Fußball: Länderspiel Deutschland - Argentinien
Spieler des Stützpunkts Tecklenburg als Fahnenkinder beim Länderspiel

Tecklenburger Land -

„Das ist ein Erlebnis, das bleibt“, sagt Dirk Vietmeier, Trainer am DFB-Stützpunkt des Fußball-Kreises Tecklenburg. Und das nicht nur als Zuschauer, sondern die 47 jungen Kicker durften als Fahnenkinder fungieren.

Sonntag, 13.10.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 13.10.2019, 17:23 Uhr
Die Nachwuchsspieler aus dem Fußballkreis Tecklenburg liefen beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien als Fahnenkinder ins Dortmunder Westfalenstadion ein.
Die Nachwuchsspieler aus dem Fußballkreis Tecklenburg liefen beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien als Fahnenkinder ins Dortmunder Westfalenstadion ein.

„Das ist ein Erlebnis, das bleibt“, sagt Dirk Vietmeier, Trainer am DFB-Stützpunkt des Fußball-Kreises Tecklenburg. Zusammen mit 47 Nachwuchs-Kickern, die am Stützpunkt in Dörenthe trainieren, waren die Trainer der Teams beim Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Dortmund gegen Argentinien. Das allein macht das Ereignis allerdings nicht unvergesslich, sondern vielmehr die Tatsache, dass die Spieler als Fahnenkinder fungierten. „Ein Abenteuer“, nannte Stützpunkt-Trainer Klaus Burandt die Aktion, die für viel Aufregung sowohl bei den Kindern als auch bei den begleitenden Eltern gesorgt habe.

Zunächst einmal bedeutete die Fahrt nach Dortmund für die Kinder im Alter zwischen 11 und 15 Jahren schulfrei, denn es ging bereits morgens um 11 Uhr von Ibbenbüren und wenig später von Lengerich aus mit zwei Bussen los. Die Befreiung sei über den DFB gelaufen, so Klaus Burandt. Schulfrei bedeutete aber in diesem Fall sicher nicht chillen. Denn erst gegen 1 Uhr nachts war die Fußball-Reisegruppe wieder zu Hause – nach einem ausgesprochen ereignisreichen Tag.

Denn der DFB überlässt bei der Organisation der Fahnenkinder nichts dem Zufall. „Das ist alles minutiös durchgetaktet“, sagt Klaus Burandt. Gegen 13 Uhr erreichten die TE-Fußballer das Stadion Rote Erde in Dortmund, wo ein aus Studenten bestehendes Choreo-Team die TE-Jungs und die des Stützpunktes Soest darin einwies, was am Abend zu tun war. Insgesamt waren es 95 Kinder. „Alle Jungs und Mädels waren gefordert“ so Klaus Burandt.

Die Nachwuchs-Kicker und Fahnenkinder mit dem DFB-Maskottchen „Paule“.

Die Nachwuchs-Kicker und Fahnenkinder mit dem DFB-Maskottchen „Paule“.

Die großen Flaggen Deutschlands und Argentiniens mussten vor Spielbeginn in das Stadion getragen und ausgespannt werden, ebenso das DFB-Banner im Mittelkreis. Wie eingelaufen und gespannt werden musste, das wurde geübt. „Für das Banner im Mittelkreis mussten schon die Größten ran“, beschreibt Klaus Burandt, dass das durchaus keine einfache Aufgabe war. Und das richtige Einholen und Rücktransportieren der Flaggen und Banner wurde ebenfalls geprobt.

Die erste Probe war um 14 Uhr im Stadion Rote Erde, noch „trocken“, sprich ohne Musik. Die erste Generalprobe gab es um 17 Uhr im Westfalenstadion, ebenfalls noch ohne muskalischen Begleitung. Bei der Generalprobe um 18 Uhr war es dann so, wie es auch direkt vor dem Länderspiel sein sollte: mit Stadionsprecher, mit dem Musikkorps der Bundeswehr, mit Nationalhymnen. „Die Jungs und Mädels waren total aufgeregt“, so Klaus Burandt. Aber es klappte alles. Zwischendurch wurden alle verpflegt mit Lunchpaketen und Gutscheinen. „Wir wurden gut versorgt“, fehlte es laut Klaus Burandt an nichts.

Anschließend wurden die knapp 100 Kinder mit DFB-Trainingsanzügen eingekleidet – die abends wieder eingesammelt wurden. Pünktlich um 20.30 Uhr marschierten alle hinter dem Korps der Bundeswehr ins Stadion ein. Nach dem Anpfiff ging es auf die Tribüne, das 2:2 zwischen Deutschland und Argentinien zu sehen. Dann nochmal essen, Rückfahrt und Ankunft um 1 Uhr nachts in Ibbenbüren. „Dann war das Abenteuer mit den aufgeregten Kindern und Eltern zu Ende“, sagt Klaus Burandt. Am nächsten Tag gab es keine Schulbefreiung. Aber das Erlebnis, Fahnenkind bei einem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gewesen zu sein, machte die Müdigkeit am nächsten Tag allemal wett.

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