Fußball: Kreisliga A2 Münster
Fortuna Schapdetten gewinnt beim SV Rinkerode trotz Karten-Flut

Schapdetten -

Es war ein denkwürdiges Spiel. Zwar gewannen die A-Liga-Kicker von Fortuna Schapdetten beim SV Rinkerode. Doch der Sieg rückte angesichts einer bemerkenswerten Karten-Flut fast in den Hintergrund.

Sonntag, 22.09.2019, 21:42 Uhr aktualisiert: 26.09.2019, 14:06 Uhr
Was passiert den da? Marco Müller konnte es nicht fassen, was sich in Rinkerode nach der Pause zutrug.
Was passiert den da? Marco Müller konnte es nicht fassen, was sich in Rinkerode nach der Pause zutrug. Foto: Johannes Oetz

Wenn man sich über einen Sieg nicht so recht freuen kann, dann muss schon etwas passiert sein. „Ich muss das erst mal verarbeiten. So was habe ich in 37 Jahren als Fußballer noch nicht erlebt“, verstand Marco Müller , Trainer des A-Ligisten Fortuna Schapdetten, nach dem 3:1 (1:1)-Erfolg beim SV Rinkerode die Welt nicht mehr. Acht gelbe Karten plus zweimal Gelb-Rot für Gäste-Spieler nach der Pause sowie die Ampelkarte auch für Müller selbst ließen den Fortuna-Coach nur noch fassungslos den Kopf schütteln.

„Egal, was wir gemacht haben – es gab eine Karte“, berichtete Müller, der nach eigener Aussage des Innenraums verwiesen wurde, als er auf die Frage des Schiedsrichters nach einer ihm unbekannten Person auf der Bank erklärte, dass dies Abteilungsleiter Michael Hünteler sei und dieser nicht auf dem Spielbericht stehe (72.).

Dass der Schiedsrichter offiziell eine andere Torfolge und andere Torschützen verbuchte als die tatsächlichen, wie Müller betonte, und sich von beiden Trainern nicht korrigieren lassen wollte, krönte das absurde Theater. Denn eben nicht die Gastgeber gingen in Führung, sondern Schapdetten durch Lars Bunge (24.). Und nicht Fortuna egalisierte per Strafstoß, sondern Rinkerode, nachdem sich Christopher Muck im Strafraum ein völlig unnötiges Foul geleistet hatte (45.).

Dem 1:2 durch Justin Ziepke nach Vorarbeit von Robin Wahlers (58.) folgte dann das gut halbstündige Karten-Spektakel. Lars Bunge sah eine – laut Müller – berechtige zweite gelbe Karte und damit Gelb-Rot (62.), nachdem er die erste für ein in den Augen des Unparteiischen regelwidriges Wiederanziehen eines Schuhs bekommen hatte. Dass Johannes Aldenhövel kurz darauf in Unterzahl das 1:3 gelang (67.), ging fast unter. Und obwohl neben Müller auch noch Yücel Karagöl vom Platz flog, reichte es zum Sieg.

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