Fußball: Kreisliga B
Daniel Smith will es noch mal wissen

Metelen/Ochtrup/Steinfurt -

Eigentlich sollte Germania Horstmar Daniel Smiths letzte Station in seiner Laufbahn gewesen sein. Doch offensichtlich fand Matellia Metelen gute Argumente, Smith davon zu überzeugen, weiterzumachen.

Mittwoch, 16.10.2019, 16:48 Uhr aktualisiert: 18.10.2019, 15:28 Uhr
Daniel Smith (re.), hier noch im Trikot des TuS Germania Horstmar verstärkt ab der Rückrunde den B-Ligisten Matellia Metelen.
Daniel Smith (re.), hier noch im Trikot des TuS Germania Horstmar verstärkt ab der Rückrunde den B-Ligisten Matellia Metelen. Foto: Thomas Strack

Mit dem 10:0 (5:0)-Sieg gegen den FC Lau-Brechte übernahmen die Sportfreunde Gellendorf am Dienstagabend die Pole Position in der Kreisliga B Steinfurt. Die Frage, die sich angesichts dieser eindrucksvollen Demonstration von Stärke stellt, lautet: Reduziert sich die Spannung an der Tabellenspitze im weiteren Saisonverlauf auf den Kampf um Platz zwei, der möglicherweise noch zum Aufstieg in die A-Liga berechtigt?

Das Verfolger-Trio mit den heimischen Clubs Matellia Metelen, SW Weiner und FC Galaxy Steinfurt zeigt sich fest entschlossen, das Feld keineswegs kampflos räumen zu wollen. Matellia unterstreicht diesen Plan mit einem Neuzugang, der dazu beitragen soll, dem scheinbar übermächtigen Spitzenreiter SF Gellendorf auf den Pelz zu rücken. So verstärkt Daniel Smith ab der Rückrunde den Metelener B-Ligisten.

„Daniel ist sicherlich ein Spieler, der uns mit seiner Erfahrung weiterhelfen kann“, sagt Matellias Trainer Thomas Dauwe. Seine Freude über den personellen Zuwachs ist nachvollziehbar, drückte Matellia zuletzt doch gerade in vorderster Front oftmals der Schuh. Smith ist zweifelsohne ein Spieler, der in der B-Liga den Unterschied ausmachen kann. Auch noch mit seinen 34 Lenzen, die er mittlerweile auf dem Buckel hat. „Daniel wollte eigentlich kürzertreten“, erläutert Dauwe. „Da er aber beruflich viel zu tun hat in Metelen, konnten wir ihn davon überzeugen, für Matellia aktiv zu werden“, umschreibt Metelens Coach die Umstände, die zur Verpflichtung des in der Dachdecker-Branche tätigen Offensivspielers führten.

Smith kann einst aus der Jugend von Münster 08 zum SC Preußen Borghorst, wo er bei den SCP-Junioren und zu Landesligazeiten auch in der Seniorenmannschaft gespielt hatte. Anschließend machte er beim SV Wilmsberg Station. Zuletzt war er beim TuS Germania Horstmar , für den Smith am 26. Mai das letzte Spiel in der Bezirksliga bestritt. Nach Erledigung der obligatorischen Wechselmodalitäten und einer sechsmonatigen Sperre wird der Flügelflitzer mit Beginn der Rückrunde am 1. Dezember für Matellia spielberechtigt sein.

Spannend bleibt, ob es Matellia und den weiteren Mitbewerbern SW Weiner und FC Galaxy gelingt, Kontakt zum Top-Favoriten SF Gellendorf zu halten. Am 27. Oktober treffen die Metelener auf den Club aus Rheines Norden. Anschließend hat der FC mit den Partien bei Westfalia Bilk (3. November) und bei SW Weiner (17. November) weitere dicke Bretter zu bohren. Diese Begegnungen dürften belastbare Rückschlüsse liefern, ob Matellia die Chance hat, den „Betriebsunfall Abstieg“ auf direktem Wege zu beheben. „Am liebsten würden wir natürlich als Meister aufsteigen“, bekräftigt Dauwe. Platz zwei würde ebenfalls reichen, sollte das Relegationsspiel gegen den Vizemeister der Staffel eins gewonnen werden. Doch darauf will sich beim FC keiner verlassen.

Ungebrochen ist die Zuversicht beim FC SW Weiner; auch nach der jüngsten 1:3-Niederlage beim FC Galaxy und dem vorausgegangenen 0:1 in Gellendorf. „In beiden Spielen waren wir nicht die schlechtere Mannschaft“, weiß SW-Trainer Alexander Witthake. „Deshalb sehe ich keinerlei Veranlassung, dass wir uns von unserem Ziel, oben mitzuspielen, verabschieden müssten.“ Wegweisend sei die Partie gegen Matellia. „Wenn wir da gut aussehen“, so Witthake, „sieht die Welt schon anders aus“.

Ähnlich hält es Nelson Venancio als Coach des FC Galaxy. Seine „Galaktischen“ haben durch den 3:1-Sieg im Verfolgerduell gegen SW Weiner weiteren Auftrieb erhalten. Zumal Venancio darauf blickt, dass die Konkurrenten in den kommenden Wochen noch gegeneinander antreten müssen, was seiner Elf letztlich in die Karten spielen könnte. „Wir greifen noch einmal an“, sieht der Coach sein Team gerüstet.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7004622?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F192%2F
Münsters Schnäuzer auf Platz eins
Erst am Monatsende wird rasiert. Die Männer von „Münster‘s Finest“ lassen sich für die „Movember“-Bewegung einen Schnäuzer wachsen, um auf die Männergesundheit aufmerksam zu machen. Im nationalen Ranking bei den Spendengeldern belegen sie Rang eins.
Nachrichten-Ticker