Ausschreitungen bei Kreispokalendspiel
Gewalteskalation in Dülmen: Schläge und Tritte gegen Schiris

Dülmen -

Nach einem Fußball-Kreispokalendspiel am Samstagabend zwischen den A-Junioren der SpVgg. Vreden und dem SuS Stadtlohn in Dülmen gab es eine Rudelbildung noch auf dem Platz, anschließend flogen die Fäuste. Mittendrin das Schiedsrichtergespann.

Montag, 25.11.2019, 12:43 Uhr aktualisiert: 25.11.2019, 12:48 Uhr
Ausschreitungen bei Kreispokalendspiel : Gewalteskalation in Dülmen: Schläge und Tritte gegen Schiris
Die Fußballpartie zwischen SpVgg. Vreden und dem SuS Stadtlohn wurde überschattet von Ausschreitungen. Foto: Sascha Keirat

„Wir sind körperlich attackiert worden“, bestätigte einer der Unparteiischen auf Nachfrage der Dülmener Zeitung. Mindestens einer der Schiedsrichter - aus dem Schiedsrichterteam um Henrik Jasper (GW Hausdülmen) sowie Frederik Wübbelt (Adler Buldern) und David Gewers (TuS Wüllen) - hat einen Faustschlag ins Gesicht und Tritte in den Rücken bekommen bekommen.

„Wir haben das nicht kommen sehen“, berichtet der Unparteiische weiter. Zunächst waren zwei Spieler noch auf dem Kunstrasenplatz bei der TSG Dülmen stehend aneinandergeraten. Plötzlich seien 50, 60 Mann dort zusammengekommen. Auch Zuschauer seien beteiligt gewesen. Nach wenigen Augenblicken habe sich die Situationen aber wieder aufgelöst.

Ermittlungen wurden eingeleitet

Am Sonntag seien die körperlichen Beschwerden der Schiedsrichter schon deutlich weniger gewesen. „Aber so etwas habe ich noch nicht erlebt. Ich bin nachdenklich geworden“, so einer der Unparteiischen.

„Wir stehen ganz am Anfang der Ermittlungen. Wir werden jetzt auch mit allen Beteiligten sprechen, um zu sehen, was ist genau passiert, wer hat angefangen“, sagt Paulo Gocalves, Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses Ahaus-Coesfeld . Fakt sei: Die drei jungen Schiris sind zwischen die Fronten geraten und haben Schläge und auch Tritte in den Rücken abbekommen. „Wir müssen noch ermitteln, ob der Angriff den Schiedsrichtern galt“, so Goncalves im Gespräch mit der Dülmener Zeitung. Aber eines sei klar: „So ein Verhalten wird nicht geduldet.“ Alle Parteien seien oder werden gerade aufgefordert, Berichte abzugeben. „Und dann werden wir entscheiden.“

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Nach dem Vorfall wurden Ermittlungen eingeleitet. Foto: Sascha Keirat

Sport tritt in den Hintergrund

Bleibende Schäden seien bei den Schiedsrichtern wohl nicht zu befürchten. „Aber der Schock ist groß“, so Goncalves.

Sportliche Randnotiz: Die SpVgg. Vreden gewann das Spiel mit 1:0 durch einen Treffer in der 110. Minute durch Felix Wensing.

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