Fußball: Oberliga Westfalen
Warnungen in den Wind gestoßen: RW Ahlen verliert bei der TSG Sprockhövel

Ahlen -

Als Spitzenreiter angetreten, aber nicht wie ein solcher verhalten. Rot-Weiß Ahlen hat bei der TSG Sprockhövel vieles vermissen lassen – und verdient verloren. Ausschlaggebend war eine Phase kurz vor der Pause.

Sonntag, 29.09.2019, 17:42 Uhr aktualisiert: 30.09.2019, 16:48 Uhr
Jubel auf der falschen Seite: Per Doppelschlag verpasste die TSG Sprockhövel ihren Gästen aus Ahlen eine kalte Dusche, von der sie sich nicht mehr erholte.
Jubel auf der falschen Seite: Per Doppelschlag verpasste die TSG Sprockhövel ihren Gästen aus Ahlen eine kalte Dusche, von der sie sich nicht mehr erholte. Foto: Marc Kreisel

Er hatte gewarnt, sich nicht vom Tabellenbild und Punktestand blenden zu lassen. Er hatte darauf hingewiesen, dass der TSG Sprockhövel aktuell unter Wert geführt werde. Allein gehört wurde Christian Britscho nicht. RW Ahlens Trainer hatte sich den Sinn für die Wirklichkeit bewahrt, seinem Team dafür aber offenbar nicht die Augen öffnen können. Mit 1:2 verlor der Tabellenführer bei der TSG Sprockhövel und büßte damit seinen Status als (vorübergehende) Nummer eins der Oberliga ein.

In der ersten Viertelstunde boten die Ahlener eine gefällige Leistung. „Ich hatte den Eindruck, dass einige bei uns geglaubt haben, dass das jetzt einfach so weiter gehen würde. Dass es so nicht läuft, haben wir dann schmerzlich erfahren müssen“, konstatierte Christian Britscho.

Doppelschlag eine zu große Hypothek

Prompt bekam seine Elf dafür die Quittung ausgestellt. In der 34. Minute segelte ein Eckball von Tom Sindermann in den Strafraum, die Johannes Sabah per Kopf zum 1:0 für die Gastgeber ins kurze Eck verlängerte. Nur zwei Minuten später der nächste Nackenschlag: Wieder herrschte Gewusel im Ahlener Sechzehner. Nach einer Flanke konnte Bennet Eickhoff den Ball nicht klären, Lewin D‘Hone bedankte sich dafür mit dem 2:0 (36.).

Fußball-Oberliga Westfalen: TSG Sprockhövel – RW Ahlen 2:1

1/30
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel
  • Foto: Marc Kreisel

Nach dem Wechsel rissen sich die Rot-Weißen dann am Riemen. Nachdem Christian Antwi-Adjejs Schuss in der 56. Minute abgefälscht wurde und knapp vorbei ging, entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Die Ahlener antworteten mit einem Konter über Enes Güney , den Timon Schmitz frei vor dem Tor nicht zum Anschlusstreffer nutzte. Der fiel erst in der 69. Minute. Wieder leitete Timon Schmitz einen Konter über Enes Güney ein. Der fand diesmal im eingewechselten Marko Onucka einen Abnehmer zum 2:1. Zuvor hatten die Gäste nach einer Stunde Glück, dass ein von Rene Lindner abgefälschter Distanzschuss auf der Latte und nicht im Gehäuse landete.

Handelfmeter bleiben aus

Pech hatten sie wiederum, dass ein möglicher Elfmeterpfiff nach einem Handspiel im Strafraum bei einem Schuss von Ismail Budak nach 71 Minuten ausblieb. Eine weitere Möglichkeit zum Ausgleich vereitelte Azmir Alisic nur Augenblicke später. Der ehemalige RWA-Keeper parierte gegen Sven Höveler (72.). Sein Pendant Bernd Schipmann wiederum vereitelte in der 81. Minute einen höheren Rückstand bei einem Freistoß aus 35 Metern von Kaan Cosgun, der zuvor auch aus kürzer Distanz scheiterte.

In den Schlussminuten gab es Chancen auf beiden Seiten. Zunächst verpasste Rene Lindner eine Hereingabe Enes Güneys (85.), dann rauschte Felix Casalino an einer Flanke von Johannes Sabah (88.) vorbei. In der Nachspielzeit dann noch ein weiterer Aufreger, als ein Schuss von Timon Schmitz abermals vermeintlich per Hand im Strafraum geklärt wurde, aber der Pfiff ausblieb. RWA-Trainer Christian Britscho wollte sich damit allerdings nicht allzu lange aufhalten und verwies auf eigene Unzulänglichkeiten.

„Wenn man die erste Hälfte so herschenkt, wie wir es getan haben, braucht man sich nicht zu beklagen, wenn man als Verlierer vom Platz geht“, resümierte Britscho. Ein Duell mit seinem Sohn Phil blieb derweil aus. Er wurde nicht eingesetzt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6966563?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F192%2F
Weltkriegsbombe gefunden - Evakuierung in Münsters Süden
 
Nachrichten-Ticker