Fußball: Landesliga 4
Zurück zu alter Stärke – VfL Senden und SV Herbern in Derby-Form

Senden -

Der VfL Senden hat am Sonntag den SV Herbern zu Besuch. In der Vorsaison gewann die Elf von André Bertelsbeck beide Derbys. Dafür waren die Blau-Gelben zuletzt beeindruckend stabil.

Freitag, 18.10.2019, 19:31 Uhr aktualisiert: 18.10.2019, 19:40 Uhr
Felix Berning (M.) und Co. kauften den Blau-Gelben (hier: Marcel Scholtysik) in der Vorsaison beide Male den Schneid ab.
Felix Berning (M.) und Co. kauften den Blau-Gelben (hier: Marcel Scholtysik) in der Vorsaison beide Male den Schneid ab. Foto: flo

Noch vor wenigen Wochen wäre das Altkreis-Derby das Duell zweier Sorgenkinder gewesen. Wobei es beim SV Herbern eher eine Ergebniskrise mit den Niederlagen gegen die Top-Teams Werne, Kinderhaus und Mesum gewesen sei, wie SVH-Coach Holger Möllers betont. Wohingegen beim VfL Senden nach einem Katastrophenstart bereits die Alarmglocken laut und vernehmlich läuteten. Doch, siehe da: Wenn am Sonntag, 15 Uhr, die hiesigen Landesligisten an der Bulderner Straße direkt aufeinandertreffen, ist die Lage auf beiden Seiten deutlich entspannter. Die Blau-Gelben haben die vier jüngsten Pflichtspiele gewonnen. Senden hat durch zwei überzeugende Auftritte in Altenberge (3:0) und gegen Ahaus (3:1) in die Spur gefunden.

Beide Trainer loben den Gegner in den höchsten Tönen: „Wir müssen nicht über die Qualität von Rabah Abed, Dennis Bäumer oder Joshua Dabrowski reden“, so Möllers, der den VfL für eine der spielstärkeren Combos der Liga hält. Sendens Trainer André Bertelsbeck gibt das Kompliment artig zurück: „Herbern hatte schon in der vergangenen Saison eine richtig gute Truppe, die sich im Sommer noch mal entscheidend verstärkt hat.“ Ganz konkret spielt Bertelsbeck auf seinen Ex-Schützling Philip Just an, der im Sommer die Seiten gewechselt hat: „Mit blutet jetzt schon das Herz, wenn ich mir Philip am Sonntag im ,falschen‘ Trikot vorstelle.“

VfL-Abwehr wieder stabil

Tatsächlich schien es so, als sei mit dem Dauerbrenner auch die Balance in der VfL-Defensive flöten gegangen. Doch mit Georg Schrader und Eldin Celebic außen sowie den Haudegen Jan Reickert und Patrick Reckmann im Zen­trum hat Senden zu alter Stabilität in der Abwehr zurückgefunden.

Welche Serie am Wochenende reißt? Möglicherweise die jener Elf, die vor lauter Spaß am Fußball die Grundtugenden außer Acht lässt. In der Vorsaison war das beide Male der SVH. Vor allem beim 3:1 im Mai in Herbern kauften die Sendener dem Gegner mit großem Einsatz den Schneid ab. „Allzu viel haben wir in den vergangenen Jahren, gerade in Senden, nicht gerissen. Wird höchste Zeit, dass wir den Bock mal umstoßen“, so der Coach der Besucher. Zumal der 2:0-Pokalsieg über Steinhagen der eigenen Mannschaft zusätzlichen Rückenwind gebe.

Amoev und Krampe punkten

Mit jeweils einem Tor und guten Leistungen haben sich Nika Amoev sowie Luis Krampe am Donnerstag für einen Derby-Einsatz empfohlen. Allerdings: „Wenn Whitson fit ist, führt vorne derzeit kein Weg an ihm vorbei.“ Im Tor dürfte das Wechselspiel – Jens Haarseim für Sven Freitag – weitergehen. „Beide Keeper können mit der Situation umgehen“, glaubt Möllers, der weiter auf Vincent Sabe, Jan Hoenhorst, Sebastian Schütte und Dennis Idczak (alle verletzt) verzichten muss. Bei den Hausherren sind „alle an Bord“, freut sich Bertelsbeck.

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