn rückte Philipp Kühn zwischen die Pfosten, der sein letzten Zweitliga-spiel vor sieben Jahren für den SV Sandhausen absolviert hat. Er leistete aber einen guten Job.

Das 0:0 zur Pause hatten sich die Osnabrücker dennoch verdient. Nach der Auswechslung des verletzten Lukas Gugganig agierte der VfL nach dem Seitenwechsel in einem 4-2-3-1 ohne die Ordnung zu verlieren. Allerdings kam aufgrund zahlreicher Unterbrechungen zunächst kein echter Spielfluss auf. Als dann auch noch van Aken das Feld leicht benommen verlassen musste, nachdem er kurz zuvor böse auf den Rücken gestürzt war, war der VfL vornehmlich um Schadensbegrenzung bemüht, zumal der Club immer mehr Druck entwickelte.

Das klappte nur bis zur 80. Minute, als sich Johannes Geis den Ball zurecht legte und aus 18 Metern unhaltbar für Kühn zum Tor des Tages traf. Danach versuchte der VfL alles, doch noch den anvisierten Punkt mitzunehmen, umsonst. Die Kräfte reichten einfach nicht mehr. Damit blieben die Lila-Weißen erstmals in dieser Saison ohne eigenen Torerfolg.

1. FC Nürnberg : Mathenia - Valentini, Erras, Sörensen, Handwerker (46. Nürnberger) - Geis, Jäger, Iuri Medeiros (71. Behrens), Hack, Dovedan - Frey.

VfL Osnabrück : Körber (45.+3 Kühn)- Heyer, Gugganig (46. Köhler), van Aken - Agu, U. Taffertshofer, Blacha, Wolze - Amenyido, Ouahim - Heider.

Tore: 1:0 Geis (80.). - Schiedsrichter: Sven Waschitzki (32, Essen). - Gelbe Karten : Geis, Nürnberger - Taffertshofer, Heyer. - Zuschauer: 27 000.

Nächstes VfL-Spie l: Sonntag, 1. September (13.30 Uhr, Bremer Brücke) gegen Karlsruher SC.

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