Fußball: 2. Bundesliga
0:2 beim SV Wehen Wiesbaden: VfL Osnabrück sorgt kaum für Gefahr

Osnabrück -

Der VfL Osnabrück tut sich in der Fremde weiter schwer. Auch am Freitagabend fehlte beim SV Wehen Wiesbaden die nötige Durchschlagskraft. Am Ende stand eine völlig verdiente 0:2-Niederlage. Für die Hausherren war es der erste Saisonsieg.

Samstag, 28.09.2019, 11:00 Uhr
Niklas Dams (links) brachte in dieser Szene den SVWW in Führung. Osnabrücks Marc Heider (Nr. 20) und Benjamin Girth können den Schuss nicht verhindern.
Niklas Dams (links) brachte in dieser Szene den SVWW in Führung. Osnabrücks Marc Heider (Nr. 20) und Benjamin Girth können den Schuss nicht verhindern. Foto: dpa

Der VfL Osnabrück lernt immer mehr die harte Realität der 2. Bundesliga kennen. 70 Prozent Ballbesitz wurde für die Lila-Weißen am Freitagabend beim SV Wehen Wiesbaden notiert. Das Spiel entschied dennoch der Mitaufsteiger für sich. Und das zurecht. Die Hessen, die zuvor die rote Laterne inne hatten, verzeichneten mehr Torschüsse, sorgten für deutlich mehr Gefahr und erzielten durch Niklas Dams und Manuel Schäffler die einzigen beiden Treffer des Abends. Mit 0:2 (0:1) musste sich die Elf von Trainer Daniel Thioune nach einer insgesamt wenig berauschenden Leistung geschlagen geben.

Der VfL tut sich in der Fremde weiter schwer. Trotz des 1:0-Erfolgs in Sandhausen im ersten Auswärtsspiel, entwickeln die Lila-Weißen im Stadion des Gegners einfach nicht die Durchschlagskraft wie an der Bremer Brücke. Auch beim SV Wehen Wiesbaden blieb der VfL offensiv einiges schuldig. unter dem Strich blieb ein völlig verdienter Sieg des Tabellenletzten. Im zweiten Durchgang verbuchten die Gäste keine wirkliche Torchance mehr.

Der VfL, der mit Marc Heider für Marcos Alvarez begann, hat schon bessere Halbzeiten abgeliefert. Obwohl die Zuschauer eher Magerkost geboten bekamen, gab es einige bemerkenswerte Situationen. Die erste ereignete sich bereits nach 90 Sekunden. Wehens Torwart Jan-Christoph Bartels hatte den Vorzug vor Lukas Watkowiak bekommen und absolvierte sein erstes Zweitliga-Spiel. Das war aber nach nicht einmal zwei Minuten schon wieder zu Ende. Bei einem Abstoß zog er sich eine Oberschenkelzerrung zu und musste wieder Platz machen für Watkowiak.

Danach war der VfL besser im Spiel, sah sich dennoch in der 23. Minute mit dem ersten Gegnertreffer nach einem Standard im Hintertreffen. Nach einer Ecke stand Niklas Dams am Fünfmeterraum frei und vollendete zum 1:0 für die Hausherren. Wegen eines vermeintlichen Handspiels wurde das Tor überprüft, wurde aber anerkannt. Dieses Tor verfehlte seine Wirkung nicht, von den Lila-Weißen war plötzlich nichts mehr zu sehen. Stefan Aigner nach einem Konter und Moritz Kuhn, der per Freistoß nur die Latte traf, hatten das 2:0 auf dem Fuß. Dem hatte der VfL nur einen Pfostentreffer von Marc Heider entgegenzusetzen, der dabei aber im abseits stand. Trotz 72 Prozent Ballbesitz für die Gäste war die Führung für den Tabellenletzten zur Pause absolut verdient.

Nach dem Seitenwechsel hatte der VfL zwar weiterhin mehr Ballbesitz, Produktives brachte er aber nicht zustande. Obwohl Daniel Thioune nahezu alle offensiven Kräfte brachte verzeichnete nur der blasse Daniel Girth nach Vorlage von Moritz Heyer eine Halbchance. Mehr gab es von den Lila-Weißen nicht zu sehen.

Da trumpften die Hausherren, bei denen in der Schlussphase auch der letztjährige Lotter Patterson Chato eingewechselt wurde, erheblich gefährlicher auf. Als Manuel Schäffler in der 83. Minute das 2:0 erzielte, war der erste Saisonsieg des SVWW perfekt. Und er hätte noch höher ausfallen. Zwei Pfostenschüsse verhinderten das jedoch.

SV Wehen Wiesbaden : Bartels (3. Watkowiak) – Kuhn, Mockenhaupt, Dams, Dittgen (65. dittgen) – Madic – Aigner (83. Chato), Lorch, Titsch Rivero, Niemeyer – Schäffler

VfL Osnabrück: Kühn - Ajdini, Heyer, van Aken, Wolze (78. Farrona Pulido) - Taffertshofer, Blacha - Amenyido, Schmidt (65. Alvarez), Heider - Girth (65. Friesenbichler).

Tore: 1:0 Dams (23.), 2:0 Schäffler (83.) - Schiedsrichter : Benjamin Cortus (37, Röthenbach). - Gelbe Karten : Schäffler, Niemeyer, Aigner - Taffertshofer . - Zuschauer : 3500.

Nächstes VfL-Spiel: Montag 7. Oktober (20.30 Uhr Bremer Brücke) gegen Arminia Bielefeld.

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