Fußball: Oberliga Westfalen
Gegner im Nacken, Spitze im Blick: RW Ahlen empfängt SC Wiedenbrück

Ahlen -

Schöne Aussichten für Rot-Weiß Ahlen: Gewinnt der Oberligist am Freitagabend sein Heimspiel gegen den SC Wiedenbrück, könnte er die Tabellenführung übernehmen. Die Gäste haben da aber noch ein Wörtchen mitzureden. Eigentlich gilt der ehemalige Regionalligist als Aufstiegskandidat.

Donnerstag, 05.09.2019, 17:24 Uhr aktualisiert: 05.09.2019, 19:34 Uhr
Wann hat es das zuletzt gegeben? Mike Pihl (rechts) und Rot-Weiß Ahlen könnten am Freitagabend die Tabellenspitze der Oberliga übernehmen. Dafür müssten sie aber erstmal gegen den SC Wiedenbrück gewinnen.
Wann hat es das zuletzt gegeben? Mike Pihl (rechts) und Rot-Weiß Ahlen könnten am Freitagabend die Tabellenspitze der Oberliga übernehmen. Dafür müssten sie aber erstmal gegen den SC Wiedenbrück gewinnen. Foto: Marco Stiemke

Lang, lang ist’s her, dass die Rot-Weißen mal in dieser Situation waren. Mit einem Sieg gegen den SC Wiedenbrück könnte die Mannschaft von Christian Britscho am Freitagabend (19.30 Uhr) tatsächlich die Tabellenspitze erobern.

Zugegeben: Bis dahin sind noch viele Hürden zu nehmen. Spitzenreiter TuS Ennepetal hat drei Zähler mehr, ein um drei Treffer besseres Torverhältnis und gleichzeitig beim SV Schermbeck die Möglichkeit, das Konto auszubauen. Aber allein die theoretische Möglichkeit, mal wieder von ganz oben zu grüßen, dürfte die in den vergangenen Spielzeiten eher gebeutelten Ahlener elektrisieren.

Hoffnung auf den überspringenden Funken

Vielleicht ist dann bald die eigene Hütte auch mal wieder mit mehr als den zuletzt 400 bis 500 Zuschauern besetzt. RWA-Coach Christian Britscho hätte nichts dagegen. „Das wäre wirklich schön. Die Hoffnung hege ich ja, dass sich irgendwann herumspricht, dass die Jungs wirklich alles reinknallen, auch wenn noch nicht immer alles klappt.“

Angesichts der bisherigen Ergebnisse haben die Rot-Weißen jedenfalls viel dafür getan, damit der Funke wieder aufs Publikum überspringt. Drei Siege, nur eine knappe Auswärtsniederlage beim Tabellenführer – da muss selbst der hoch gehandelte SC Wiedenbrück bisher passen. Der hat bisher „nur“ sieben Zähler auf dem Konto und wirkt noch nicht wie ein Aufstiegskandidat.

Wiedenbrück bisher nur halb überzeugend

Die Mannschaft von Björn Mehnert ist zwar Sechster. Doch ein paar Fragezeichen bleiben: Zuletzt gab es nämlich lediglich einen 2:1-Erfolg gegen Schlusslicht TuS Erndtebrück und davor eine 0:5-Klatsche beim derzeitigen Vierten RSV Meinerzhagen. Die beiden vorherigen Partien – ein 5:2-Sieg gegen die TSG Sprockhövel und ein 1:1 gegen den FC Gütersloh – wurden gegen den jetzigen Zwölften und 14. der Oberliga erzielt.

Christian Britscho wehrt sich aber dagegen, den Gegner schwach zu reden. „Ich finde sieben Punkte nicht so mies. Und nach einer 0:5-Niederlage muss man auch erstmal wieder gewinnen“, sagt er. Die Frage bleibt dennoch: Ist Wiedenbrück nun ein Aufstiegskandidat oder eine Mannschaft, bei der es bisher noch etwas holpert? „Vielleicht ja beides“, so Britscho salomonisch.

Zwei offensive Teams werden erwartet

Letztlich ist es ihm aber völlig egal. Denn: „Wir wissen, wie viele starke Spieler sie haben, die in der vergangenen Saison noch in der Regionalliga waren. Da wird ein richtig dicker Brocken auf uns zukommen“, glaubt der RWA-Coach. „Wenn wir gegen die wieder an unsere Leistung von vergangener Woche anknüpfen können, bin ich sehr zufrieden.“

Dabei kann Britscho fast auf das gleiche Personal zurückgreifen. Nur bei Sven Höveler ist abzuwarten, wie sich dessen Oberschenkelverletzung entwickelt.

Ahlens Trainer spekuliert darauf, dass sich beide Teams nicht verstecken, sondern die Offensive suchen und es so viele Torraumszenen zu sehen gibt. Kommt es so, wäre das wirklich ein Spiel, das ein paar mehr Zuschauer verdient hätte.

Freitag, 19.30 Uhr; Wersestadion

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