Fußball: WN-Elf der Hinrunde
Airton, Celebic und Co. – viele Frischlinge in der WN-Auswahl

Lüdinghausen -

Alle Halbjahre wieder kürt unsere Zeitung die zehn besten Spieler der Hin- und Rückrunde. Diesmal dabei: viele Novizen – und ein Brasilianer, der auf dem Platz so gar nicht südamerikanisch daherkommt.

Dienstag, 10.12.2019, 20:00 Uhr
Diese Spieler haben es in unsere Elf des Halbjahres geschafft. In Klammern: die Anzahl der Berufungen in die WN-Elf des Tages.
Diese Spieler haben es in unsere Elf des Halbjahres geschafft. In Klammern: die Anzahl der Berufungen in die WN-Elf des Tages. Foto: Ann-Kathrin Schriever

Bezirksligist Union Lüdinghausen muss am Wochenende noch mal ran, die übrigen Fußballer haben seit Sonntag Pause. Zeit, wie alle halbe Jahre zu schauen, wer sich im ersten Saisonteil besonders hervorgetan und es in die WN-Elf der Hinrunde 2019/20 geschafft hat.

Was auffällt und beim zweiten Hinsehen doch kaum verwundert: Wie viele Spieler aus dem Defensivverbund des SV Herbern es in unsere Auswahl geschafft haben. Kaum mehr als ein Tor je Begegnung kassieren die Blau-Gelben – das Fundament für eine neuerliche Top-Hinrunde des Landesligisten. Neben Torhüter Sven Freitag, den Verteidigern Johannes Richter und Julius Höring sowie dem Sechser Airton hätte es auch Neuzugang Philip Just um ein Haar in die WN-Elf geschafft.

VfL, Fortuna und Union zwei Mal vertreten

Der SVH-Ligarivale VfL Senden (Eldin Celebic, Fabian Schulte Althoff), Union (Fode Camara, Marius Grewe) und der SV Fortuna Seppenrade (Jan Autering, Max Ewers) wurden je zwei Mal berücksichtigt, der TuS Ascheberg (Tim Witthoff) – A-Ligist wie die Schwarz-Gelben – ein Mal. Ebenfalls bemerkenswert: Außer dem immer zuverlässigen Richter ist kein Spieler dabei, der in der Elf des Jahres 2018/19 vertreten war. Und: Fünf Mann – Airton, Celebic, Schulte Althoff, Autering und Witthoff – sind erst seit ein paar Monaten für ihr aktuelles Team aktiv.

Bei der taktischen Aufstellung mussten wir – wie meistens – ein bisschen tricksen, damit jeder, der mindestens vier Mal in der Spieltagself stand, ein Plätzchen in unserem Hinrunden-Best-of ergattert. So ist Schulte Althoff auf dem Platz üblicherweise etwas weiter hinten zu finden und Richter eher im Abwehrzentrum. Andererseits: Fordern die Trainer nicht von ihren Schützlingen – zumal ab einem bestimmten Niveau – ein Höchstmaß an Flexibilität?

Kompromisslos, passsicher – aber kein Killer: Airton

Airton, lacht Holger Möllers, sei „der einzige Brasilianer, den ich kenne, der kein Killer vor dem Tor ist“. Macht nichts, dafür hat der Mann vom SV Herbern andere Vorzüge, die ihm mehr Berufungen – sechs insgesamt – in unsere Elf des Tages einbrachten als jedem anderen Altkreis-Fußballer. Möllers, sein Coach, ist begeistert vom 21-Jährigen, der seit dem Sommer das defensive Mittelfeld der Blau-Gelben sortiert. Airton ist in große Fußstapfen getreten: Oscar Cabrera, ebenfalls Südamerikaner, hatte die Position lange bekleidet, ehe es ihn aus privaten Gründen nach Spanien verschlug. Der neue Sechser ist in vielerlei Hinsicht das Gegenteil des alten. Das Freche, Verspielte, das seinen Vorgänger auszeichnete, ist Airton völlig fremd. „Er macht keine verrückten Dinge“, weiß Möllers. Dafür unterbindet er kompromisslos einen Angriff nach dem nächsten – ohne dabei die Grenzen des Erlaubten zu überschreiten, wie sein Coach betont. Außerdem habe der Brasilianer eine nahezu 100-prozentige Passquote. Im Grunde gebe es nur noch zwei Dinge zu verbessern: sein Deutsch – bis dato dolmetscht Landsmann Whitson – und, siehe oben, die Abschlussstärke. Wobei: Sollte der Fast-alles-Könner in der Zentrale demnächst auch noch die Tore beim SVH erzielen, wären seine Teamkollegen erstens arbeitslos – und Airton zweitens schnell im Fokus höherklassiger Mannschaften, wie Möllers argwöhnt.

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