Fußball: Tribünengespräch
Beeindruckender Sieg und schmerzhaftes Debakel für den 1. FC Gievenbeck

Münster -

Kontrastreicher Nachmittag für den 1. FC Gievenbeck: Während die erste Mannschaft überzeugend mit 2:0 beim SuS Neuenkirchen gewann, ging die Reserve in der Bezirksliga beim 0:11 in Hauenhorst baden. Zurückgemeldet hat sich unterdessen Westfalia Kinderhaus.

Montag, 26.08.2019, 12:46 Uhr aktualisiert: 26.08.2019, 18:40 Uhr
Trainer Michael Füstmann ist nicht zu beneiden um seine schwierige Aufgabe in Gievenbeck. Am Sonntag verlor er mit seinem Team 0:11 in Hauenhorst.
Trainer Michael Füstmann ist nicht zu beneiden um seine schwierige Aufgabe in Gievenbeck. Am Sonntag verlor er mit seinem Team 0:11 in Hauenhorst. Foto: fotoideen.com

Und dann brachen alle Dämme ... 0:11 (0:4) verlor die zweite Mannschaft des 1. FC Gievenbeck ihre Bezirksliga-Partie am Sonntag in Hauenhorst. Nach drei Spieltagen hockt das komplett neu formierte Team am Tabellenende. Carsten Becker , der Sportliche Leiter des FCG, behält den Kopf weiter hoch. „Wir hatten natürlich gehofft, dass so etwas nicht passiert. Jetzt ist es doch geschehen. Davon geht die Welt nicht unter. Es ist schließlich nur Fußball.“

Die Niederlage, wenn auch nicht in dieser Deutlichkeit, zeichnete sich im Vorfeld ab. Dem FCG fehlten Urlauber und Verletzte, zudem gab es keine Unterstützung aus erster und dritter Mannschaft. Dass die Gäste dann zweistellig baden gingen, war dennoch nicht zu erwarten. Becker flüchtete sich in eine alte Fußballer-Weisheit: „Lieber einmal elf schlucken, als mehrfach in Folge knapp verlieren. Vielleicht gelingt uns ja schon kommenden Sonntag gegen Wilmsberg eine Überraschung.“ Becker ist nicht nur ein umtriebiger Geist, sondern auch Optimist. Und dazu Auswärtsfahrer. „Von den Jungs haben nur wenige ein Auto. Da muss ich dann schon einmal einspringen.“ Am Sonntag chauffierte er einen Teil des Teams persönlich nach Hauenhorst, später sammelte er die frustrierten Verlierer dort wieder ein. Zwischendurch schaute er das Spiel der ersten Mannschaft in Neuenkirchen. Beim 2:0 fuhr der Westfalenligist den ersten Saison-Dreier ein. Becker war beeindruckt: „Das war souverän und richtig gut.“ Nun wartet er auf das erste Erfolgserlebnis der Reserve. „Es ist zwar nur Fußball“, sagt er, „aber das Tasmania Berlin der Bezirksliga möchten wir nun auch nicht werden.“

Sauber in Schwung präsentierte sich am Wochenende Landesligist Westfalia Kinderhaus. Nach dem Stolperstart in die Saison servierte der ambitionierte Vizemeister Schlusslicht Viktoria Heiden mit 7:0 ab. „Ein richtig starkes Spiel meiner Mannschaft“, konstatierte Trainer Marcel Pielage.

Tim Siegemeyer, Neuzugang vom Regionalligisten SC Wiedenbrück, hütete erstmals das Tor der Münsteraner. In den Partien zuvor hatte René Steinke zwischen den Pfosten gestanden. Pielage: „Es ist abgesprochen, dass wir das bei zunächst zwei Spiele machen, danach sehen wir weiter.“

Umstellungen gab es auch auf anderen Positionen. Für Dzan-Laurin Alic stand Vincent Gogoll in der Viererkette. „Dzan war in der Vorbereitung im Urlaub, er ist körperlich noch nicht da, wo ich ihn gern hätte. Unabhängig davon hat es Vincent gut gemacht“, erklärte Pielage. Nick Rensing, eigentlich in der Kette zu Hause, rückte am Sonntag auf die Sechs vor. Auch mit ihm war der Coach „sehr zufrieden. Ich kann mir vorstellen, dass Nick dort noch öfter zum Einsatz kommt.“

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