Fußball: Oberliga Westfalen
Tor, Rot, Tor: Alles drin, alles dran zwischen RW Ahlen und SC Wiedenbrück

Ahlen -

Oberliga-Fußball, wie man ihn sich nur wünschen kann, war das. Hochkarätig in einigen Szenen. Vor allem aber hitzig-giftig, spannend und mit immerhin zwei Treffern. So endete die Flutlicht-Partie zwischen Rot-Weiß Ahlen und dem SC Wiedenbrück. Einen Sieger aber gab es nicht.

Freitag, 06.09.2019, 21:56 Uhr aktualisiert: 08.09.2019, 16:56 Uhr
Die Szene des Spiels: Marvin Schurig sah nach einer halben Stunde Rot. Ab da mussten die Ahlener in Führung liegend gegen den SC Wiedenbrück mit Mann und Maus verteidigen.
Die Szene des Spiels: Marvin Schurig sah nach einer halben Stunde Rot. Ab da mussten die Ahlener in Führung liegend gegen den SC Wiedenbrück mit Mann und Maus verteidigen. Foto: Marc Kreisel

1:1 (1:0) hieß es am Freitagabend. Damit werden beide Teams leben können. Denn es war leistungsgerecht. Aufregung hatte es auch so genug gegeben in einem sehenswerten Spiel.

Auf zwei offensiv agierende Teams hatte RWA-Coach Christian Britscho ja spekuliert. Und genauso kam es: Eine überaus intensive, schnelle, ereignisreiche und in Teilen auch giftige erste Hälfte lieferten sich Rot-Weiß Ahlen und der SC Wiedenbrück . Zum Beweis reicht schon fast ein Verweis auf die Statistik: Vier Gelbe Karten, eine Rote und ein Tor hatten die Oberligisten schon vor der Pause fabriziert. Fein verteilt zum Vor- und zum Nachteil der Gastgeber.

Höveler besorgt die frühe Ahlener Führung

Denn die Ahlener gingen zunächst bereits in der 9. Minute durch Sven Höveler in Führung. Wieder war es ein Kopfballtor, wieder war dem ein Standard vorangegangen. Zuletzt hatte zwei Mal René Lindner so genetzt. Dieses Mal servierte Timon Schmitz von rechts auf den langen Pfosten, wo Sven Höveler goldrichtig stand.

Die starken Wiedenbrücker schienen davon aber nur wenig beeindruckt zu sein. Als wäre nichts gewesen, präsentierte sich der Sportclub äußerst agil auf den Beinen, tauchte insbesondere bei Kontern ganz schnell vor dem Tor von Bernd Schipmann auf. Der stand kurz nach der Führung gleich doppelt im Fokus. Erst vereitelte er nach Ecke Wiedenbrücks den möglichen Anschlusstreffer durch Aday Ercan per Blitzreaktion (13.). Nur zwei Minuten später leistete er sich mit einem fehlgeleiteten Abwurf dann einen dicken Fauxpas. Außer Gelb für Höveler, der in höchster Not retten musste, passierte aber in dieser Szene nichts mehr.

Fußball-Oberliga: Rot-Weiß Ahlen - SC Wiedenbrück

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Rot gegen Schurig bringt RWA 60 Minuten in Unterzahl

Dafür in der nächsten umso mehr: Eine halbe Stunde rum, Viktor Maier foult den enteilten Mike Pihl an der Seitenlinie und sieht sich dafür umgehend von wütenden Ahlenern umgeben. Allen voran von Marvin Schurig, der Maier dabei einen Kopfstoß gegeben haben soll. Rot für Schurig, Gelb für Maier – und Schiedsrichter Exuzidis Leonidas war fortan beim Publikum komplett unten durch. Wütende Pfiffe begleiteten ihn und seine Assistenten in die Pause.

Die Ahlener hatten anschließend noch eine ganze Hälfte in Unterzahl zu spielen. Kein leichtes Unterfangen gegen einen Regionalliga-Absteiger. Die erste riesen Möglichkeit auf das zweite Tor der Partie hatten dennoch die Rot-Weißen. 55. Minute, Luca Steinfeldt lauert nach einer Ecke, doch auf der Linie vereitelt Wiedenbrücks Schlussmann Marcel Hölscher. Danach lange erbittert anstürmende Wiedenbrücker ohne hundertprozentige Chance und erbittert verteidigende Ahlener, die hofften, diese knappe Führung irgendwie über die Zeit zu bekommen.

Und dann kam es doch noch, wie es wohl kommen musste: Butterweiche Flanke auf den Kopf von Wiedenbrücks Luei Omar, der sich die Ecke aussuchen kann und das 1:1 macht (78.). Die Schlussphase – man kann es sich denken – sie geriet ultraspannend und hitzig. Einen Sieger aber fand die Partie nicht mehr. Das war auch gut so. Denn in diesem Spiel war auch so alles drin und alles dran.

Die Trainerstimmen zum Spiel

Björn Mehnert (SC Wiedenbrück): „Wir haben heute ein hitziges Spiel gesehen in der ersten Habzeit. Da haben wir es mit einigen Balleroberungen gut gemacht, hätten es aber besser ausspielen müssen. Gefühlt war das heute eine 45 Minuten lange Endphase eines Spiels. RW Ahlen hat sicher einen Punkt verdient gehabt, so wie sie gekämpft haben. Aber für mich waren das heute zwei verschenkte Punkte.“

Christian Britscho (RW Ahlen):

Zu einer Spendenaktion für Finn, den Sohn einer Rot-Weiß-Spielerin, der mit einer Muskelkrankheit geboren wurde: „Als ich heute von der Kabine aus gesehen habe, wie Giuliano den Scheck ausgerollt hat und da 6000 Euro drauf standen, hat mich das richtig stolz gemacht. Vielen Dank an alle!“

Zum Spiel: „Wenn die Truppe jetzt hier reingelaufen käme, würde sie sicher einen riesen Applaus bekommen. Und das zu Recht! Wir haben gegen einen der Topfavoriten 60 Minuten lang in Unterzahl gespielt. Die Szene, die zur Roten Karte geführt hat, schaue ich mir noch mal genau in ihrer Entstehung an. Fakt ist: Wir dürfen da gar nicht mehr hingehen und müssen kühlen Kopf bewahren. Was danach passiert ist, da bin ich richtig stolz auf die Mannschaft. Sie fightet um jeden Meter.“

Statistik

R W Ahlen: Schipmann – Eickhoff, Lindner, Höveler, Schurig - Cieslak (46. Kaldewei), Schmitz (81. Stroemer) – Mai, Schmidt (88. Nieddu), Pihl – Steinfeldt (79. Güney)

SC Wiedenbrück: Hölscher - Schubert, Twyrdy, Duschke (76. Klantzos), Hüsing - Zech, Brinkmann (46. Demming) - Beckhoff, Ercan, Maier (57. Tia) - Omar

Tore: 1:0 (9.) Höveler; 1:1 (78.) Omar

Gelb: Höveler, Schurig, Maier, Lindner, Eickhoff, Mai, Hüsing, Ercan

Rot: Schurig (30.)

Zuschauer: 910

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