Fußball: Frauen-Westfalenliga
Ernüchterung im Arminia-Lager nach zwei Dämpfern in Folge

Tecklenburger Land -

Neun Spiele sind absolviert in der Frauenfußball-Westfalenliga. Die DJK Arminia Ibbenbüren steht mit 14 Punkten auf Platz 5 der Tabelle. Zu den Sportfreunden Siegen an der Tabellenspitze haben die Schierloherinnen elf Punkte Rückstand bei einem Spiel weniger.

Dienstag, 29.10.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 29.10.2019, 16:42 Uhr
Jennifer Wobker empfindet die jüngsten zwei Niederlagen der DJK-Fußballerinnen als Rückschläge im Hinblick auf das Saisonziel.
Jennifer Wobker empfindet die jüngsten zwei Niederlagen der DJK-Fußballerinnen als Rückschläge im Hinblick auf das Saisonziel. Foto: Tobias Mönninghoff

Das passt nicht zum Anspruch der Elf von Coach Frank Schlichter und dessen spielender Co-Trainerin Jennifer Wobker . Schlichter haderte bereits am Sonntag direkt nach der 0:3-Niederlage gegen Aufsteiger SSV Rhade mit fehlender letzter Konsequenz im Spiel der DJK, Jennifer Wobker ordnete am Montag die Situation noch einmal ein.

Wie ist das erste Saisondrittel der DJK-Frauen zu bewerten? Etwas schleppend seien die Armininnen gestartet, man habe sich erst finden müssen, sagt Jennifer Wobker. „Dann lief es aber.“ Zuletzt allerdings hagelte es zwei Niederlagen mit dem 1:2 in Ostbevern und dem 0:3 gegen Rhade. „Das war dann ein Dämpfer nach dem nächsten“, spricht Wobker von Ernüchterung.

Woran hapert es noch? „Wir kommen spielerisch nicht so nach vorne, kreieren keine Chance und fangen uns dann hinten Tore, die nicht sein müssen“, fasst die Co-Trainerin der DJK die akute Misere zusammen. Rhade habe abgekochter gespielt als die Arminia und aus einer massiven Defensive gekontert und schon gegen Ostbevern habe das Team nicht ausreichend dagegengehalten, so Wobker.

Was klappt gut? Im Trainingsbetrieb deute sich das überhaupt nicht an, dass es dann am Spieltag nicht liefe, sagt Jennifer Wobker. „Daran scheitert‘s nicht“, sagt Wobker. Die Mannschaft trainiere super. „Wir bringen es sonntags aber nicht auf den Platz. Es ist kein physisches Problem, das Team ist fit“, so Wobker. Demnach sei es dann eher eine Kopfsache.

Wie ist die Kadersituation zu bewerten? Die meisten Spielerinnen seien Anfang 20 plus diejenigen, die aus der U17 zu den Seniorinnen gekommen seien. „Die müssen erst Erfahrungen sammeln“, hat Jennifer Wobker durchaus Geduld mit der Entwicklung der Mannschaft. „Deshalb schadet es vielleicht auch nicht mal, wenn wir nicht die ganze Zeit auf der Siegerstraße sind. Wir werden daraus schnell lernen“, sagt Wobker. Dazu käme das Verletzungspech, Melissa Steffen fehle und mit ihr auch die Durchschlagskraft in der Offensive. Vielleicht sind die DJK-Frauen in dem Bereich zu abhängig von einer Spielerin. Nicht mehr zum Kader gehört seit vier Wochen Charlotte Heithoff. Der Neuzugang hat aus persönlichen Gründen vorerst die Schuhe an den Nagel gehängt, der Aufwand war zu groß. „Schon verständlich. Das war von Beginn an so abgesprochen, dass sie aufhört, wenn es ihr zu viel wird“, sagt Jennifer Wobker.

Was bedeutet die bisherige Ausbeute für das Saisonziel? Unter die Top 3 wollen die DJK-Frauen laut Angabe von vor der Saison. Frank Schlichter sagte seinerzeit: „So ein Aufstieg ist nicht planbar, dafür muss einfach alles zusammenpassen. Wir wollen gerne gesund aufsteigen, unser mittelfristiges Ziel ist die Regionalliga.“ Jennifer Wobker meint: „Nach den beiden Niederlagen müssen wir uns jetzt erstmal fangen.“ Die jüngste Ausbeute seien eindeutig Rückschläge, elf Punkte Rückstand auf Siegen seien schon viel. „Wir gucken nach der Hinrunde mal, wo wir stehen und ob wir uns vielleicht nochmal verstärken“, so Wobker.

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