Fußball: Bezirksliga
Burgsteinfurter Sieg der Moral und des Willens

Burgsteinfurt -

Aufatmen beim SV Burgsteinfurt. Der heimische Fußball-Bezirksligist vermochte seine Serie siegloser Spiele gegen den VfL Wolbeck endlich zu beenden. Er trotzte dabei mancherlei Widrigkeiten.

Sonntag, 10.11.2019, 19:54 Uhr aktualisiert: 11.11.2019, 12:30 Uhr
Die Vorentscheidung: Burgsteinfurts Nico Schmerling zirkelt den Ball in der 70. Minute an Wolbecks Keeper Marc Klein vorbei zum 3:1 ins Netz. Am Ende siegten die Stemmerter mit 4:1.
Die Vorentscheidung: Burgsteinfurts Nico Schmerling zirkelt den Ball in der 70. Minute an Wolbecks Keeper Marc Klein vorbei zum 3:1 ins Netz. Am Ende siegten die Stemmerter mit 4:1. Foto: Heiner Gerull

Der SV Burgsteinfurt hat sämtlichen Widrigkeiten getrotzt und mit einem 4:1 (2:1)-Erfolg gegen den VfL Wolbeck seine Talfahrt in der Fußball-Bezirksliga gestoppt. Anstatt nach anfänglichem Rückstand – wie manches Mal in den Wochen zuvor – in Wehrlosigkeit zu sterben, hielten die Stemmerter gestern dagegen, sodass der Sieg des Willens und ausgeprägter Moral auch in der Höhe verdient war.

Dabei sah es in der Anfangsphase nicht danach aus, als sollte sich das Schicksal nach sechs sieglosen Spielen wenden. Denn der VfL Wolbeck war dominierend und profitierte in der neunten Minute vom zögerlichen Abwehrverhalten der Stemmerter. Das nutzte Wolbecks Luke Ulrich Vette zum Führungstreffer.

Doch das 0:1 wirkte beim SVB wie ein Weckruf. Die Mannschaft kämpfte sich nach einer Viertelstunde ins Spiel zurück und kam in der 25. und 26. Minute durch Jonas Grütering und Thomas Artmann zu ersten Chancen. Drei Minuten später behauptete sich Artmann im Mittelfeld und bediente mit einem Zuckerpass Alexander Hollermann, der den Ball flach ins lange Eck zum 1:1-Ausgleich zirkelte..

In der 34. Minute fasste sich Nico Schmerling ein Herz, zog aus gut 25 Metern ab und traf zum umjubelten 2:1. Der SVB hatte das Spiel gedreht, war nun am Drücker und kam bis zum Seitenwechsel zu weiteren Chancen, bei denen Grütering zwei Mal im Blickpunkt stand. Aufgrund der allgemeinen Verletzungsmisere hatte ihn Trainer Christoph Klein-Reesink auf die linke Seite der Vierer-Abwehrkette beordert, doch Grütering fand immer wieder Gelegenheit, dem Spiel seiner Mannschaft Impulse zu verleihen.

Nach der Pause entwickelte sich eine umkämpfte Partie, in der sich Wolbeck zunächst aufbäumte und Pech hatte, dass Nico Rehberg in der 60. Minute nur den Pfosten traf. Die Vorentscheidung fiel in der 70. Minute. Grütering hatte die Wol­becker Abwehr mit einem Heber überlistet. Hollermann angelte sich das Leder, lief auf das gegnerische Tor zu und stellte mit seinem zweiten Treffer in der 86. Minute den 4:1-Endstand her.

In der Schlussphase kamen die nie aufsteckenden Gäste zwar noch einmal auf. Doch der junge Keeper Jan Stegemann hielt die Burgsteinfurter mit zwei starken Paraden in der Erfolgsspur. Kurz vor Schluss hatte Max Feldhues sogar das 5:1 auf dem Fuß, doch der Ball strich knapp am Tor vorbei.

„Ein Riesenkompliment an die Mannschaft. Jeder einzelne von uns hat versucht, das Spiel zu gewinnen. Am Ende war unser Sieg völlig verdient“, befand Klein-Reesink nach dem Schlusspfiff.

Allerdings trübte die Verletzung von Lars Kormann den wohltuenden Blick auf Geschehen. Der Angreifer hatte bei einem Pressschlag mit Teamgefährte Max Feldhues eine schmerzhafte Blessur davongetragen, die in der Halbzeit eine Auswechslung erforderlich machte.

SV Burgsteinfurt: Stegemann – Grütering, Hauptmeier, Brüggemeyer, da Silva (87. Hintelmann) – Feldhues, Artmann (83. Greiwe) – Kormann (46. Wiepen), Schmerling, Weishaupt – Hollermann (87. Kardesler). – Tore: 0:1 Vette (9.), 1:1 Hollermann (29.), 2:1 Schmerling (34.), 3:1 Schmerling (70.), 4:1 Hollermann (86.).

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