Fußball: Westfalenpokal der Frauen
Pokal-Coup als Stimmungsaufheller – Wacker schaltet Herford mit 2:1 aus

Münster -

Der Start in die Saison glich einem Stotterstart, so richtig rund lief der Motor von Wacker Mecklenbeck nicht. Doch nach dem 4:0 im Westfalenliga-Alltag ließen die Fußball-Frauen einen kleinen Festtag folgen – in der zweiten Runde des Westfalenpokals.

Freitag, 04.10.2019, 16:18 Uhr aktualisiert: 05.10.2019, 22:04 Uhr
Annika Theobald (v.) schaffte mit Wacker den Coup im Westfalenpokal. In der zweiten Runde schaltete Mecklenbeck den Regionalligisten Herforder SV um Aaliyah Blanke mit 2:1 aus. Sehr zur Freude von Trainer Janek Kuhlmann (kl. Foto).
Annika Theobald (v.) schaffte mit Wacker den Coup im Westfalenpokal. In der zweiten Runde schaltete Mecklenbeck den Regionalligisten Herforder SV um Aaliyah Blanke mit 2:1 aus. Sehr zur Freude von Trainer Janek Kuhlmann (kl. Foto). Foto: Fabian Renger

Mit einem 2:1-Sieg im Verbands-Pokal gegen den Herforder SV können die Frauen von Wacker Mecklenbeck neue Kraft für den Abstiegskampf in der Westfalenliga sammeln. Zwar spielt der Herforder SV in der Regionalliga, von einem Klassenunterschied war allerdings keine Spur. „So ein Sieg bringt viel Selbstvertrauen“, sagte Janek Kuhlmann . Dieser war nach Wackers verkorkstem Saisonstart mit vier Niederlagen aus sechs Spielen auch bitter nötig, der Trend zeigt nun durch den Pokalerfolg und das 4:0 zuvor gegen den SC Wiedenbrück nach oben. Dennoch ist sich Kuhlmann sicher: „Wir befinden uns vorerst noch im Abstiegskampf.“

Verständlich, kam doch auf das Team zu Saisonbeginn einiges an Veränderung zu: In der vergangenen Spielzeit war Kuhlmann noch Co-Trainer unter André Frankrone, zu Saisonbeginn übernahm der erst 23-jährige Kuhlmann und leitete das blutjunge Team alleine. Zusätzlich studiert Kuhlmann Soziale Arbeit und befindet sich in diesem Halbjahr im Praxissemester. „Ich habe dort feste Arbeitszeiten, es überschneidet sich also nicht mit dem Fußball“, sagt Kuhlmann. Auch das junge Durchschnittsalter schiebt er nicht als Grund für den schwachen Saisonstart vor: „Wir hatten eine zu schwache Chancenverwertung und leider auch ein wenig Pech.“

Ein Phänomen, das sich auch im Pokal gegen den Herforder SV beobachten ließ: Schon zu Beginn vergaben Luisa Faber (6.) und Britta Stein (7.) zwei Großchancen. Doch der Favorit aus Herford blieb offensiv blass gegen Wackers starke Defensive. Nur einmal musste Lena Claußen eingreifen (24.) Auf der Gegenseite war dann Paula Weber zur Stelle. Nach einem Pressschlag war sie auf und davon und verwandelte (32.). Nur zwei Minuten später erhöhte Isabel Riemann, nachdem Herfords Torfrau der Ball durch die Finger gerutscht war (34.). Es ging weiter Schlag auf Schlag, im direkten Gegenzug verlängerte Tessa Schipke eine Freistoßflanke von Sina Krüger unfreiwillig ins eigene Tor (35.).

Danach herrschte offensiv lange Leerlauf. Der Gast blieb harmlos, auch Wacker setzte nur noch wenige Impulse nach vorne. Der durch den beinahe sintflutartigen Regen aufgeweichte Platz machte zudem lange Pässe beinahe unmöglich und stoppte so einige tolle Kontermöglichkeiten. Nur zweimal bot sich die Chance zur vorzeitigen Entscheidung: Zunächst verpasste Neele Kesse den richtigen Moment des Abspiels (74.), dann traf Kristin Dircks nach einer Vorlage von Laura Bezhaer den Ball nicht voll (85.). Es reichte dennoch. „Unser Sieg ist sehr geil. Wir freuen uns über jede Runde, in der wir spielen können“, sagte Kuhlmann, der mit seiner Mannschaft ein Teambuilding der etwas anderen Art anberaumt hatte. Am Freitagabend ging es zum Oktoberfest, wo der „Sieg dann richtig gefeiert wird“.► In der Westfalenliga hat Wacker am Wochenende zwar spielfrei (nächste Partie am 13. Oktober gegen den VfL Bochum II), dafür geht’s in der zweiten Runde des Kreispokals beim Bezirksligisten VfL Senden am Sonntag (15 Uhr) schon weiter. Wacker: Claußen - Selle, Schipke, Stein, Theobald (73. Große-Scharmann)- Zinn, Faber (90. Krieger) - Riemann, Weber (45. Kesse), Rottwinkel (81. Bezhaer) - Dircks

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