Fußball: Landesliga
Der BSV Roxel überrascht Westfalia im Derby und gewinnt 2:1 in Kinderhaus

Münster -

Westfalia Kinderhaus hat im Kampf um den Aufstieg einen Rückschlag hinnehmen müssen. Im Landesliga-Derby gegen den BSV Roxel endete die Siegesserie (sieben Erfolge, 29:2 Tore), mit 1:2 unterlag der Tabellenzweite. Dabei monierte Trainer Marcel Pielage die mangelnde Einstellung.

Sonntag, 06.10.2019, 19:12 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 17:14 Uhr
Mit erlaubten – und manchmal auch unerlaubten – Mitteln setzte der BSV um Nico Haverkamp (r.) der Westfalia zu. So endete die Siegesserie der Kinderhauser mit Corvin Behrens (l.) beim 1:2 im Derby.
Mit erlaubten – und manchmal auch unerlaubten – Mitteln setzte der BSV um Nico Haverkamp (r.) der Westfalia zu. So endete die Siegesserie der Kinderhauser mit Corvin Behrens (l.) beim 1:2 im Derby. Foto: Peter Leßmann

Die sensationelle Siegesserie mit beeindruckender Torausbeute fand im Derby gegen den BSV Roxel ein jähes Ende. Westfalia Kinderhaus enttäuschte auf der heimischen Großen Wiese beim 1:2 (0:1) auf ganzer Linie und hat nun wieder fünf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Werner SC.

Die Gäste reisten mit einer knappen und unglücklichen 1:2-Heimniederlage gegen den WSC an, waren aber von Beginn an die bissigere Mannschaft. Gastgeber Kinderhaus kam mit der kämpferischen Spielweise gar nicht klar und konnte gegen die Roxeler Führung durch Daniel Seidel in der 17. Minute nichts machen. Die komplette erste Hälfte ging auf das Konto des BSV, die mit etwas Glück sogar 2:0 für die Kleeblätter hätte ausgehen können – doch Endrit Sojeva verpasste in der 44. Minute die Möglichkeit.

Westfalias Coach Marcel Pielage reagierte in der Pause und wechselte doppelt. Nach einer Stunde wurde der Zugriff der Gastgeber auf das Spiel auch besser, doch der in den vergangenen Spielen so ausgeprägte Torhunger fehlte. Corvin Behrens Großchance in der 60. Minute – er hätte den Ball am herausgelaufenen, aber ansonsten fehlerlos agierende Keeper Christoph Hunnewinkel nur vorbeischieben müssen – verpuffte. Es kam sogar noch schlimmer: Roxels Stürmer Seidel vollendete den daraus resultierenden Konter mit seinem zweiten Treffer. Kinderhaus musste nun reagieren, suchte nach einer Antwort. Diese gab es erst in der 77. Minute, als Behrens einen Eckball direkt auf das Roxeler Tor zog und Seidel den irgendwie unglücklich ins eigene Netz verlängert.

Das Eigentor läutete die hektischen Schlussphase ein, in der Roxels Schahab Hajizadah und Johannes Mennemeyer jeweils das 31 auf dem Fuß hatten, aber an Westfalias formstarken Torhüter Tim Siegemeyer scheiterten. Das war es, der BSV-Sieg war verdient.

So war der Kinderhauser Coach Marcel Pielage auch enttäuscht von seiner Elf. „Die charakterliche Einstellung meiner Mannschaft hat nicht gestimmt. Es fehlte an allem: an Ketten, am System und an den Räumen, die wir uns nicht erspielt haben.“ Im Gegensatz zu seinem Trainerkollegen war BSV-Coach Sebastian Hänsel natürlich mehr als zufrieden mit seinem Team. „Von der ersten Minute bis zur letzten Sekunde haben wir gekämpft, um uns den am Ende gerechten Sieg zu sichern. Das war eine Mannschaftsleistung, die darauf zurückzuführen ist, dass die Mannschaft alle taktischen Vorgaben umgesetzt hat.“ Kinderhaus: Siegemeyer - Gogoll, Niehues (46. Schlatt), Brüggemann – Rensing, Schöneberg, Göbel (46. Venikh), Behrens, Liebert (62. Alic) – Liszka (62. Kreutzer), Bohnen. Roxel: C. Hunnewinkel – Willich, Sojeva, Haverkamp, Pietsch – Kottenstede (81. Haijizadah) – Gockel, Nesar (89. Mennemeyer), Wessels, Shinawi (86. Lahav) – Seidel (90+4 Wesberg)

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