Fußball: Oberliga Westfalen
Angriff auf die Tabellenspitze: RW Ahlen bezwingt 1. FC Kaan-Marienborn

Ahlen -

So kann es weitergehen: Oberligist Rot-Weiß Ahlen hat mit dem 3:1 (1:1)-Erfolg beim 1. FC Kaan-Marienborn wettbewerbsübergreifend den dritten Sieg binnen einer Woche eingefahren. Damit hat sich die Mannschaft von Christian Britscho in der Tabelle bis fast ganz nach oben vorgearbeitet. Nur eine Mannschaft ist noch besser.

Sonntag, 01.09.2019, 18:02 Uhr aktualisiert: 08.09.2019, 16:57 Uhr
Knoten geplatzt: Luca Steinfeldt (vorne rechts) machte beim 3:1-Erfolg der Ahlener gegen Kaan-Marienborn sein erstes Tor. Die Rot-Weißen schoben sich in der Oberliga auf Platz zwei vor.
Knoten geplatzt: Luca Steinfeldt (vorne rechts) machte beim 3:1-Erfolg der Ahlener gegen Kaan-Marienborn sein erstes Tor. Die Rot-Weißen schoben sich in der Oberliga auf Platz zwei vor. Foto: Marco Stiemke

Das ist der TuS Ennepetal, der sich mit seinem 3:2-Heimsieg gegen die Sportfreunde Siegen auch in der vierten Partie schadlos hielt und als einziges Team die vollen zwölf Punkte auf dem Konto hat.

Darauf dürften die Ahlener derzeit aber nur wenig neidisch blicken angesichts des gelungenen Saisonstarts ihrerseits. Nunmehr drei Siege in der Meisterschaft bei nur einer knappen Niederlage (0:1 gegen besagten TuS Ennepetal) klingen vielversprechend.

Alle drei Treffer fallen durch Neu-Torschützen

Zumal sich auch in der Partie beim vorherigen Tabellenzweiten Kaan-Marienborn die Liste derer erweiterte, auf die sich Trainer Britscho im Zweifel verlassen kann. Alle drei Treffer fielen durch Schützen, die bisher noch nicht getroffen hatten.

Das galt schon für das 1:0 nach gerade einmal 15 Minuten durch Enes Güney . Durch das durchweg frühe Pressing hatten die Rot-Weißen nämlich ihre Gegner zu einem Rückpass auf den eigenen Keeper veranlasst, der unter Druck zu Pascal Schmidt spielte. Der wiederum legte quer auf den frei stehenden Güney – und Tor.

Auch beim 2:1 durch Luca Steinfeldt (63.) nach feiner Vorlage von Roman Zengin platzte ein Knoten. Die Direktabnahme war Steinfeldts erstes Tor in einem Ahlener Pflichtspiel – und dann gleich ein ganz wichtiges. Treffer Nummer drei besorgte Youngster Sebastian Mai, der damit in der 83. Minute den Deckel drauf machte. „Das tat sicher allen gut“, freute sich Christian Britscho über die schöne Verteilung.

Überzeugende Ahlener passen nur einmal nicht auf

Zwischendurch hatte Eugene Ofosu-Ayeh in der 28. Minute den 1:1-Ausgleich besorgt. Das kam angesichts des druckvollen Ahlener Spiels eher überraschend. Doch in dieser Szene hatten sie Ofosu-Ayeh eben einfach zu viel Platz gelassen.

Glück hatte RWA zudem bei einem Querschläger des für den verletzten Sven Höveler eingewechselten Lucas Frede. Zwei Mal rettete auch Schipmann mustergültig. Ansonsten war aber Ruhe vor dem eigenen Kasten, und die Ahlener hätten selbst noch mehr Tore schießen können.

„Das müssen wir uns sicher ankreiden lassen, dass es zur Pause nur 1:1 stand“, fand Christian Britscho das Haar in der ansonsten überaus schmackhaften Suppe. Denn der Ahlener Coach war mit dem Auftritt seiner Mannschaft insbesondere vor der Pause sehr zufrieden. „Die erste Hälfte war überragend gut. In der zweiten haben wir zumindest daran angeknüpft“, so Britscho.

Zehn Minuten vor dem Ende – und noch bevor das 3:1 fiel – sah zudem Kaan-Marienborns Daniel Waldrich die Rote Karte wegen groben Foulspiels (80.). Er war erst fünf Minuten zuvor eingewechselt worden. Rot bekam auch Ahlens Co-Trainer Timo Janczak, der sich in dieser Szene zu sehr aufgeregt hatte und nach einer Rudelbildung den Schwarzen Peter zugeschoben bekam. „Das tat mir ein bisschen Leid für ihn. Er ist so ein ruhiger Typ“, sagte Britscho. Einen Kasten Kaltgetränk zu stiften, gab es dennoch als „Strafe“. Aber den zahlt der Co-Trainer angesichts des derzeitigen Höhenflugs seiner Elf sicher gerne.

Statistik

1. FC Kaan-Marienborn: Brammen – Tomas, Gänge, Schneider, Scheld, Burk, Yigit, Ofosu-Ayeh, Duda, Wieschhaus, Fragapane

RWA: Schipmann - Schurig, Höveler (33. Frede), Lindner, Eickhoff - Schmitz, Cieslak (78. Kaldewey), Schmidt - Pihl, Steinfeldt (68. Mai), Güney (56. Zengin).

Tore: 0:1 (15.) Enes Güney; 1:1 (28.) Ofosu-Ayeh; 1:2 (63.) Luca Steinfeldt; 1:3 (83.) Sebastian Mai

Gelbe Karten: Steinfeldt, Zengin / Schneider, Wieschhaus, Gänge, Burk

Rote Karte: Waldrich (80., grobes Foulspiel)

Schiedsrichter: Moritz Petereit

Beste Spieler: Schipmann, Pihl, Scheld

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